2. April 2012
Verliert eine Frau in jeder Schwangerschaft einen Zahn? Dieser Mythos ist weit verbreitet und was wirklich dahinter steckt, haben wir einmal für Sie herausgefunden.
In der Vergangenheit scheint dieser Spruch wahr gewesen zu sein, aber heutzutage ist die Medizin so weit fortgeschritten, dass man dem Zahnverlust entgegenwirken kann. Was jedoch stimmt, schwangere Frauen tendieren häufiger dazu, an Zahnerkrankungen zu leiden. Durch den veränderten Hormonhaushalt (Erhöhung des Progesterons) und der Erweiterung der Gefäße, kommt es zu Zahnfleischblutungen oder auch zu Parodontitis. Neben der Umstellung des Hormonhaushaltes, verändert sich oft auch das Essverhalten der Schwangeren. Sie greifen zu mehr süßen und sauren Nahrungsmitteln, welche Karies verursachen können. Auch das Erbrechen, was viele schwangere Frauen betrifft, kann sich negativ auf die Zähne auswirken. Die aufkommende Magensäure in der Mundhöhle kann Schäden an den Zähnen verursachen.
Es ist also sehr wichtig, speziell während der Schwangerschaft auf die Mundhygiene zu achten. Vor allem aber auch, weil Parodontitis Folgen für die Gesundheit des Ungeborenen haben kann. Man geht davon aus, dass die Rate von Frühgeburten und untergewichtigen Babys sieben Mal höher ist, wenn die Mütter an Parodontitis erkrankt sind.
Sollte eine Frau feststellen, dass sie schwanger ist, wäre es ratsam eine Zahnärztin/einen Zahnarzt aufzusuchen, um zum Beispiel eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen oder eine Beratung über Ernährungsrisiken zu erhalten.
Wichtige Informationen für eine Schwangere in Bezug auf ihre Zahngesundheit:
- Aufsuchen der Zahnärztin/des Zahnarztes
- Zähne putzen nach jeder Mahlzeit mit einer weichen Zahnbürste
- jeden Tag Behandlung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide
- trotz Übelkeit sollten Zähne vorsichtig geputzt werden
- nach Erbrechen ist es wichtig die Zähne zu putzen, allerdings zunächst den Mund mit Wasser oder Milch ausspülen
- auf die Ernährung achten, das heißt süße und saure Nahrungsmittel nach Möglichkeit nur in Maßen zu essen
- Karies kann auf das Kind übertragen werden, da es eine Infektionskrankheit ist, deshalb ist eine professionelle Behandlung erforderlich
Das schwangere Frauen pro Kind ein Zahn verlieren, bleibt also nur ein Mythos, wenn sie ausreichend Wert auf die Hygiene ihrer Zähne legen.
11. Oktober 2010
Zur optimalen Zahnpflege während der Schwangerschaft gehören neben der richtigen Putztechnik und den Hilfsmitteln (Zahnbürste, Zahnpasten, Zahnseide) auch folgende Grundregeln:
- regelmäßige Zahnreinigung = mindestens 2 x täglich Zähneputzen, optimal 3 x täglich
- Zähne drei Minuten lang putzen
- putzen Sie mit mäßigem Anpressdruck (nicht der feste Druck fördert die Reinigung, sondern Putztechnik und Dauer)
- Zähne putzen nach dem Frühstück (die Reinigung vor dem Frühstück hat keinen langen Reinigungseffekt), denn Verbleiben Essensreste länger als 10 Minuten nach dem Essen auf den Zähnen, wird die Kariesentstehung stark begünstigt.
- Zähne putzen abends nach der letzten Nahrungsaufnahme
- Nehmen Sie nicht über den Tag verteilt immer wieder kleinere Zuckermengen zu sich. Dies führt zu einer permanenten Säurebelastung Ihrer Zahnflächen. Genießen Sie lieber einmal täglich eine größere Portion Süßes und reinigen Sie danach Ihre Zähne.
- alle 6 bis 8 Wochen eine neue Zahnbürste kaufen
- Einsatz fluoridhaltiger Zahnpasta
- Reinigen Sie eventuell vorhandenen herausnehmbaren und festsitzenden Zahnersatz oder kieferorthopädische Geräte in dafür vorgesehener Art und Weise
Lassen Sie sich auch von Ihrem Zahnarzt die für Sie geeignete Putztechnik demonstrieren und vergessen Sie nicht die regelmäßigen Vorsorgetermine wahrzunehmen!
4. Oktober 2010
Schon zu Beginn der Schwangerschaft sollten Sie zum Zahnarzt gehen, damit dieser Ihre Zähne kontrollieren und eventuell vorhandene Karies entfernen kann. Er wird Sie auch über individuelle Risikofaktoren informieren und Sie über Vorbeugemaßnahmen beraten. Achten Sie auch auf eine ausreichende und gute Mundhygiene.
Das Sprichwort: Jedes Kind ein Zahn muss bei Ihnen nicht wahr werden.
Unter dem Einfluss des erhöhten Östrogenspiegels während der Schwangerschaft können Mundschleimhautentzündung (Schwangerschaftsgingivitis), Mundschleimhautwucherungen (Schwangerschaftsepulitiden) oder eine erhöhtes Kariesrisiko auftreten.
In Folge der hormonellen Veränderungen einer Schwangerschaft, kann eine verstärkte Speichelbildung auftreten und der Speichel ist meist auch säurehaltiger. Wenn Sie schon Probleme mit kariösen Zähnen haben, dann kann es durch den veränderten Speichel zu vermehrtem Auftreten von Karies kommen. Außerdem ist das Zahnfleisch während der Schwangerschaft in der Regel besser durchblutet, so dass es häufiger zu Zahnfleischbluten kommen kann. Auch Wucherungen des Zahnfleisches können auftreten, die durch lokale Faktoren, wie Zahnstein oder Kronenränder hervorgerufen werden. Sowohl die Schwellungen als auch die Wucherungen des Zahnfleisches können recht schmerzhaft sein und sie bluten leicht.
In der zweiten Schwangerschaftshälfte können Schwangere eine sogenannte Schwangerschafts-Gingivitis erleiden. Das Zahnfleisch ist dann gerötet und sehr schmerzhaft, außerdem können sich Ödeme bilden.
Es kann auch sein, dass Ihre Zahnhälse ein wenig empfindlicher geworden sind. Vielleicht ist auch ihr Zahnfleisch empfindlicher. Ein kleiner Tipp bei empfindlichen Zahnhälsen, probieren Sie einmal in der Woche Elmex Gelee, das bekommen Sie nur in der Apotheke. Fragen Sie ihren Zahnarzt!
25. September 2010
Wussten Sie es? Eine unbehandelte Parodontitis in der Schwangerschaft steht im Zusammenhang mit einem erhöhten Frühgeburtsrisiko!
Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie deshalb besonders auf ihre Mundgesundheit achten und die empfohlenen Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt zweimal während der Schwangerschaft unbedingt wahrnehmen. Entzündungen im Mundraum treten bei ca. 40% – 80% aller Schwangeren auf. Ein typisches Anzeichen für eine Entzündung ist Zahnfleischbluten, das besonders beim Putzen der Zähne auftritt.
Am besten sollte bei Kinderwunsch die Mundgesundheit schon vor der Schwangerschaft kontrolliert bzw. hergestellt werden. Liegt eine Parodontitis oder deren Vorstufe, eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis), vor, kann der Zahnarzt durch geeignete Behandlungsmethoden die Krankheit therapieren. In der Regel besteht die Therapie aus professionellen Zahnreinigungen und gegebenenfalls der Säuberung von Zahnfleischtaschen. Je früher dies geschieht, desto besser.
Darüber hinaus sollten Sie auf eine besonders sorgfältige und regelmäßige Zahn- und Mundhygiene zu Hause achten. Auch dabei kann Ihr Zahnarzt wertvolle Tipps zur Pflege von Zähnen und Zahnfleisch sowie für die Verwendung und Handhabung spezieller Prophylaxe-Hilfsmittel geben.
Fragen Sie am besten Ihren Zahnarzt oder lesen Sie mehr dazu in Ihrem BabyCare-Handbuch.
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