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31. März 2011

Warum Eisen in der Schwangerschaft so wichtig ist…

Eisen gehört zu den kritischen Mikronährstoffen, die besonders in der Schwangerschaft von zentraler Bedeutung sind, da sie nachgewiesen das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt reduzieren. Ein Problem dabei ist jedoch, dass die meisten Schwangeren die empfohlene und auch notwendige Menge an Eisen nicht durch die normale Ernährung aufnehmen.

Der tägliche Bedarf für schwangere Frauen liegt bei 20 mg pro Tag.

Dabei ist Eisen wichtig für alle sauerstoff-transportierenden und -umwandelnden Strukturen in den Körperzellen. Ein Eisenmangel führt zu einer Anämie (Blutarmut). Eine Anämie ist ein Mangel an roten Blutkörperchen, also Hämoglobin, welches den Sauerstoff im Blut transportiert. Sind zu wenige Sauerstoffträger da, ist also die Transportkapazität zu niedrig und es entsteht ein Sauerstoffmangel, welcher Auswirkungen auf den mütterlichen und kindlichen Organismus haben kann.

Symptome für einen Eisenmangel sind bspw. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Luftnot und blasse Haut. Wenn ihnen diese Symptome auffallen, dann sollten sie dies von ihrem Arzt noch einmal überprüfen lassen, um so ein geeignetes Präparat verschrieben zu bekommen.

Eisen kann zusammen mit Vitamin C besser aufgenommen werden. Deshalb sollten Schwangere viel mit Zitrone würzen.

Auch in Ihrem BabyCare-Handbuch erfahren Sie mehr zum wichtigen Thema Eisen.

BabyCare - für eine gesunde Schwangerschaft!

24. März 2011

Kaum fängt der Frühling an ist auch schon die Allergie da…

Die Allergie gegenüber Baumpollen, Graspollen, Tiere (Haustiere und Nutztiere), Schimmelpilze und Hausstaubmilben wirkt sich im Allgemeinen auf das Atmungssystem aus. Die Atemwegs-Allergie kann Niesen, Juckreiz, tränende Augen, Nasenrinnen, ja sogar Asthma auslösen. Heuschnupfen (Rhinitis) und/oder Asthma sind die häufigsten Erscheinungsformen von Atemwegs-Allergien.

Verursacher von Allergien ist die unnötige Produktion von Antikörpern gegen rein natürliche Substanzen in der Umwelt (z.B. Pollen). Das Immunsystem reagiert dabei so, als ob es auf etwas Schädliches reagieren müsste. Warum sich das Immunsystem bei der Erkennung von harmlosen Stoffen irrt, konnte noch nicht festgestellt werden. Sie können aber nur gegen jene Substanzen allergisch werden, denen Sie bereits ausgesetzt waren (= Sensibilisierung). Die Möglichkeit, eine Allergie zu entwickeln, ist eng an Erbanlagen und Umweltbedingungen gekoppelt. Noch ist der Vorgang, durch den eine Allergie vererbt wird, nicht vollständig geklärt. Auch wenn andere Familienmitglieder gegen Pollen allergisch sind, kommt es vor, dass man vollkommen andere Allergien entwickelt (wie z.B. die Hausstaubmilbenallergie).

Ein erhöhtes Allergie-Risiko besteht beispielsweise bei Vererbung:

  • beide Elternteile sind/waren allergisch,
  • ein Elternteil oder ein Geschwisterteil ist/war allergisch.

Oder bei Belastung:

  • man ist (Zigaretten)Rauch ausgesetzt – besonders in früher Kindheit
  • man hat im Wohnbereich viel Kontakt mit Pelztieren – besonders in früher Kindheit
  • es tritt in der nächsten Umgebung eine hohe Konzentration an Allergenen auf, z.B. Hausstaubmilben oder Schimmel(pilze)
  • man wird während der ersten sechs Lebensmonate primär durch Kuhmilch, Eiweiß oder Fisch ernährt.

Allergien behandelt man meist mit Antihistaminika. Falls Sie derartige (oder andere) Medikamente bisher verwendet haben, sollten Sie Ihren Frauenarzt fragen, ob diese während der Schwangerschaft weiterhin eingenommen werden dürfen. Denn von all diesen Substanzen gibt es keine kontrollierten Studien an größeren Kollektiven, welche die Unbedenklichkeit eines dieser Präparate in der Schwangerschaft belegen würden. Aber: Die Plasmakonzentrationen topischer Antihistaminika sind bei empfohlener Dosierung relativ gering, so dass das Sicherheitsprofil für diese Präparate in der Schwangerschaft als günstig zu bewerten ist.

Eine Hyposensibilisierung sollten Sie während einer Schwangerschaft nicht beginnen. Falls Sie aber bereits begonnen haben und diese gut vertragen wird, kann diese auch während einer Schwangerschaft weitergeführt werden. Fragen Sie auch dazu Ihren Frauenarzt.

Mehr zum Thema erfahren Sie auch in Ihrem BabyCare-Handbuch ab Seite 117.

10. März 2011

Individuelle Gesundheitsleistung – Zweit-Trimester-Screening

In der 14+0 bis 19+6 Schwangerschaftswoche kann man durch die kombinierte Auswertung der Laborwerte – AFP, HCG, Östriol und Inhibin A – eine statistische Risikoberechnung für das Vorliegen eines Down-Syndroms oder eines Neuralrohrdefekts erhalten. Mit dem sogenannten Quadruple-Test können 81% der Kinder mit einem Down-Syndrom erkannt werden.

Früher wurde häufig der Triple-Test durchgeführt (ohne Inhibin A). Mit diesem konnten ca. 70% der Kinder mit einem Down-Syndrom erkannt werden.

Sowohl der Erst- wie auch der Zweittrimestertest ergeben lediglich eine Risikoabschätzung. Bei auffälligem Befund muss die Diagnose durch eine Chromosomenanalyse (Chorionbiopsie oder Amniozentese) gestellt werden.

Die Zweit-Trimester-Diagnostik ist darüber hinaus nicht Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien und ist daher eine individuelle Gesundheitsleistung, deren Kosten die Schwangere selbst zu tragen hat, wenn diese Untersuchung gewünscht wird.

Ihr Arzt sollte Sie über die Notwendigkeit einer solchen Untersuchung beraten.

Mehr dazu erfahren Sie auch im BabyCare-Handbuch.

3. März 2011

Individuelle Gesundheitsleistung – Erst-Trimester-Screening

Die Ersttrimester-Diagnostik bietet die Möglichkeit zur Früherkennung von Entwicklungsstörungen des Feten.

Zwischen der frühen 12. und der abgeschlossenen 14. Schwangerschaftswoche werden die Nacktransparenz und zwei Substanzen aus dem mütterlichen Blut gemessen. Dabei handelt es sich um das freie ß-HCG und PAPP A (Pregnancy associated plasma protein A). Durch die Kombination aus Nackentransparenz und Blutuntersuchung ist eine Risikoabschätzung chromosomaler Fehlverteilungen wie des Down-Syndroms zu einem frühen Zeitpunkt möglich. Ein sicherer Ausschluss einer Trisomie ist jedoch nicht möglich.

Die Erst-Trimester-Diagnostik ist darüber hinaus nicht Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien und ist daher eine individuelle Gesundheitsleistung, deren Kosten die Schwangere selbst zu tragen hat, wenn diese Untersuchung gewünscht wird.

Die Kombination der Nackentransparenzmessung mit den Ergebnissen der Blutuntersuchung und dem mütterlichen Altersrisiko verbessert die Erkennungsrate für Trisomie 21. Unter idealen Untersuchungsbedingungen kann in einem pränatalmedizinischen Zentrum eine Erkennungsrate von > 90 % erreicht werden.

Ihr Arzt sollte Sie über die Notwendigkeit einer solchen Untersuchung beraten.

Mehr dazu erfahren Sie auch im BabyCare-Handbuch.