7. Oktober 2011
Dass Muttermilch die perfekte Nahrung für Ihr Neugeborenes ist, wissen Sie ja schon…aber etwa ab dem 6. Lebensmonat reicht Muttermilch alleine nicht mehr aus!
Aber wann genau kann bzw. soll man mit der Einführung von Beikost beginnen? Dazu sind Experten geteilter Meinung! So empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund das Anbieten von Beikost ab dem vollendeten 4. Lebensmonat. Die WHO empfiehlt jedoch die Einführung bei Beikost nach dem vollendeten 6. Lebensmonat. Um den tatsächlich richtigen Zeitpunkt der Einführung von Beikost zu ermitteln, der individuell unterschiedlich sein kann, ist die Beobachtung folgender Beikostreifezeichen unabdingbar:
+ der Zungenstreckreflex hat sich bereits verloren
+ aktive Sitzbereitschaft
+ aktives Interesse an Essbarem
Der Übergang von der Muttermilch zu normaler Kost sollte behutsam, Schritt für Schritt erfolgen. Beginnen Sie mit einem Löffelchen und stillen Sie ihr Kind weiter, so lange Sie und Ihr Kind das wollen. Zu Beginn der Beikosteinführung reichen kleine Mengen an fein pürierter Beikost (2-3 Teelöffel) aus, die nach und nach erhöht werden sollten. Bis zum Ende des 1. Lebensjahres sollte Ihr Baby im Familienrhythmus essen (Frühstück, Mittag, Abendbrot).
Mehr zum Thema Beikost finden Sie auch unter www.gesundinsleben.de
29. September 2011
Ab der 28. Schwangerschaftswoche kann der Fötus riechen, einen Monat später reagiert dieser bereits auf Geschmacksveränderungen!
Bereits während der Schwangerschaft – im Mutterleib – beginnt die Geschmacksprägung eines Kindes, gesteuert durch das Essen der Mutter. Das ist eine große Chance, die Basis für eine lebenslang gesunde Ernährung zu legen. Aber kaum jemand weiß davon…
Der menschliche Geschmackssinn entwickelt sich durch Training, der Geschmack selbst verändert sich ein Leben lang. Die grundlegende Ausrichtung wird jedoch in der Schwangerschaft gelegt. D.h. wer im Bauch der Mutter vielfältige Geschmackserlebnisse macht, lässt sich später leichter auf neue, ungewohnte Nahrungsmittel ein. Auch wer während der Schwangerschaft gesund ernährt wurde, greift später eher zu gesundem Essen.
Eine Versuchsreihe mit Ratten (London, 2007) bestätigt dieses. Eine andere Studie (2001) belegt, dass früheste Geschmackserlebnisse von Kindern nicht vergessen werden, denn Säuren, Bitterstoffe und Aromen hinterlassen Geschmacksspuren im Fruchtwasser.
Wer also schwanger ist, sollte doppelt so gut essen…aber nicht doppelt so viel! Doppelt so viel Obst und Gemüse, dafür noch halb so viel Schokolade. Denn das Ungeborene benötigt zum Wachsen ausgeogenes und gesundes Essen.
Alle Säuglinge eint eine genetisch angelegte Vorliebe für Süßes. Bitteres lehnen Säuglinge zunächst ab. Salzig und Sauer lernt ein Kind erst mit der Zeit kennen. (Quelle: Beilage Hamburger Abendblatt – Kinder – September 2011)
26. April 2011
Hat der Osterhase Ihnen auch reichlich Eier beschert? Tatsächlich fragen sich viele Schwangere ob und wie viele Hühnereier sie überhaupt essen dürfen.
Auf keinen Fall sollten Sie Eier von Ihrem Speiseplan streichen. Hart gekochte Eier, Kuchen oder durchgegartes Rührei und andere Eierspeisen sollten gegessen werden. Denn Eiweiße und Proteine sind die wichtigsten Bausteine für menschliche Zellen (Eisen, B-Vitamine) und Bestandteil von Enzymen und Hormonen. Der wachsende Körper des Kindes benötigt unbedingt tierisches und pflanzliches Eiweiß.
Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat erhöht sich sogar der tägliche Bedarf von etwa 50 Gramm auf 60 Gramm am Tag. Eier, mageres Fleisch und Fisch liefern das tierische Eiweiß, ungeschälter Reis, Hülsenfrüchte und Gemüse das pflanzliche.
Wenn Sie keine Probleme mit Ihrem Cholesterin Spiegel haben, dann dürfen Sie also zugreifen. Auf Ihrem Speiseplan sollten aber wöchentlich höchstens drei frische Eier stehen. Darin enthalten sind auch Eier, die in Kuchen oder Mehlspeisen verarbeitet wurden.
Achten Sie auch auf eine kühle Lagerung der Eier und verzehren Sie diese direkt nach der Zubereitung.
Achtung bei rohen Eiern!
Tatsächlich sollten werdende Mütter nur rohe Eier, nicht durchgegarte Eier (weiche Eier, Spiegeleier und Speisen wie Tiramisu) wegen des erhöhten Salmonellen- und Toxoplasmoserisikos meiden.
Auch Schokoladeneier dürfen Sie genießen, denn 1-3 Stückchen Schokolade am Tag sind sogar gesund. Schokolade enthält das Glückshormon Seratonin und dessen gute Eigenschaften wirken sich auf den Nachwuchs aus. Aber denken Sie daran: Geben Sie der Versuchung nicht zu sehr nach, denn sonst landen die Extra-Kalorien auf den Hüften.
18. April 2011
Spargel enthält vor allem die Vitamine A, C und E sowie mehrere B-Vitamine, z.B. auch Folsäure. Bereits eine normale Portion täglich liefert wesentliche Teile unseres täglichen Bedarfs an diesen Vitaminen.
Außerdem begünstigen die verschiedenen Ballaststoffe im Spargel gesunde Schleimhäute und haben einen positiven Effekt auf die Darmträgheit.
Die im Spargel enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe: Glykoside, Flavone und Saponine wirken gesundheitsförderlich auf den Körper. Vor allem die Saponine sind hervorragend zum Entgiften und Ausschwemmen von Schadstoffen, z. B. Schwermetallen geeignet.
Die im Spargel enthaltene Aminosäure Asparagin spielt im Harnstoffzyklus eine wichtige Rolle und wirkt harntreibend. Deshalb wird Spargel gern gegessen, um die Nierentätigkeit anzuregen. Bei chronischen Harnwegsinfektionen oder einer Reizblase kann Spargel Wunder wirken. Nur chronisch Nierenkranke sollten sich beim Verzehr größerer Mengen von Spargel zurückhalten, da er die Nieren zusätzlich reizen kann.
Auch Schwangere können Spargel genießen. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine Anhaltspunkte, dass der Verzehr von Spargel der Gesundheit des Babys schaden könnte. Denken Sie aber daran, dass Sie sich so abwechslungsreich wie möglich ernähren. Essen Sie also neben Spargel auch andere Gemüsesorten.
Guten Appetit!
11. April 2011
Dass in der Schwangerschaft ein wesentlich höherer Eisenbedarf besteht, bekommen viele Schwangere bereits bei Ihrem/Ihrer Frauenarzt/Frauenärztin gesagt. Aber viele Schwangere nehmen tatsächlich zu wenig Eisen auf.
Häufige Symptome bei Eisenmangel sind neben Müdigkeit, allgemeiner Verminderung der körperlichen und geistigen Leistungskraft, auch Schwäche, Nervosität, blasse und spröde Haut und brüchige Fingernägel. Eine eindeutige Diagnose kann allerdings nur der Arzt anhand einer Blutuntersuchung stellen.
Aber was können Sie tun, um eine gute Eisenversorgung sicher zu stellen?
Eisen ist in unterschiedlichen Mengen vertreten in:
- Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel
- Fisch
- pflanzliche Nahrung (Hülsenfrüchte, Getreidemehl, getrocknete Früchte, grünes Blattgemüse, Kartoffeln und Wurzelpflanzen)
- Früchten
- aber auch Leber und Ei
Vor allem Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte wie Linsen, weiße Bohnen und rotes Gemüse und Früchte liefern Eisen. Mageres Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Spinat gelten ebenso als gute Eisenlieferanten. Trinken Sie rote Säfte z.B. Holunder, Johannisbeeren und Trauben oder essen Sie Gemüse wie Rote Beete, Spinat, Rosenkohl oder Hülsenfrüchte.
Da der Körper Eisen nicht ohne Zuhilfenahme bestimmter anderer Stoffe, z.B. Vitamin C aufnehmen kann, sollten Sie zu jeder Mahlzeit einen frisch ausgepressten Orangensaft trinken.
In manchen Fällen wird Ihr Arzt ggf. ein Eisenpräparat verordnen. Denken Sie aber daran, während der Schwangerschaft sollten Sie nicht ohne die Absprache mit dem behandelnden Arzt Präparate jeglicher Art einnehmen.
Auch in Ihrem BabyCare-Handbuch erfahren Sie mehr zum wichtigen Thema Eisen.
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