26. August 2010
Schwangere und Stillende sollten ein besonderes Augenmerk auf ihre Calciumversorgung haben, denn Schwangerschaft und Stillzeit sind eine Belastung für den Calciumstoffwechsel. Zwar ist die empfohlene Gesamtzufuhr für Schwangere mit 1000 mg pro Tag nicht höher als normal, aber eine niedrige Calciumzufuhr während der Schwangerschaft birgt auch Risiken für Mutter und Kind.
Um den Calciumbedarf des ungeborenen Kindes zu decken und eine ausreichende Mineralisierung des Skeletts sicherzustellen, wird Calcium aus dem mütterlichen Knochensystems mobilisiert. D.h. was die Mutter an Calcium nicht aufnimmt, wird ihren Knochen entzogen. Zuwenig Calcium in der Nahrung erhöht das Risiko für Gestosen und Präklamsien und gefährdet damit die Gesundheit von Mutter und Kind.
Insbesondere im dritten Schwangerschaftsdrittel wird Schwangeren eine zusätzliche Aufnahme von Calcium empfohlen, um das Knochengerüst zu schützen.
Am einfachsten ist der Calciumbedarf über Milchprodukte (Vorsicht mit Rohmilchprodukten) zu decken. Ein dreiviertel bis ein Liter Milch oder die entsprechende Menge an Milchprodukten sind empfehlenswert. Dieses ist aber nicht immer möglich. Dann kann z.B. über calciumreiches Mineralwasser die Aufnahme gesteigert werden. Ebenfalls calciumreich sind Hülsenfrüchte, Gemüse wie Broccoli, Mangold oder Grünkohl und Samen wie z. B. Sesam.
Mehr erfahren Sie auch unter Wichtige Mikronährstoffe in der Schwangerschaft – Die kritischen Vier!
19. August 2010
Jede Schwangere weiß, während der Schwangerschaft steigt der Energie- und Nährstoffbedarf an. Der Körper braucht mehr Energie, um das Blut zur Plazenta zu transportieren und das Kind ausreichend zu versorgen, damit es sein Skelett und die Organe aufbauen kann. Schwangere müssen jedoch nicht für „Zwei” essen. Aber sie sollten den erhöhten Nährstoff- und Energiebedarf mit einer ausgewogenen Ernährung ausgleichen. Der Körper eines Kindes wird aus den Nährstoffen aufgebaut, die die Mutter ihm liefert. Deshalb spielt für eine gesunde Entwicklung des Kindes die Ernährung der Mutter eine wichtige Rolle. Fehlen der Schwangeren wichtige Nährstoffe, leidet auch das Kind an dem Mangel. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt deutlich niedriger ist, wenn die Ernährung stimmt.
Da Schwangere über eine normale Ernährung meist nicht die empfohlenen Mengen (vor allem Folsäure = 600 Mikrogramm) erreichen können, ist es wichtig entsprechende Präparate einzunehmen. Eine sinnvolle Vorbeugung um den Mehrbedarf an Nährstoffen in der Schwangerschaft und Stillzeit zu decken ist die tägliche Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels.
BabyCare-Teilnehmerinnen sollten auf die Ergebnisse der BabyCare-Ernährungsanalyse achten, damit sie genau die Vitamine und Mineralstoffe supplementieren, die durch die normale Ernährung nicht ausreichend vorhanden sind. Auch in der BabyCare-Rezeptbroschüre können Schwangere Rezepte für eine optimierte Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen während der Schwangerschaft finden.
Aber! Bevor Schwangere irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, sollten sie immer mit ihrem Arzt darüber sprechen.
12. August 2010
Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, umso umfangreicher wird der Bauch und umso schwieriger kann es sein, eine entspannende Liegeposition zu finden. Viele Frauen, die normalerweise gern auf dem Bauch liegend oder in Rückenlage schlafen, müssen nun neue Schlafposition ausprobieren. Am besten ist es, wenn Sie sich bereits in den ersten Monaten der Schwangerschaft die Seitenschlafposition angewöhnen, denn diese wird am Ende am bequemsten sein. Ein geeignetes Hilfsmittel für die gute Seitenlage kann ein Seitenschläferkissen, ein normales Kissen bzw. eine zusätzliche Decke oder ein Stillkissen sein, die Sie zwischen den Beinen einrollen.
Schlafexperten empfehlen, auf der linken Seite zu schlafen, denn diese Lage fördere die Blut- und Nährstoffversorgung des Ungeborenen sowie der Gebärmutter und der Nieren.
Sie sollten auch nicht über einen längeren Zeitraum auf dem Rücken liegen, denn durch das Gewicht und die Lage des Kindes können Blutgefäße (die untere große Hohlvene) vorübergehend abgeklemmt werden. Kommt dies vor, ist das zunächst harmlos, Sie müssen sich dann einfach anders lagern.
Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Schlaf!
5. August 2010
Viele Schwangere stellen sich die Frage, was mit ihrem Urlaubsanspruch während der Elternzeit passiert. Dieser Beitrag soll Licht ins Dunkel bringen!
Der Arbeitgeber kann den Erholungsurlaub, welcher der Arbeitnehmerin für das Urlaubsjahr aus dem Arbeitsverhältnis zusteht, für jeden vollen Kalendermonat, für den die Arbeitnehmerin Elternzeit nimmt, um 1/12 kürzen. Ausnahme: die Arbeitnehmerin ist weiterhin in Teilzeit beschäftigt.
Wurde vor dem Beginn der Elternzeit noch nicht der vollständige Urlaub gewährt, so ist der Resturlaub nach der Elternzeit im laufenden oder im folgenden Urlaubsjahr zu gewähren (§ 17 Absatz 2 BEEG).
Endet das Arbeitsverhältnis aber während der Elternzeit oder wird im Anschluss an die Elternzeit nicht fortgesetzt, so ist der noch nicht gewährte Urlaub abzugelten.
Manchmal wurde vor Beginn der Elternzeit auch mehr Urlaub gewährt, als der Arbeitnehmerin zustand. In diesem Fall kann der Arbeitgeber den Urlaub nach der Elternzeit um die zu viel gewährten Urlaubstage kürzen!
Mehr Informationen zum Thema Rechtliche Fragen finden Sie in der BabyCare-Rubrik Wissenswertes.
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