Zum Inhalt springen


-


26. August 2009

Rauchen in der Schwangerschaft

Immer mehr Frauen rauchen: Fast jede Zweite im gebärfähigen Alter greift inzwischen zur Zigarette. Nach eigenem Bekenntnis sind in Deutschland genau 42% der 20-bis 39-jährigen Frauen Raucherinnen. Unter den befragten Schwangeren rauchen noch 18%; die restlichen sind offenbar von ihrem Laster wenigstens vorübergehend losgekommen. Die Gefahren des Rauchens für die Gesundheit sind allgemein bekannt. Selbst Rauchern ist es zu über 90% klar, dass sie ihre Gesundheit schädigen. Trotzdem machen sie weiter. Die Gründe dafür sind unter anderem Nikotinabhängigkeit.

Fast ein Viertel der Frauen, die nicht selbst rauchen, entkommen den Schadstoffen der Zigarette dennoch nicht – sie sind durch Passivrauchen belastet. Das bedeutet, dass in ihrer Umgebung viel geraucht wird und sie diesen Rauch einatmen.

Schon vor der Geburt leiden Kinder unter Tabakrauch, wenn die Schwangere selbst oder jemand in ihrer Umgebung raucht. Diese Kinder sind bei der Geburt oftmals zu klein und zu leicht. An der Gefährlichkeit des Rauchens in der Schwangerschaft gibt es nichts zu beschönigen, denn es kann beim Kind zum Beispiel durch das Nikotin zur Verengung der Blutgefäße kommen. Das verringert die Durchblutung der Plazenta und lässt den Blutdruck auch beim Kind ansteigen.

Ob Rauchen auch zu Fehlbildungen beim Kind führen kann, ist noch umstritten. Vieles spricht dafür, aber die Studienergebnisse liefern kein eindeutiges Bild. Dafür weiß man über die anderen Komplikationen sehr genau Bescheid. Man kann fast messen, wie mit jeder gerauchten Zigarette das Risiko für eine Frühgeburt, Fehlgeburt oder vorzeitigen Blasensprung ansteigt.

Lesen Sie mehr zu Rauchen in der Schwangerschaft

19. August 2009

Übliche Beschwerden und solche, die Sie ernst nehmen sollten

Vor allem die ersten Wochen einer Schwangerschaft können, aber müssen nicht, unangenehm sein. Übelkeit, Unwohlsein und Erbrechen kommen wegen der hormonellen Veränderungen und der psychischen Anspannung häufiger vor. Auch später können psychische und körperliche Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Jucken der Haut, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen verstärkt auftreten. Generell gilt: Nehmen Sie bitte jeden der Vorsorgetermine wahr. Falls Sie einmal einen versäumen sollten, das kann vorkommen, machen Sie einen neuen Termin mit Ihrem Arzt aus. Kontrollieren Sie Ihre Gewichtszunahme und achten Sie auf Ihren Gesundheitszustand. Aber hören Sie nicht täglich ängstlich in sich hinein.

In den zehn Monaten der Schwangerschaft verändert sich sehr viel in Ihrem Körper. Das geht bei vielen Frauen mit Beschwerden einher. Da es sich dabei in der Regel nicht um krankhafte Zustände handelt, sondern um Umstellungsprobleme und Wachstumsschmerzen, kann man nicht wirklich die Ursache behandeln. Dennoch ist es möglich, viele „Zipperlein“ zu lindern.

Lesen Sie in unserem Ratgeber BabyCare über hilfreiche Tipps bei Beschwerden.

Treten Blutungen oder starke Schmerzen auf, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

12. August 2009

Vorausgegangene Schwangerschaften mit Problemen

Frauen, die schon einmal schwanger waren und dabei medizinische Probleme hatten, leben natürlich in großer Angst es könnte auch beim nächsten Mal „wieder schief gehen“. Diese Angst ist verständlich, aber meist übertrieben.

Wenn Sie schon einmal ein Kind zu früh zur Welt gebracht haben, steigt zwar die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt – sie erhöht sich von den üblichen 9% auf 15%. Aber eigentlich können Sie die Zahlen auch von der anderen Seite betrachten: Zu 85% wird es bei der anstehenden Geburt zu keiner Frühgeburt kommen. Ein optimistischer Blickwinkel unterstützt eine gesunde Reaktion des Körpers. Sie sollten versuchen, sich das selbst dann vor Augen zu halten, wenn Sie schon zwei Frühgeburten erleiden mussten und damit die Wahrscheinlichkeit einer dritten Frühgeburt auf 32% steigt. Auch dann haben Sie noch eine 68%ige Chance, dass es diesmal gut geht.

Haben Sie bei einer früheren Schwangerschaft Ihr Kind durch einen Spontanabort verloren, so steigt das Risiko einer Frühgeburt weniger an. Es ist dann nur anderthalb Mal höher als im Durchschnitt. Sie haben also allen Grund zu guter Hoffnung.

Ihr Frauenarzt wird Ihre bisherigen Schwangerschaften sicher sehr ausführlich mit Ihnen erörtern.

Mehr erfahren Sie auch in Ihrem BabyCare-Buch.

5. August 2009

Schwangerschaft und Alkohol

Der Alkoholkonsum der Mutter vor der Geburt gilt als häufigste Ursache für eine verzögerte geistige Entwicklung und körperliche Fehlentwicklung bei Kindern. Denn der Alkohol, den die werdende Mutter trinkt, gelangt direkt über den Mutterkuchen in den Blutkreislauf des Kindes. Dort hemmt Alkohol das Zellwachstum des Embryos und schädigt die Entwicklung von Organen, Nervensystem und Gehirn. Herz, Nieren oder Geschlechtsorgane können Missbildungen aufweisen. Welche Organe des Embryos geschädigt werden, hängt von der Entwicklungsstufe des Fötus bei der Aufnahme des Alkohols ab. Am gefährlichsten ist er in der Zeit, in der der Embryo die Organe entwickelt, also zwischen dem 15. und 60. Tag nach der Befruchtung. Zudem erhöht sich das Risiko für eine Fehlgeburt um das Zwei- bis Vierfache, wenn eine Schwangere in dieser Zeit Alkohol trinkt.

Also verzichten Sie in der Schwangerschaft möglichst ganz auf den Konsum von Alkohol. Trinken Sie in keinem Fall mehr als ein Glas Wein (0,125 Liter) oder ein Glas Bier (0,2 Liter).

Aber nur die Null-Promille-Grenze bietet absolute Sicherheit für das Kind.

Lesen Sie mehr über Schwangerschaft und Alkohol.