11. März 2010
Schwangere Frauen sollen wegen der Infektionsgefahren keinen Rohmilchkäse essen.
Die meisten Produkte aus Rohmilch bekommen Sie nicht im Supermarkt, sondern beim Direktvermarkter ab Hof. Alle Lebensmittel, die aus Rohmilch hergestellt werden, müssen gekennzeichnet sein (Hinweis auf Verpackung „Aus Rohmilch hergestellt”). Findet sich auf der Packung kein Hinweis dieser Art, dann wurde der Käse aus pasteurisierter Milch gewonnen. Auch Käse in der Theke muss mit einem Schild gekennzeichnet werden.
Möchten Sie jedoch ganz sicher gehen, dann sollten Sie vor dem Kauf nachfragen und im Zweifel verzichten.
Abgepackter Käse (Gouda, Edamer, Butterkäse, Leerdamer) aus dem Supermarkt ist fast immer aus pasteurisierter Milch hergestellt und daher bedenkenlos. Schnitt- und Weichkäse aus pasteurisierter Milch (ohne Rinde: Butterkäse, Edamer, Gouda, Leerdamer, Tilsiter, Brie, Camembert, Blauschimmelkäse), Hartkäse (ohne Rinde: Appenzeller, Bergkäse, Comté, Chester, Emmentaler, Greyerzer, Parmesan), industriell hergestellter und abgepackter Feta, Frischkäse, Hüttenkäse, Mascarpone, Mozarella, Ricotta, Koch- und Schmelzkäse und frisch geriebener Käse ohne Rinde sind nicht oder nur sehr selten von Listerien befallen.
Diese sollten Sie aus Vorsorgegründen eher meiden:
Schnitt- und Weichkäse aus Rohmilch (Brie, Camembert, Mont d’Or, Rocamadour, Roquefort, Gorgonzola), Weichkäse mit Rotschmiere (Limburger, Munster, Romadur), Sauermilchkäse (Handkäse, Harzer Roller, Korbkäse, Mainzer Käse, Spitzkäse, Stangenkäse) sowie eingelegten Käse oder Frischkäse aus offenen Gefäßen (Feta, Schafskäse, Mozarella) und Ziegenkäse.
Achten Sie darauf, dass Sie die Rinde vom Käse entfernen!
Kaufen Sie Käse in einem guten Käsegeschäft. Dort weiß man, ob das Produkt aus Rohmilch hergestellt ist.
4. März 2010
Etwa jede zweite Frau leidet in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten an einer mehr oder weniger starken Übelkeit, teilweise mit Erbrechen. Häufig treten die Beschwerden morgens nach dem Aufstehen am stärksten auf. In der Regel kommt es im vierten Schwangerschaftsmonat zu einer spontanen Besserung. Nur in seltenen Fällen leiden schwangere Frauen unter sehr starkem Erbrechen mit hohen Flüssigkeitsverlusten und Gewichtsreduktion (Hyperemesis gravidarum). Hyperemesis gravidarum ist eine ernsthafte Erkrankung und muss stationär behandelt werden.
Die Ursache der Übelkeit sieht man in der veränderten Hormonsituation, dadurch wird das „Brechzentrum“ im Gehirn gereizt. Eine medikamentöse Therapie kommt in der Regel gerade in der frühen Schwangerschaft nicht in Frage.
Was man dagegen tun kann:
+ Morgens im Bett schon eine Kleinigkeit essen und trinken und noch eine Zeitlang liegen bleiben.
+ Viele kleine, leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt einnehmen.
+ Über den Tag verteilt kleine Mengen Saft, Wasser oder Kräutertee trinken.
+ In manchen Fällen helfen Präparate mit Vitamin B6.
Bitte sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt darüber, dieser kann feststellen, ob es sich um ein normales Schwangerschaftserbrechen handelt oder ob Sie im Krankenhaus behandelt werden müssen.
25. Februar 2010
Die häufigste Störung bei der Pränataldiagnostik ist das Down-Syndrom (Trisomie 21). Die Häufigkeit des Down-Syndroms hängt vom Alter der Mutter ab, deshalb hat man früher Schwangeren ab 35 Jahren eine Fruchtwasseruntersuchung angeboten, die jedoch sehr ungenau ist, da nur 30 % aller Kinder mit einem Down-Syndrom entdeckt wurden. Frauen ab 35 Jahren sowie Frauen, in deren Verwandtschaft es bereits Fälle mit Chromosomenanomalien gab, sollten sich über diesen Eingriff genau informieren. Die Wahrscheinlichkeit für eine 35 Jährige, ein Kind ohne solche Anomalien zu bekommen, ist mit 99,7 % sehr hoch. Laut Statistik steigt das Risiko, ein Baby mit Chromosomenanomalien zur Welt zu bringen erst ab einem Alter von 40 Jahren und zwar auf 1,4 %. Bei 45-jährigen Frauen liegt es bei 5,2 % und bei den 49 Jährigen bei 15,3 %.
Zum Ausschluss des Down-Syndroms gibt es Blutuntersuchungen, wie z.B. das Erst-Trimester Screening (die Kombination von PAPP-A (Serum-Marker im Blut) und freiem ß-HCG (Hormon)) sowie die Ultraschallmessung der Nackentransparenz des Fötus in der 11. bis 14. Schwangerschaftswoche.
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18. Februar 2010
Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, die anfallsartig eine Verengung der Atemwege hervorruft. Dadurch wird besonders das Ausatmen erschwert. Dauer und Schweregrad eines Asthmaanfalls können variieren. In schlimmen aber sehr seltenen Fällen kann ein Anfall jedoch auch lebensbedrohlich sein.
Besonders Frauen neigen dazu, bei Beginn einer Schwangerschaft ihre Medikamente abzusetzen, auf Grund der Befürchtung ihr ungeborenes Kind könnte geschädigt werden. Doch wie gefährlich sind Asthmamedikamente für eine Schwangerschaft wirklich?
Fast alle Medikamente, die gegen Asthma eingesetzt werden, werden als unbedenklich betrachtet. Jedoch sollte eine schwangere Asthmatikerin durch einen Facharzt überwacht werden, um eine Optimierung der Krankheitsbehandlung zu erreichen. Weiterhin würden unbehandelte Asthmaanfälle das ungeborene Kind durchaus stärker schädigen, da sie nicht nur für die Frau selbst, sondern auch für das ungeborene Kind gefährlich sind. Bei jedem Anfall sinkt der Sauerstoffgehalt des Blutes, worauf das werdende Kind sehr empfindlich reagiert. Sauerstoffmangel kann zu Schwangerschaftskomplikationen, zu einer verzögerten kindlichen Entwicklung und zu Fehlbildungen führen.
11. Februar 2010
Frauen ab 32 Jahren werden als Spätschwangere bezeichnet und Frauen, die bereits 35 Jahre alt sind oft fälschlicherweise als „Risikoschwangere.” Eine Altersgrenze von 35 Jahren, nach der vermehrt Risiken auftreten sollen, gibt es nicht. Fakt ist jedoch, dass mit steigendem Alter der Mutter zunehmend mehr Chromosomenanomalien auftreten. Die „Grenze 35 Jahre” basiert darauf, dass ab diesem Zeitpunkt die Kosten für entsprechende pränataldiagnostische Maßnahmen von den Krankenkassen übernommen werden.
Mit 40 steigt das Risiko, ein Kind mit Chromosomenanomalien zu bekommen, auf 1,4%.
Frauen ab 35 können, wie bereits erwähnt, spezielle Untersuchungen zur Feststellung bestimmter Chromosomenanomalien (z.B. Trisomie 21) auf Kosten der Krankenkassen durchführen lassen. Mit der Pränataldiagnostik können jedoch noch längst nicht alle möglichen Anomalien des Kindes nachgewiesen werden. Lassen Sie sich also, bevor Sie sich für pränataldiagnostische Maßnahmen entscheiden, gut beraten und wägen Sie Vor- und Nachteile für sich persönlich ab.
Sprechen Sie ggf. auch mit Ihrem Arzt darüber.
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