25. Mai 2011
Bis der Auslöser der akuten EHEC-Erkrankungen* gefunden ist, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe Schwangeren besondere Vorsichtsmaßnahmen.
Zunächst einmal gilt es, die bekannten Hygienemaßnahmen zu beachten:
* Kein Verzehr von rohem Fleisch, Tartar, Mettwurst etc.
* Gründliches Reinigen der Hände, aller Flächen und des Küchenwerkzeugs nach Zubereitung von rohem Fleisch.
* Stoffe (Handtücher), die mit rohem Fleisch in Kontakt gekommen sind, sollten bei 60° gewaschen werden.
* Kein Verzehr von Rohmilch oder Rohkäse (auch Frischkäse).
Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass derzeit auch frisches Gemüse, Obst und Salate mit EHEC kontaminiert sind, sollten Schwangere auf frisches, nicht abgekochtes Obst, Gemüse und Salat vorübergehend verzichten. Der Keim stirbt sicher ab, wenn er länger als 10 Minuten über 70° erhitzt wird. Deshalb geht keine Gefahr von Speisen aus, die ausreichend lange gekocht, gebraten, gegrillt oder gebacken wurden.
Diese Empfehlung ist so lange gültig, bis die Ursache der aktuellen Erkrankungswelle geklärt ist und mögliche Übertragungs- und Ausbreitungswege unterbrochen sind. Denn EHEC-Infektionen können schwerste Durchfallerkrankungen und Nierenversagen verursachen, die in der Schwangerschaft das Risiko für eine Fehl- oder Frühgeburt erhöhen.
[*EHEC = Enterohämorrhagische Escherichia coli = Bakterien, die den Darm besiedeln, schweren Durchfall verursachen und ein Blutzellen-zerstörendes Gift absondern.] © DGGG 2011
Achtung! Neue Meldung: Das Robert Koch-Institut warnt wegen des aggressiven EHEC-Darmkeims vor dem Verzehr von Salatgurken, Blattsalaten und rohen Tomaten insbesondere aus Norddeutschland.
19. Mai 2011
Bienen- oder Wespenstiche sind extrem schmerzhaft und können unter Umständen auch wirklich gefährlich werden. Vor allem, wenn Sie eine Allergie gegen das Insektengift haben und der Stich zu stark anschwillt. Dann sollten Sie in jedem Fall den Notarzt rufen, denn wenn Sie eine Allergie haben, kann auch Gefahr für das Baby bestehen.
Normalerweise sind Bienen- bzw. Wespenstiche in der Schwangerschaft nicht dramatisch. Zur Schmerzlinderung haben wir Ihnen einige Tipps zusammengestellt:
- Kühlen Sie den Bienenstich sofort mit kalten Kompressen oder Umschlägen, denn so kann eine zu starke Schwellung verhindert werden und die Schmerzen werden weniger
- Eine Zwiebel halbieren und mit der Schnittfläche auf den Stich legen. Der Saft der Zwiebel wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. So wird verhindert, dass sich der Stich entzünden kann und gleichzeitig wird die Heilung gefördert.
- Auch Essig kann helfen – diesen mit etwas Wasser verdünnt als Kompresse auflegen und die Kompresse erst erneuern, wenn der Essig eingetrocknet ist.
Bei Einstichstellen im Mundraum oder Rachen muss sofort der Notarzt gerufen werden. Denn in diesen Fällen kann das Gift schneller über die Schleimhäute in den Körper gelangen. Dann besteht Erstickungsgefahr.
12. Mai 2011
Eine Schwangerschaft ist kein Grund, sich gar nicht der Sonne auszusetzen. Ganz im Gegenteil: Die Vitamin D-Zufuhr durch die Sonnenstrahlung ist absolut notwendig und wirkt sich außerdem positiv auf die Gemütslage aus.
Aber: Aufgrund der Umstellung der Hormone während der Schwangerschaft neigt die Haut eher zu Pigmentflecken und rötet sich schneller. Benutzen Sie daher hypoallergene Sonnenschutzmittel mit hohem UV-Schutz während der Schwangerschaft.
Schützen Sie Ihren Bauch! Denn die gespannte Haut über dem Babybauch ist jetzt so dünn wie die Haut eines Neugeborenen – nämlich nur ein Drittel so kräftig und widerstandsfähig wie sonst. Tragen Sie eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 20) auf und gehen Sie nicht länger als eine Viertelstunde in die direkte Sonne. Legen Sie zusätzlich ein dünnes Tuch über den Babybauch.
Cremen Sie sich mindestens alle zwei Stunden und nach jedem Baden mit Sonnenschutz ein. Denn der Eigenschutz der Haut hält nur kurze Zeit der Sonne stand (je nach Hauttyp).
Das Gesicht schützen Sie am besten mit einem Hut mit breiter Krempe. Denn es kann auch die sogenannte Schwangerschaftsmaske auftreten: d.h. eine Pigmentstörung, die bei rund der Hälfte aller Schwangeren auftritt. Die scharf begrenzten, bräunlichen Verfärbungen breiten sich schmetterlingsförmig über Stirn, Wangen und Oberlippe aus und werden durch die Sonne noch verstärkt (nach der Geburt verschwinden sie meistens wieder).
Setzen Sie sich auch möglichst nicht der direkten Sonne aus. Suchen Sie sich lieber ein schattiges Plätzchen. Außerdem belastet das den Kreislauf auch weniger. Trinken Sie ausreichend Wasser und Saftschorlen.
5. Mai 2011
Dass moderater Sport in der Schwangerschaft gut ist, wissen sicherlich viele Schwangere. Und nicht nur in der Schwangerschaft – Sport im Allgemeinen erhöht das körperliche Wohlbefinden. Und von den durch die Bewegung entstehenden Glückshormonen profitiert nicht nur die Frau, sondern auch das Ungeborene.
Doch nicht jede Sportart ist für werdende Mütter geeignet. Schwimmen in der Schwangerschaft ist durchaus gesund. Körperhaltung und Beweglichkeit werden verbessert und die Muskulatur wird gestärkt. Außerdem ist beim Schwimmen die Verletzungsgefahr eher gering – so nicht bei Mannschaftssportarten (Volleyball, Handball etc.) oder Sportarten wo die Sturzgefahr hoch ist (Inline-Skaten, Abfahrt-Ski).
Aber beachten Sie:
+ Bevor Sie Schwimmen gehen, sollte sie mindestens 60 Minuten keine Nahrung mehr aufgenommen haben.
+ Passen Sie die sportlichen Betätigung der körperlichen Verfassung und dem Fortschritt der Schwangerschaft an. Hier ist weniger oft mehr!
+ Brust- und Rückenschwimmen sind weniger anstrengend, als Kraulen oder Schmetterlingsschwimmen. Bevorzugen Sie die einfacheren Varianten, um ein vorzeitige Erschöpfung zu vermeiden. Wechseln Sie auch zwischen Brust- und Rückenschwimmen, dann werden nämlich die unterschiedlichen Muskelpartien ausgewogen angesprochen und das Schwimmen wird weniger schnell monoton.
+ Machen Sie einige Aufwärmübungen bevor Sie ins Wasser steigen.
+ Und danach sind entsprechende Dehn- und Abwärmübungen zu empfehlen.
+ Achten Sie auf rutschfeste Schuhe!
+ Trinken Sie ausreichend (Wasser oder Obstsäfte).
Auch in Ihrem BabyCare-Handbuch erfahren Sie mehr zum wichtigen Thema Sport.
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