30. September 2009
Zwillingsschwangerschaften treten in der Regel sehr selten auf. Nur ungefähr jede 85. Geburt ist eine Zwillingsgeburt.
Von diesen sind lediglich nur 25% eineiige Zwillinge, welche das gleiche Geschlecht, das gleiche Erbgut und ein sehr ähnliches Aussehen haben. Eineiige Zwillinge kommen zustande, wenn ein Spermium eine Eizelle befruchtet, aus der sich dann zwei Embryonen entwickeln.
Die restlichen 75% sind zweieiige Zwillinge. Diese können gleich- oder verschiedengeschlechtlich sein und haben unterschiedliches genetisches Erbgut, ähneln sich also wie andere Geschwister auch.
Durch die Mehrbelastung bei Zwillingsschwangerschaften kommt es bei Zwillingsmüttern häufiger zu Schwangerschaftsbeschwerden und ernsteren Problemen als bei einer Einlingsschwangerschaft. Auch erhöhen Zwillingsschwangerschaften das Risiko von vorzeitiger Wehentätigkeit und einer Frühgeburt.
Daher ist es wichtig, dass bis zur 28. Schwangerschaftswoche alle 14 Tage und danach alle 7 Tage Untersuchungen stattfinden und dass regelmäßig Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden (alle 2 Wochen).
Das Stillen von Zwillingen stellt in der Regel kein Problem dar, da von den Babys der doppelte Saugreiz ausgeübt wird und somit auch mehr Milch produziert wird.
Was bei Zwillingsschwangerschaften noch zu beachten ist, können Sie im BabyCare Ratgeber finden.
23. September 2009
Das Baby zu stillen ist die natürlichste Angelegenheit der Welt. Optimal ist die Muttermilch für das Kind, da diese die richtige Temperatur, Menge und Frische besitzt und alle wichtigen Nährstoffe enthält, die das Neugeborene braucht. Auch stärkt es das Immunsystem des Kindes, was seltener zu Allergien führt. Durch die leichte Verdauung der Muttermilch treten bei Kindern, die gestillt werden, seltener Magen-Darm-Störungen auf.
Zudem ist Stillen auch gut für die Mutter, denn es fördert die Rückbildungsvorgänge im Körper und fördert das seelische Gleichgewicht durch die Stillhormone. Außerdem erreichen Frauen, die stillen, leichter wieder ihr Körpergewicht, das sie vor der Schwangerschaft hatten und vermindern durch längeres Stillen das Risiko einer Brustkrebserkrankung.
Wenn Sie sich für das Stillen entscheiden, dann lassen Sie sich nicht durch Startprobleme entmutigen, denn diese sind ganz normal, da Sie und Ihr Kind einen gemeinsamen Rhythmus finden müssen, indem Sie sich die nötige Zeit dafür nehmen. Sprechen Sie bei Problemen auch mit Ihrer Hebamme.
Muttermilch ist die natürliche Säuglingsnahrung, die ein Baby bekommen kann.
Mehr Informationen über das Stillen finden Sie im BabyCare Ratgeber.
17. September 2009
Trotz der Möglichkeit einer Geburt im Geburtshaus oder zu Hause, entscheiden sich über 95% der Schwangeren für eine Entbindung in der Klinik. Diese Variante hat vor allem den Vorteil, dass notwendige Untersuchungen bei Mutter und Kind von Beginn an gesichert sind.
Zudem bietet die Geburt in einer Klinik eine gute Voraussetzung für die Muttermilchernährung und eine umfassende Versorgung nach der Anstrengung der Geburt.
Einige wenige Frauen entscheiden sich aufgrund einer empfundenen „kalten Atmosphäre” in einer Klinik für eine Geburt im Geburtshaus, welches eine selbstständige, außerklinische Einrichtung der Primärversorgung von Schwangeren und Gebärenden darstellt. Einige Geburtshäuser bieten die Möglichkeit, sich für eine „eigene” Hebamme zu entscheiden, die die Schwangere während der gesamten Geburt betreut.
Eine sehr umstrittene Möglichkeit der Entbindung ist die Hausgeburt. Oft raten Ärzte davon ab, da die medikamentösen und technisch-diagnostischen Versorgungsmöglichkeiten begrenzt sind und kein trainiertes Team (Arzt, Hebamme, Schwestern) vor Ort ist. Wenn das Kind trotzdem in einer häuslich vertrauten Umgebung zur Welt kommen soll, dann müssen sich Schwangere gründlich darauf vorbereiten. Besonders wichtig ist es, Vorgespräche mit einer Hebamme zu führen und das Vorhaben mit dem Partner und dem Frauenarzt zu besprechen.
Bei einer Risikoschwangerschaft oder bei anderen Komplikationen in der Schwangerschaft ist eine Hausgeburt jedoch nicht möglich.
Im BabyCare-Handbuch erfahren Sie noch mehr über die Geburt und die Möglichkeiten der Entbindung.
10. September 2009
Der Partner spielt während der Schwangerschaft und natürlich danach eine sehr große Rolle. Er begleitet seine Partnerin durch die gesamte Schwangerschaft und ist somit an allem beteiligt, was die Veränderungen im Körper der Frau angeht. Daraus ergibt sich, dass es für den Mann nicht immer einfach ist, sich in die Gefühle der Partnerin hineinversetzen zu können.
Die Frau übernimmt zwar die körperlichen Belastungen der Schwangerschaft, die dem Mann erspart bleiben, was aber nicht heißt, dass der werdende Vater ganz verschont bleibt. Auch er sucht nach Antworten auf seine Fragen und hat Angst vor einer neuen Situation, der er eventuell nicht gewachsen ist. Er fragt sich, ob er denn die Rolle des Vaterseins meistern wird, ob er dieser überhaupt gerecht werden kann. Diese psychischen Belastungen führen häufig dazu, dass auch Männer in der Zeit der Schwangerschaft über körperliche Beschwerden klagen.
Während die Mutter von Beginn der Schwangerschaft durch die ständige körperliche Nähe zum Kind eine gute Bindung zu diesem aufbauen kann, fällt es dem Partner oft ein bisschen schwerer. Von daher kann es nur von Vorteil sein, wenn beide Partner gemeinsam an diversen Veranstaltungen bezüglich des neuen Familienmitgliedes teilnehmen. Elterngespräche, Schwangerengruppentreffen und Geburtsvorbereitungskurse sind nur ein kleiner Auszug aus den zahlreichen Möglichkeiten, die beide Partner wahrnehmen können. So können sich beide werdenden Eltern mit eben dieser Rolle als zukünftige Mutter und Vater vielleicht stärker identifizieren und sich gezielt darauf vorbereiten.
Lesen Sie mehr zu “Der Rolle des werdenden Vaters” im BabyCare-Buch.
2. September 2009
Es ist noch nicht lange her, da wurde Schwangeren von jeder sportlichen Aktivität abgeraten. Nur ein wenig Gymnastik, Schwimmen und spazieren gehen waren erlaubt. Das hat sich geändert. Heute gilt Sport in Maßen für werdende Mütter als durchaus empfehlenswert.
Dabei sollte man allerdings immer diese beiden Punkte berücksichtigen:
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Die Schwangerschaft an sich stellt bereits extreme Anforderungen an den ganzen Körper und an bestimmte Körperfunktionen. So nehmen beispielweise das Herzvolumen und die Herzfrequenz zu.
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Schwangerschaftsbedingte körperliche Veränderungen treten vor allem ab dem sechsten Monat ein. Sie sind gerade auch beim regelmäßigen Sporttreiben zu beachten. Der wachsende Uterus führt zu einer Schwerpunktverlagerung und zu einer Kippung des Beckens nach vorn.
Die Schwangerschaft ist deshalb nicht der geeignete Zeitraum für Frauen, die bisher keinen Sport getrieben haben, nun mit einem anstrengenden Leistungssport oder Fitnesstraining zu beginnen.
Wenn Sie zu den fast 40% der Frauen gehören, die nur unregelmäßig oder überhaupt nie Sport treiben, sollten Sie mit einer leichten Schwangerschaftsgymnastik beginnen, sobald sich die Schwangerschaft bestätigt. Wenn Sie bereits regelmäßig Sport treiben, müssen sie nicht damit aufhören. Sie sollten jedoch etwas schonender vorgehen. Wenn Sie gewohnt sind, täglich Sport oder Leistungssport zu treiben, sprechen Sie mit Ihren Frauenarzt oder Sportmediziner darüber.
Generell sind Sportarten mit vorwiegend aerober Belastung, rhythmischem Bewegungsablauf, geringem Sturzrisiko und Betätigung großer Muskelgruppen gut geeignet, um auch während der Schwangerschaft ausgeübt zu werden. Extreme Beschleunigung, Abbremsung, Rotation, harte Stöße, hohes Sturzrisiko, anaerobe Belastung und vorwiegende Rückenlage müssen vermieden werden.
Das sportliche Training sollte auch bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf mit dem Arzt besprochen werden. Unabdingbar ist dies bei Risikoschwangerschaften (z.B. Neigung zu Frühgeburten, Blutungen etc.) sowie bei allgemeinen akuten oder chronischen Erkrankungen der Schwangeren.
Lesen Sie mehr zu Sport in der Schwangerschaft
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