25. Oktober 2010
Während der Schwangerschaft leistet ihr Körper sehr viel. Durch den wachsenden Bauch wird die Statik völlig verändert, die Wirbelsäule und der Beckenboden werden zunehmend belastet. Auch das Herzkreislaufsystem läuft auf Hochtouren.
Nach der Geburt Ihres Kindes braucht Ihr Körper zunächst Ruhe und Erholung. Genießen Sie Ihr Wochenbett, diese erste Zeit mit Ihrem Baby ist leider sehr schnell vorbei. Für die Rückbildung Ihrer Gebärmutter ist es hilfreich, wenn Sie sich mehrmals täglich für einige Zeit auf den Bauch legen. Bauchschläferinnen können ihre Lieblingsschlafposition wieder einnehmen, wenn die Brust dabei nicht stört.
Belasten Sie sich nicht zu früh zu stark. Besonders Ihr Beckenboden braucht Zeit, um sich zu erholen. Es gibt spezielle Übungen, die schon im frühen Wochenbett gemacht werden können, sobald eventuelle Geburtsverletzungen abgeheilt sind. Weitere Informationen unter www.rueckbildungsgymnastik.net oder bei Ihrer Hebamme.
Rückbildungsgymnastik hilft Ihnen dabei, Ihren Beckenboden zu stabilisieren, wieder Kraft und Stabilität zu erlangen und zurück zu alter Form zu finden. Viele Hebammen geben Rückbildungsgymnastikkurse. Da diese Kurse oft heiß begehrt und schnell ausgebucht sind, sollten Sie sich frühzeitig anmelden.
Die Kosten für den Kurs werden nur dann von den gesetzlichen Krankenkassen getragen, wenn der Kurs bis zum Ende des neunten Monats nach der Geburt abgeschlossen ist. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen bis zu 10 Stunden Rückbildungsgymnastik.
Christine Niersmann ist freiberufliche Hebamme in Kerken NRW und beschäftigt sich seit über 20 Jahren sehr intensiv mit der Thematik Beckenbodentraining und Rückbildungsgymnastik. Sie ist Autorin mehrerer DVD´s zum Thema und Referentin in der Hebammenfortbildung.
Mehr Infos unter: www.christine-niersmann.de
18. Oktober 2010
Ein Beitrag unseres Kooperationspartners jucknix.de – Das Neurodermitis Portal:
Die Hautkrankheit der Neurodermitis ist chronisch und nicht ansteckend, sie tritt in Schüben auf und ist mit sehr trockener Haut und starkem Juckreiz, vor allem in Armbeugen und Kniekehlen, verbunden.
Symptome der Neurodermitis sind meist rote, schuppende und nässende Ekzeme auf der Haut. Diese Symptome treten meist schubweise auf. Viele Neurodermitiker leiden zudem unter Allergien und Heuschupfen, die sich wechselseitig bedingen und verstärken können. Der Juckreiz an den Ekzem befallenen Stellen stellt meist die signifikanteste Einschränkung der Lebensqualität im Alltag dar.
Sowohl erbliche Faktoren wie auch Umwelteinflüsse werden heute als wesentliche Ursachen der Krankheit gesehen. Daher spricht man auch von einer multifaktoriellen Krankheit – unterschiedliche Auslöser spielen beim Entstehen der Krankheit eine Rolle.
Insbesondere die Vererbbarkeit der Neurodermitis lassen bei jungen Paaren mit Kinderwunsch die Frage aufkommen, wie wahrscheinlich eine Übertragung der Neurodermitis von Vater oder Mutter auf das Baby ist. Studien belegen dazu, dass, wenn ein Elternteil unter Neurodermitis leidet, die Wahrscheinlichkeit ein Baby mit Neurodermitis zu bekommen, in etwa um den Faktor zwei höher ist. Haben beide Eltern eine Veranlagung zu Neurodermitis, ist die Wahrscheinlichkeit sogar drei Mal höher.
Aber kann dies ein Grund sein, sich gegen Nachwuchs zu entscheiden? Wir meinen „nein“! Denn auch wenn die Krankheit der Neurodermitis heute noch nicht als heilbar, sondern lediglich „nur“ als behandelbar gilt, gibt es doch vielfältige Möglichkeiten, während und nach der Schwangerschaft, die Symptome und die Intensität der Neurodermitis beim Neugeborenen weitestgehend einzudämmen.
Die werdende Mutter sollte bereits in der Schwangerschaft mit einem Facharzt besprechen, auf welche Nahrungsmittel sie verzichten sollte. Denn Nahrungsmittelallergien und Neurodermitis stehen in engem Zusammenhang. Eine starke Reduzierung der täglichen Nahrungsversorgung wird jedoch meist nicht empfohlen, um das Kind keiner Mangelernährung auszusetzen. Unterschiedliche Studien konnten zudem eine positive Wirkung durch die vorgeburtliche Zuführung von Probiotika belegen. Sie wirken sich positiv auf die Darmflora und das Immunsystem der Mutter und damit auch auf das Baby aus. So reduzieren sich die Häufigkeit und die Intensität der Krankheit in den ersten zwei Lebensjahren des Kindes deutlich. Da es am Markt eine Fülle von Probiotika-Produkten gibt, die hinsichtlich der beinhalteten Bakterienstämme (Probiotika sind nichts anderes als Milchsäurebakterien) sehr unterschiedlich sind, sollte die Einnahme auf jeden Fall mit dem Frauenarzt besprochen werden.
Nach der Geburt sollte so lang wie möglich gestillt werden, der Säugling wird damit so spät wie möglich potenziellen Allergenen ausgesetzt, Mediziner empfehlen mindestens 6 Monate. Falls die Mutter nicht in der Lage ist, über einen langen Zeitraum zu stillen, kann der Säugling mit hypoallergener Säuglingsnahrung gefüttert werden.
Sehr konsequent sollte Nikotin, durch aktives und passives Rauchen, gemieden werden, sowohl während der Schwangerschaft als auch danach. Das gleiche gilt für den Konsum von Alkohol.
Falls die Eltern auf Hausstaubmilben allergisch reagieren – dies ist bei vielen Neurodermitikern der Fall – sollten sämtliche Maßnahmen getroffen werden, um die Milbenintensität in den eigenen vier Wänden zu reduzieren. Hausstaubmilben ernähren sich von menschlichen Hautschuppen und leben in Betten und Teppichen sowie auf Polstermöbeln und Gardinen. Der Kot der Milben verteilt sich als feiner Staub in der Luft und führt beim Einatmen zu allergischen Reaktionen und einer Verschlechterung der Neurodermitis. Zu den präventiven Maßnahmen gehören in diesem Zusammenhang das regelmäßige Waschen der Bettwäsche, das regelmäßige Lüften der Wohnung sowie, wenn möglich, das Entfernen von Teppichböden.
Auch die Konfrontation mit Tierhaaren sollten auf ein Minimum reduziert werden. Häufige Allergieauslöser sind Hunde-, Katzen- und Pferdehaare.
Abschließend ist zu sagen, dass Neurodermitis eine Kinder- und Jugendkrankheit ist. Sie verliert sich meist mit zunehmendem Alter. Auch aus diesem Grund kann eine Neurodermitisveranlagung bei den Eltern niemals ein Grund sein, sich gegen Nachwuchs zu entscheiden.
Weitere Informationen zu Neurodermitis bei Babys finden sich bei unserem Kooperationspartner unter http://jucknix.de/neurodermitis-baby-symptome.
11. Oktober 2010
Zur optimalen Zahnpflege während der Schwangerschaft gehören neben der richtigen Putztechnik und den Hilfsmitteln (Zahnbürste, Zahnpasten, Zahnseide) auch folgende Grundregeln:
- regelmäßige Zahnreinigung = mindestens 2 x täglich Zähneputzen, optimal 3 x täglich
- Zähne drei Minuten lang putzen
- putzen Sie mit mäßigem Anpressdruck (nicht der feste Druck fördert die Reinigung, sondern Putztechnik und Dauer)
- Zähne putzen nach dem Frühstück (die Reinigung vor dem Frühstück hat keinen langen Reinigungseffekt), denn Verbleiben Essensreste länger als 10 Minuten nach dem Essen auf den Zähnen, wird die Kariesentstehung stark begünstigt.
- Zähne putzen abends nach der letzten Nahrungsaufnahme
- Nehmen Sie nicht über den Tag verteilt immer wieder kleinere Zuckermengen zu sich. Dies führt zu einer permanenten Säurebelastung Ihrer Zahnflächen. Genießen Sie lieber einmal täglich eine größere Portion Süßes und reinigen Sie danach Ihre Zähne.
- alle 6 bis 8 Wochen eine neue Zahnbürste kaufen
- Einsatz fluoridhaltiger Zahnpasta
- Reinigen Sie eventuell vorhandenen herausnehmbaren und festsitzenden Zahnersatz oder kieferorthopädische Geräte in dafür vorgesehener Art und Weise
Lassen Sie sich auch von Ihrem Zahnarzt die für Sie geeignete Putztechnik demonstrieren und vergessen Sie nicht die regelmäßigen Vorsorgetermine wahrzunehmen!
4. Oktober 2010
Schon zu Beginn der Schwangerschaft sollten Sie zum Zahnarzt gehen, damit dieser Ihre Zähne kontrollieren und eventuell vorhandene Karies entfernen kann. Er wird Sie auch über individuelle Risikofaktoren informieren und Sie über Vorbeugemaßnahmen beraten. Achten Sie auch auf eine ausreichende und gute Mundhygiene.
Das Sprichwort: Jedes Kind ein Zahn muss bei Ihnen nicht wahr werden.
Unter dem Einfluss des erhöhten Östrogenspiegels während der Schwangerschaft können Mundschleimhautentzündung (Schwangerschaftsgingivitis), Mundschleimhautwucherungen (Schwangerschaftsepulitiden) oder eine erhöhtes Kariesrisiko auftreten.
In Folge der hormonellen Veränderungen einer Schwangerschaft, kann eine verstärkte Speichelbildung auftreten und der Speichel ist meist auch säurehaltiger. Wenn Sie schon Probleme mit kariösen Zähnen haben, dann kann es durch den veränderten Speichel zu vermehrtem Auftreten von Karies kommen. Außerdem ist das Zahnfleisch während der Schwangerschaft in der Regel besser durchblutet, so dass es häufiger zu Zahnfleischbluten kommen kann. Auch Wucherungen des Zahnfleisches können auftreten, die durch lokale Faktoren, wie Zahnstein oder Kronenränder hervorgerufen werden. Sowohl die Schwellungen als auch die Wucherungen des Zahnfleisches können recht schmerzhaft sein und sie bluten leicht.
In der zweiten Schwangerschaftshälfte können Schwangere eine sogenannte Schwangerschafts-Gingivitis erleiden. Das Zahnfleisch ist dann gerötet und sehr schmerzhaft, außerdem können sich Ödeme bilden.
Es kann auch sein, dass Ihre Zahnhälse ein wenig empfindlicher geworden sind. Vielleicht ist auch ihr Zahnfleisch empfindlicher. Ein kleiner Tipp bei empfindlichen Zahnhälsen, probieren Sie einmal in der Woche Elmex Gelee, das bekommen Sie nur in der Apotheke. Fragen Sie ihren Zahnarzt!
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