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25. September 2010

Parodontitis

Wussten Sie es? Eine unbehandelte Parodontitis in der Schwangerschaft steht im Zusammenhang mit einem erhöhten Frühgeburtsrisiko!

Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie deshalb besonders auf ihre Mundgesundheit achten und die empfohlenen Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt zweimal während der Schwangerschaft unbedingt wahrnehmen. Entzündungen im Mundraum treten bei ca. 40% – 80% aller Schwangeren auf. Ein typisches Anzeichen für eine Entzündung ist Zahnfleischbluten, das besonders beim Putzen der Zähne auftritt.

Am besten sollte bei Kinderwunsch die Mundgesundheit schon vor der Schwangerschaft kontrolliert bzw. hergestellt werden. Liegt eine Parodontitis oder deren Vorstufe, eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis), vor, kann der Zahnarzt durch geeignete Behandlungsmethoden die Krankheit therapieren. In der Regel besteht die Therapie aus professionellen Zahnreinigungen und gegebenenfalls der Säuberung von Zahnfleischtaschen. Je früher dies geschieht, desto besser.

Darüber hinaus sollten Sie auf eine besonders sorgfältige und regelmäßige Zahn- und Mundhygiene zu Hause achten. Auch dabei kann Ihr Zahnarzt wertvolle Tipps zur Pflege von Zähnen und Zahnfleisch sowie für die Verwendung und Handhabung spezieller Prophylaxe-Hilfsmittel geben.

Fragen Sie am besten Ihren Zahnarzt oder lesen Sie mehr dazu in Ihrem BabyCare-Handbuch.

16. September 2010

Eisen

Wichtig um einem Mangel vorzubeugen, ist eine ausgewogene, vollwertige Ernährung. Die empfohlene Eisenzufuhr für Schwangere beträgt 30 mg.

Besonders viel Eisen enthalten Fleisch, Innereien, Gemüse und Hülsenfrüchte. Gleichzeitig verzehrte Lebensmittel und Säfte, die Vitamin C enthalten, verbessern die Eisenaufnahme.

Tipps!
+ 3-4 mal die Woche eine Portion mageres Fleisch
+ Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte wie Linsen oder weiße Bohnen liefern Eisen und andere wertvolle Mineralstoffe
+ Vitamin C hilft bei der Eisenaufnahme. Kombinieren Sie z.Bsp. Müsli mit frischen Früchten oder einem Glas Orangensaft. Auch um die Aufnahme von Eisen aus Gemüse zu erhöhen, sollte zum Essen ein Glas Orangensaft getrunken werden.
+ Keinen Kaffee oder Tee zu eisenreichen Mahlzeiten trinken! Mindestens eine halbe Stunde Abstand halten!
+ Sehr viel Eisen ist auch in Nüssen, besonders Paranüssen, enthalten. Auch Zartbitterschokolade, Leberwurst – (Achtung! Enthält auch viel Vitamin A! In Schwangerschaft nicht zu viel!), Hirse, Mandeln, Sonnenblumen- und Kürbiskerne sind Eisenlieferanten.
+ Viel Calcium und Phosphat ist schlecht für die Eisenaufnahme. Also nicht unbedingt Milch zum Schnitzel!
+ Bei drohendem Eisenmangel Kräuterblutsaft ergänzend einnehmen!

Viel Eisen befindet sich in magerem Fleisch. Gemüse, Obst und Milchprodukte enthalten nur geringe bis mittlere Mengen Eisen, wobei das Eisen aus Gemüse sehr viel schwieriger vom Darm aufgenommen wird.

11. September 2010

Jod

Jod zählt, zusammen mit Eisen und Folsäure, zu den wichtigsten Mikronährstoffen, die eine schwangere Frau auf jeden Fall ausreichend einnehmen sollten. Dies ist deshalb so wichtig, da Schwangere eine erhöhte Menge an Jod benötigen. Nur mit Hilfe von Jod kann in der Schilddrüse ein Hormon produziert werden, das dann den Ablauf des Stoffwechsels steuert. Außerdem wird es für das Wachstum, die Gehirnentwicklung und die Knochenbildung des Babys benötigt. Dabei kann das heranwachsende Kind jedoch nicht das von der Mutter produzierte Schilddrüsenhormon aufnehmen, sondern muss es in der eigenen Schilddrüse selber produzieren. Schon ab der 10 – 12 Schwangerschaftswoche benötigt das ungeborene Kind Jod für die eigene Schilddrüse, um so sein Körperwachstum und die Entwicklung des zentralen Nervensystems voran zu treiben. So erklärt sich dann auch der ansteigende Bedarf an Jod bei Schwangeren, denn schon früh muss die Mutter sowohl sich als auch das Kind ausreichend mit Jod versorgen.

Bei Jodmangel der Mutter ist es wahrscheinlich, dass auch ihr Kind nicht ausreichend mit Jod versorgt wird. Dies kann dann zur Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf) führen und weiterführend auch zu einem niedrigeren Intelligenzquotienten.

Um den Bedarf genügend zu decken, empfiehlt es sich in erster Linie dies durch eine bewusste Ernährung zu tun. Jod kommt z.B. in Meeresfisch, jodiertem Speisesalz und zum Teil auch im Trinkwasser vor. Die meisten Schwangeren erreichen die empfohlenen Mengen an Jod jedoch nicht aus der normalen Ernährung, so dass sie dies durch Ergänzungspräparate ausgleichen müssen. Dazu bietet sich die tägliche, zusätzliche Einnahme von 150 bis 200µg – z.B. in Tablettenform an. Dies sollten sie jedoch vorher am besten noch einmal mit ihrem Arzt besprechen, der sie auch im Bezug auf die Einnahme und Dosierung noch einmal informieren und beraten kann.

2. September 2010

Beleghebammen

Der Begriff Beleghebamme bezeichnet eine selbstständig arbeitende Hebamme, die mit einer oder mehreren Geburtskliniken einen Belegvertrag abgeschlossen hat, oder in einem Krankenhaus mit sog. Belegsystem arbeitet.
Beleghebammen im Belegsystem arbeiten normalerweise im Schichtdienst von Kreißsaal, Wochenstation und/oder Kinderzimmer einer Klinik, ähnlich wie angestellte Hebammen.
Beleghebammen mit Belegvertrag bieten schwangeren Frauen eine Geburtsbegleitung von Anfang bis Ende in der Klinik an, in der sie vertraglich tätig werden dürfen.
Meist ist eine frühzeitige Anmeldung in der Schwangerschaft wichtig, da die Nachfrage nach diesen sehr hoch ist und zudem ein Vertrauensverhältnis zwischen Hebamme und Schwangerer entstehen soll.
Wichtig für Schwangere, die eine Beleghebamme engagieren möchten, alle Hebammenleistungen sind Leistungen der Krankenkasse, für die Dauerrufbereitschaft einiger Wochen rund um den Geburtstermin fällt jedoch in der Regel eine sog. Rufbereitschaftspauschale (der Hebamme) an, die regional unterschiedlich hoch ist und von der Schwangeren selbst finanziert werden muss.

Unter hebammensuche.de finden Schwangere eine geeignete Hebamme in ihrer Nähe.