30. Januar 2012
Während der Schwangerschaft ändern sich viele Gewohnheiten und Vorlieben, so bleibt auch das Sexualleben nicht davon verschont.
Bei einigen Frauen verstärkt sich das Verlangen nach Geschlechtsverkehr während der Schwangerschaft, in der Regel nimmt das Verlangen jedoch ab. In den ersten nicht einfachen Wochen der Schwangerschaft steigt der Wunsch nach Zärtlichkeit, nach Schmusen oder nach liebevollen Massagen und somit das Bedürfnis nach emotionaler Unterstützung.
Das Verlangen nach Geschlechtsverkehr hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Länge der Partnerschaft, der beruflichen Belastung und vor allem von den Schwangerschaftsbeschwerden. Laut einer Umfrage halbiert sich nahezu der Stellenwert der Sexualität in der Schwangerschaft.
Diese Veränderung kann nicht immer einfach sein und kann zu Enttäuschungen sowie Konflikten führen.
Deswegen ist der beste Rat für ein Paar in dieser Lebenslage: Kommunizieren Sie! Es ist wichtig, sich über seine Gefühle und Erwartungen auszutauschen und die Probleme oder Konflikte nicht zu verdrängen. Dies gilt natürlich nicht nur für den Bereich der Sexualität.
Im letzten Drittel wird es meist beschwerlich für die Schwangere beim Geschlechtsverkehr die Rückenlage, die am meisten bevorzugte Stellung, einzunehmen. Dann sind Stellungen zu empfehlen, bei denen die Frau dem Mann den Rücken zuwendet, in der Seitenlage, im Liegen, Sitzen oder Knien. Auch Befriedigung durch Masturbation, Petting und Oralgenitalverkehr ist ebenfalls möglich.
Früher warnten Ärzte vor Geschlechtsverkehr während der Schwangerschaft. Diese Ansicht ist jedoch längst überholt. Aus heutiger medizinischer Sicht gibt es keinen Grund, mit dem Sex aufzuhören. Die Sorge, dass dadurch die Fruchtblase verletzt werden könnte, ist unbegründet und Untersuchungen bestätigen, dass es keinen Zusammenhang mit der Häufigkeit des Sexualverkehrs und Frühgeburten gibt.
Schwangere, bei denen es zu Komplikationen kommt oder bei denen die Gefahr einer Fehl- bzw. Frühgeburt besteht, sollten während der Schwangerschaft jedoch auf Sex verzichten.
Bei fast der Hälfte aller Paare ist die sexuelle Beziehung nach der Geburt eines Kindes dieselbe wie davor, bei manchen wird sie sogar besser.
23. Januar 2012
Von der Hanseatische Krankenkassen HEK gibt es jetzt eine neue APP, sowohl für iPhones als auch für Android Smartphones, die viele Informationen für die gesamte Schwangerschaft bietet. Hier können Sie Infos zu jeder Schwangerschaftswoche abrufen, sich über alle Vorsorgetermine informieren und sich auch an die jeweiligen Termine erinnern lassen sowie einen eigenen Schwangerschaftskalender führen, in den Sie auch die Vorsorgetermine eintragen können. Über die APP können Sie auch das BabyCare-Programm bestellen.
Das App kann jederzeit kostenlos heruntergeladen werden, auch wenn Sie nicht bei HEK versichert sind.
Weitere Informationenfinden Sie hier: HEK Schwangerschaftsapp.
19. Januar 2012
Am 16.01.2012 war das Hauptthema in der aktuellen Ausgabe des “Spiegels” (03/16.01.2012) die Vitaminversorgung in Deutschland.
Wer diesen Artikel nun gelesen hat, stellt sich vielleicht die Frage „Warum nehme ich überhaupt noch Vitaminpräparate zu mir?“. Denn die Empfehlung lautet >>Finger weg von Vitaminpräparaten<<.
Dies mag vielleicht für gesunde Menschen gelten. Keinesfalls gilt dies aber für Schwangere, die bei nicht wenigen Mikronährstoffen einen Zusatzbedarf haben.
Im Rahmen unseres BabyCare Programms haben wir über 20.000 Ernährungsdaten von Teilnehmerinnen gesammelt. Diese Daten zeigen ganz klar, dass Schwangere selbst durch eine besonders bewusste Ernährung die erforderlichen Zufuhrmengen bestimmter Mikronährstoffe nicht erreichen. Augenmerk wird hierbei auf die ausreichende Versorgung mit Eisen, Folsäure, Vitamin C und eben auch Vitamin D gelegt.
Nun hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) den täglichen Vitamin D Bedarf zum 01.01.2012 von 5 Mikrogramm auf 20 Mikrogramm und somit um das vierfache angehoben. Vor Erhöhung der aufzunehmenden Menge Vitamin D hatten schon in etwa 50% der Frauen Probleme ausschließlich durch die Nahrung die empfohlene Menge zu sich zu nehmen. Durch die neue Regelung erreicht nun praktisch keine Frau, weder vor noch in der Schwangerschaft, die empfohlene Menge.
Wird der Vitamin D Bedarf in der Schwangerschaft nicht gedeckt, kann dies zu einem geringeren Geburtsgewicht des Kindes führen. Auch weitere Komplikationen können nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Speziell für Sie als werdende Mutter empfehlen wir sich zum einen selbstverständlich gesund und bewusst Vitaminreich zu ernähren, aber mit ärztlicher Absprache auch besonders wichtige Vitamine und Mikronährstoffe zu sich zu nehmen, um Ihnen und Ihrem Kind nicht zu schaden. Wie gut Sie bereits mit Mikronährstoffen versorgt sind lässt sich zunächst durch eine Ernährungsanalyse erkennen. Einen Schnelltest können Sie auch auf unserer Homepage machen: Ernährungscheck
Bleiben Ihnen aber dennoch Zweifel, sollten Sie eine Blutanalyse in Erwägung ziehen. Informieren Sie sich dazu bei Ihrer Ärztin/ Ihrem Arzt.
Vitamin D findet sich vor allem in den folgenden Lebensmitteln:
• Aal
• Hering
• Forelle
• Pflanzenmargarine
• Hühnerleber
• Rinderleber
• Champions
• Steinpilze
• Eier
• Schlagsahne
• Gouda
• Emmentaler
Weitere interessante Informationen auch zu anderen Vitaminen finden Sie auf unserer Homepage im FAQ-Bereich.
Eine Liste von Vitamin D-haltigen Nahrungsmittel finden sie auf der Internetseite www.vitalstoff-lexikon.de
Die aktuelle Pressemitteilung zum Bericht in „Der Spiegel“ von Herrn Dr. Wolf Kirschner (Leiter der Evaluationsforschung der FB+E GmbH) finden Sie hier.
16. August 2011
Der Partner spielt während der Schwangerschaft und natürlich danach eine sehr große Rolle. Er begleitet seine Partnerin durch die gesamte Schwangerschaft und ist somit an allem beteiligt, was die Veränderungen im Körper der Frau angeht. Daraus ergibt sich, dass es für den Mann nicht immer einfach ist, sich in die Gefühle der Partnerin hineinversetzen zu können.
Die Frau übernimmt zwar die körperlichen Belastungen der Schwangerschaft, die dem Mann erspart bleiben, was aber nicht heißt, dass der werdende Vater ganz verschont bleibt. Auch er sucht nach Antworten auf seine Fragen und hat Angst vor einer neuen Situation, der er eventuell nicht gewachsen ist. Er fragt sich, ob er denn die Rolle des Vaterseins meistern wird, ob er dieser überhaupt gerecht werden kann. Diese psychischen Belastungen führen häufig dazu, dass auch Männer in der Zeit der Schwangerschaft über körperliche Beschwerden klagen.
Während die Mutter von Beginn der Schwangerschaft durch die ständige körperliche Nähe zum Kind eine gute Bindung zu diesem aufbauen kann, fällt es dem Partner oft ein bisschen schwerer. Von daher kann es nur von Vorteil sein, wenn beide Partner gemeinsam an diversen Veranstaltungen bezüglich des neuen Familienmitgliedes teilnehmen. Elterngespräche, Schwangerengruppentreffen und Geburtsvorbereitungskurse sind nur ein kleiner Auszug aus den zahlreichen Möglichkeiten, die beide Partner wahrnehmen können. So können sich beide werdenden Eltern mit eben dieser Rolle als zukünftige Mutter und Vater vielleicht stärker identifizieren und sich gezielt darauf vorbereiten.
Lesen Sie mehr zu “Der Rolle des werdenden Vaters” im BabyCare-Buch.
20. Juli 2011
Es gibt Schwangerschaftsanzeichen, die oft schon vor dem Ausbleiben der Periode auf eine Schwangerschaft hindeuten:
+ Verändertes Essverhalten – Plötzlich auftretender Heißhunger auf ungewöhnliche Speisenkombinationen -saure Gurke mit Sahne – kann ein Schwangerschaftsanzeichen sein.
+ Übelkeit: Ein Anzeichen für eine Schwangerschaft kann es sein, wenn allein der Gedanke an Essen ein Würgen auslöst aber auch Erbrechen kann für eine Schwangerschaft sprechen.
+ Veränderung der Brust – Viele Frauen bewegt auch das Gefühl geschwollener und spannender Brüste dazu, einen Schwangerschaftstest zu machen. In der Schwangerschaft verändern sich die Brüste durch den Hormonanstieg im Körper auffällig: Sie werden zunehmend empfindlicher gegenüber Berührungen.
+ Eine dunkle Verfärbung der Haut um die Brustwarzen herum.
+ Müdigkeit – Bleierne Müdigkeit und Erschöpfung sind die häufigsten Schwangerschaftsanzeichen. Während der ersten vier Monate ist der Körper schwer damit beschäftigt, das „Versorgungswerk” für das Neugeborene, die Plazenta, aufzubauen. Diese körperliche Höchstleistung ist enorm anstrengend.
+ Häufiger Toilettengang als Schwangerschaftsanzeichen
In der Früh-Schwangerschaft (ab der 6. Schwangerschaftswoche) bemerken zudem fast alle Schwangeren, dass sie häufiger zur Toilette müssen. Das ist vor allem auf das vermehrt im Körper produzierte Progesteron zurückzuführen, das eine entspannende Wirkung auf die Blasenmuskulatur hat. Die verstärkte Durchblutung regt die Nierentätigkeit an, so dass mehr Urin produziert wird.
Die sichersten Schwangerschaftsanzeichen gehen vom Ungeborenen selbst aus. Dazu gehören die kindlichen Herztöne und die Erhöhung der Körpertemperatur (Basaltemperatur) kurz nach dem Aufwachen. Gewöhnlich liegt sie bei 36 bis 37,5 Grad. Kurz vor dem Eisprung steigt sie um circa 0,5 Grad an. Bei einer Schwangerschaft bleibt die Temperatur auf dem erhöhten Niveau.
Das deutlichste Schwangerschaftanzeichen ist das Ausbleiben der Regel.
Bei manchen Frauen ist es aber auch nur „so ein Gefühl”. Sie ahnen, dass „es” passiert ist. Spätestens mit einem Schwangerschaftstest haben sie das Ergebnis dann aber schwarz auf weiß.
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