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26. Mai 2010

Zervixinsuffizienz und Schwangerschaft

Eine Zervixinsuffizienz erleiden ca. 3% aller Schwangeren vor der 37. Schwangerschaftswoche.

Der Gebärmutterhals (Zervix) hat normalerweise eine Länge von zwei Zentimetern und mündet zur Scheide hin in den Muttermund. Der Muttermund ist im Normalfall bis zur Geburt fest verschlossen. Im Verlauf der Schwangerschaft verlängert sich der Gebärmutterhals bis zu einer Länge von etwa vier Zentimetern.

Die Länge des Gebärmutterhalses kann durch vaginalen Tastbefund ermittelt werden. Normalerweise wird sie jedoch per Ultraschall gemessen. Verkürzt sich der Gebärmutterhals vorzeitig auf eine Länge von unter 2,5 Zentimetern, und geht dies mit einer Öffnung des Muttermundes einher, so droht eine Frühgeburt.

Eine Zervixinsuffizienz tritt am häufigsten zwischen dem 4. und dem 6. Schwangerschaftsmonat auf. Die Ursachen können verschieden sein. Manchmal ist sie eine Folge vorangegangener schwieriger Geburten, einer Gebärmutteroperation oder eines vorangegangenen Schwangerschaftsabbruchs. Ebenso können Infektionen eine Zervixinsuffizienz zur Folge haben. Auch bei Mehrlingsschwangerschaften kommt es oft zu einer Überdehnung des Gebärmutterhalses

Bei Zervixinsuffizienz sollte die Schwangere, je nach Stadium der Schwangerschaft, und je nach Länge der Zervix, bis zur Geburt strenge Bettruhe einhalten. Ist das Risiko einer Frühgeburt zu groß, kann eine Cerclage gelegt werden.

Sind Bindegewebsschwächen bekannt und gab es bereits in vorherigen Schwangerschaften Probleme mit dem Gebärmutterhals, sollte sich die Frau von Anfang an schonen. Es sollten keine schweren Gegenstände gehoben und keine anstrengenden Arbeiten verrichtet werden. Nur durch Schonung kann einer erneuten Gebärmutterhalsschwäche vorbeugt werden. Bei Mehrlingsschwangerschaften ist das Risiko erhöht, daher ist hier generell Schonung zu empfehlen.

Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt darüber. Mehr Informationen finden Sie in Ihrem BabyCare-Ratgeber.

19. Mai 2010

Volleyball in der Schwangerschaft

Sport ist in der Schwangerschaft nicht nur erlaubt, sondern tut auch gut, sofern es sich nicht um Hochleistungssport handelt. Die Gefahr von Thrombosen und Wassereinlagerungen ist bei sportlichen Schwangeren geringer. Trainierte Frauen haben bei der Entbindung weniger Schmerzen und benötigen seltener Schmerzmittel.

Frauen, die schon mehrere Fehlgeburten oder Komplikationen bei früheren Schwangerschaften hatten oder die unter bestimmten Krankheiten wie Infektionen, Bluthochdruck und Schilddrüsenstörungen leiden, müssen Sport allerdings ganz aus dem Programm streichen. Auch Frauen, die extremes Unter- oder Übergewicht haben, oft Schwindelanfälle bekommen oder in Atemnot geraten, sollten auf Sport verzichten. In jedem Fall muss aber die Ärztin entscheiden.

Normalerweise sollten Sportarten mit abrupten Bewegungsabläufen während der Schwangerschaft eher vermieden werden. Bei entsprechender Vorsicht ist Volleyball mit Freunden (kein Wettkampfvolleyball) möglich, dann sind die Gefahren wie Stürze und Zusammenstöße, die bei allen Mannschaftssportarten mit direktem Körperkontakt vorkommen, geringer.

Aber Achtung! Wenn Sie merken, dass es Ihnen zu viel wird, sollten Sie eine Pause einlegen.

5. Mai 2010

Tonic enthält Chinin

Es gibt eine Reihe von Stoffen, die im Verdacht stehen, Wehentätigkeit auszulösen. Dazu zählt Chinin, das in Tonicdrinks enthalten ist. In größeren Mengen konsumiert, kann Chinin gesundheitlich problematisch sein. Mögliche Risiken sieht das Bundesinstitut für Risikobewertung insbesondere für Schwangere: In der wissenschaftlichen Literatur wird über „Entzugserscheinungen” bei einem Neugeborenen berichtet, dessen Mutter während der Schwangerschaft täglich über einen Liter Tonic Water getrunken hatte. 24 Stunden nach der Geburt wurde festgestellt, dass der Säugling nervös zitterte. In seinem Urin konnte Chinin nachgewiesen werden. Zwei Monate später konnten diese Symptome nicht mehr beobachtet werden.

Auf was Sie bei der Ernährung in der Schwangerschaft noch achten sollten, erfahren Sie auf unserer BabyCare Internetseite