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30. Dezember 2009

Zweite Schwangerschaft

In einer erneuten Schwangerschaft brauchen Sie nichts besonders zu berücksichtigen. Sie können die Schwangerschaft möglicherweise mehr genießen, weil Sie schon wissen, wie es läuft und was auf Sie zukommt. 

Für jede Mutter stellt eine zweite Schwangerschaft aber auch eine große Belastung dar. Auf der einen Seite beansprucht das bereits geborene Kind die gewohnte Aufmerksamkeit, auf der anderen Seite fordern die körperlichen Veränderungen einen hohen Tribut von der Schwangeren. Dennoch kann auch eine zweite Schwangerschaft ein intensives und wunderschönes Ereignis sein. Aber nur in seltenen Fällen gestaltet sich die zweite Schwangerschaft wie noch die erste. Viele Frauen berichten, dass die zweite Schwangerschaft ganz anders verlaufen ist. Hierfür können verschiedene Gründe ursächlich sein. Die zusätzliche Stressbelastung durch das Kind oder eine andere Zusammensetzung des „Hormoncocktails“ im Blut. 

Bereiten Sie das erste Kind sorgfältig und rechtzeitig auf das Neugeborene vor und sobald das neue Baby geboren ist, involvieren Sie Ihr älteres Kind, soviel wie es möchte, in die Fürsorge um das neue Baby. Ihr Kind kann beim Füttern, Baden und Anziehen “behilflich sein”, und betonen Sie immer wieder, wie wichtig seine Hilfe ist! Gleichzeitig jedoch muss Ihr älteres Kind verstehen lernen, dass es nur in Anwesenheit Ihrer Person oder eines anderen Erwachsenen das neue Baby “versorgen” darf.

Beschäftigen Sie sich gerade jetzt zu bestimmten Zeiten bewusst mit Ihrem älteren Kind, und tun Sie dies – wenn immer möglich -, ohne dass das neue Baby dabei ist. Unternehmen Sie bewusst nur mit Ihrem älteren Kind Aktivitäten außer Haus (sehr geeignet für Väter, um die Mutter zu entlasten!).

Fragen Sie ggf. auch beim Frauenarzt oder bei Ihrer Hebamme nach.

23. Dezember 2009

Kräuter und Gewürze

Nicht wenige Kräuter und Gewürze sind nichts in der Schwangerschaft, da sie z.B. abtreibend oder wehenauslösend sein können.

Von folgenden Kräutern z.B. weiß man, dass sie in der Schwangerschaft (v.a. in den ersten drei Monaten) eingenommen, abtreibend wirken können: Aloe, Angelica (Engelwurz), Bärentraubenblätter (Uva ursi), Basilikum, Beifuss (Artemisia vulgaris), Eisnekraut (Verbena off.), Liebstöckel (Levisticum officinalis), Muskatnuss (Myristica fragrans), Osterluzei (Aristolochia clematitis), Peterli (Petroselinum crispum), Raute (Ruta graveolens), Thuja (Schwanger auch keine Thuja-Hecke schneiden!), Wacholder (Juniperus communis). Meist braucht es dazu das ätherische Öl und höhere Dosen oder mehrtägige Anwendung. Besser ist es aber, diese Kräuter in der Schwangerschaft zu meiden.

Echinacea und Ginseng steigern das Risiko für Fehlgeburten.

Auch zu einem huflattichhaltigen (Tussilago farfara) Tee sollte man eine Schwangere nicht einladen, denn der könnte beim Fetus die Lebervenen verschließen! Das Kind kann dabei an einer Leberzirrhose sterben. Dies wurde bei Frauen beobachtet, die wegen ihres Hustens in der Schwangerschaft täglich eine Tasse Tee tranken (schon 5 Tage hintereinander können reichen!), in dem neben anderen Kräutern auch Huflattichblätter enthalten waren. Auch Säuglingen sollte kein Huflattichtee gegeben werden.

Gute Informationen zu Kräutern und Gewürzen finden Sie im Internet z.B. unter: http://www.med-surfer.de/heilpflanzenlexikon/heilpflanzenlexikon.php3

17. Dezember 2009

Vorwehen

Ab und zu auftretende leichte Wehen im Verlauf der Schwangerschaft sind durchaus normal und Sie brauchen nicht besorgt zu sein. Es handelt sich dabei um meist etwas Schmerzen verursachende Kontraktionen des Uterus (manchmal auch ganz ohne Schmerzen).

Wenn Sie häufiger spüren, dass Ihr Bauch sich verhärtet, heißt das noch nicht, dass Sie echte Kontraktionen haben. Im Gegenteil, meist handelt es sich um sogenannte wilde Wehen, Vorwehen, Senkwehen oder Übungswehen. Der Uterus trainiert schon einmal für seine Aufgabe bei der Geburt.

Von vorzeitigen Wehen spricht man, wenn lange vor der biologischen Reife des Kindes die Eröffnungswehen eintreten. Diese führen häufig zu Fehlgeburten. In der späten Schwangerschaft werden ggf. wehenhemmende Medikamente eingesetzt um eine mögliche Frühgeburt zu vermeiden. Manchmal führen diese aber auch zu einer Frühgeburt.

Wenn es Ihnen schwer fällt, harmlose Kontraktionen von echten Wehen zu unterscheiden, dürfen Sie nicht zögern, Ihre betreuenden Fachleute einmal kurz nachschauen zu lassen. Besser einmal zuviel als einmal zu wenig! Niemand wird Sie deshalb belächeln, es geht ja schließlich um Ihr Baby.

9. Dezember 2009

Übergewicht und Schwangerschaft

Starkes Übergewicht liegt vor, wenn die werdende Mutter zu Beginn der Schwangerschaft einen Körper-Massen-Index (Body-Mass-Index, BMI) von deutlich mehr als 30 kg/m² hat. Aus dem Übergewicht resultierend ergeben sich einige Risiken für Mutter und Kind:

+ eine erhöhte Rate von Fehlbildungen (Neuralrohrdefekte, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Fehlbildungen des Herzens, der Bauchwand und des Gehirns)
+ erhöhte Rate der Frühgeburten und der vorgeburtlichen Infektionen
+ Da die Kinder oft sehr groß sind, ist ihr Verletzungsrisiko bei der Geburt größer, auch ein Kaiserschnitt ist wahrscheinlicher.
+ stark übergewichtige Frauen bekommen in der Schwangerschaft öfter Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und starken Bluthochdruck

Genau kennt man die Ursachen der Probleme nicht. Aber deutlich erhöhtes Übergewicht ist gleichbedeutend mit schweren Ernährungsfehlern. Deshalb vermutet man Vitaminmangel und Stoffwechselprobleme, die sich auf das Kind und die Mutter auswirken.

Vor allem sollten Schwangere von Fastentagen und Diäten, die nicht medizinisch notwendig sind, absehen. Der Nahrungsentzug stört die Entwicklung des Babys und kann nicht vorhersehbare Schäden hervorrufen. Eine radikale Gewichtsabnahme durch Diäten während der Schwangerschaft wäre sogar gefährlich. Wichtig sind wirklich regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen, Tests auf Schwangerschafts-Diabetes und Neuralrohr-Defekte. Gegebenenfalls sollte man das werdende Kind von einem Ultraschall-Spezialisten auf Fehlbildungen untersuchen lassen. Ist eine Geburtskomplikation vorauszusehen, sollte die Frau in einem spezialisierten Perinatalzentrum entbinden, um das Neugeborene notfalls sofort intensivmedizinisch betreuen zu können.

2. Dezember 2009

Haustiere und Schwangerschaft

Haustiere können Haustierallergien verursachen. Gefährlich in der Schwangerschaft können Toxoplasmoseinfektionen durch Tiere, v.a. Katzen sein. Wenn Sie eine Katze haben, sollte die Reinigung der Katzentoilette während Ihrer Schwangerschaft von einer anderen Person übernommen werden.
Waschen Sie sich nach Umgang mit Ihren Haustieren öfters die Hände, besonders vor jedem Essen. Toxoplasmoseinfektionen können aber auch über die Nahrung erfolgen. Am besten Sie lassen Ihre Katze bzw. den Hund gründlich vom Tierarzt untersuchen.

Lassen Sie beim Frauenarzt prüfen, ob Sie bereits eine Toxoplasmoseinfektion durchgemacht haben, denn eine Erstinfektion in der Schwangerschaft kann zu Fehlbildungen des Kindes führen.

Ist das Baby dann da und Sie haben einen Hund, hier ein paar Hinweise:

Auf das Baby vorbereiten können Sie Ihren Hund wohl kaum. Entscheidend wird Ihr Verhalten bei der ersten Begegnung sein. Wenn Sie mit dem Baby ins Haus kommen, lassen Sie den Hund sofort dran schnüffeln (keine Angst, eher holt sich der Hund was als das Baby) und erklären dem Hund in ruhigen, freundlichen Worten, dass er sich jetzt um den Familienzuwachs kümmern muss. Er wird das Baby sicher als eine Art Welpe akzeptieren. Achten Sie darauf, dass Hund und Kind später ausreichend zusammen spielen und Körperkontakt haben. Treffen mit anderen Hunden und Kindern ist sicher sinnvoll. Beim Älterwerden des Kindes unbedingt darauf achten, dass der Hund die Rangfolge kennt.