28. Juli 2010
Seit 1.7.2010 sind schon wieder einige Krankenkassen verschwunden, d.h., sie haben mit anderen Kassen fusioniert. Das bedeutet für uns, dass wir wieder einmal unseren Webauftritt mit den kooperierenden Krankenkassen aktualisieren mussten.
So gibt es jetzt z.B. neu eine Vereinigte BKK und eine Vereinigte IKK, die beide ihren Versicherten BabyCare kostenfrei anbieten.
Hat auch Ihre Krankenkasse inzwischen einen anderen Namen? Ein Blick auf unsere Krankenkassenliste unter www.baby-care.de (unter Service) zeigt alle aktuellen Kooperationspartner von BabyCare an, es sind immer noch ca. 100 Krankenkassen und durch die Fusionen kommen manchmal Versicherte in den Genuss der Kostenerstattung von BabyCare, die vorher das Programm selbst zahlen mussten.
Sollte Ihre Kasse nicht zu den Kooperationspartnern gehören, fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, denn nicht nur die Frage des Zusatzbeitrages und wenn ja in welcher Höhe sollte ein Kriterium der Kassenwahl sein, sondern auch das Leistungsangebot bei den Zusatzleistungen, z.B. in der Schwangerschaft bzw. für junge Familien.
22. Juli 2010
Schwangere sollten intensive Sonnenbäder vermeiden, da die Wärme die Blutgefäße erweitert und eine erhebliche zusätzliche Kreislaufbelastung darstellt. Die Sonneneinstrahlung kann auch die ungeliebten Schwangerschaftsflecken verstärken.
Am verträglichsten für Schwangere und ihr Baby im Bauch sind Ferienorte, an denen die Temperaturen 28 Grad nicht übersteigen.
Wichtig: Gehen Sie nie allein auf Touren, auch wenn Sie sich voll leistungsfähig fühlen. Führen Sie auch möglichst ein Handy für Notfälle mit. Zu starke körperliche Belastung bei intensivem Sport oder bei Tauchgängen kann zu einem erhöhten Sauerstoffverbrauch führen, was zu Lasten der Blutversorgung der Gebärmutter geht.
Vermeiden Sie Sportarten mit erhöhtem Unfallrisiko, denn als Schwangere sind Sie einerseits in der Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit eingeschränkt, zum anderen haben Unfälle dramatischere Folgen.
Bei einem Urlaub in den Bergen sollten Sie auf Gipfeltouren (auch mit der Seilbahn) verzichten. Weil der Luftdruck nach oben abnimmt, geraten Schwangere oberhalb 1800 Metern nämlich leicht in Sauerstoffnot. Höhenausflüge ab 2.000 Meter und mehr sollten Sie unbedingt vermeiden, da in dieser Höhe bereits ein spürbarer Sauerstoffmangel herrscht.
Mehr dazu finden Sie auch in Ihrem BabyCare-Handbuch.
15. Juli 2010
In der Schwangerschaft sollten Sie das Thema Reiseimpfungen sehr sorgsam mit Spezialisten erörtern. Die üblichen Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung, Hepatitis B oder Typhus sind auch ohne Bedenken möglich.
Reiseimpfungen sollten generell nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und bei eindeutiger Indikation durchgeführt werden. Das gilt vor allem für Lebendimpfstoffe im ersten Schwangerschaftsdrittel.
Gegen Gelbfieber sollte man nur bei strenger Indikation impfen und erst nach der 12. Schwangerschaftswoche. Auf einen Aufenthalt in Risikogebieten sollten Sie jedoch als Schwangere am besten verzichten.
Auch Malariagebiete sollten Sie während der Schwangerschaft nicht besuchen, denn durch Malaria besteht für das heranwachsende Kind eine verstärkte Gefahr, wenn nicht ausreichend und rechtzeitig behandelt wird.
Beachten Sie auch, dass eine Fernreise mit den erforderlichen Impfungen für Schwangere und Kleinkinder eine zusätzliche Belastung ist. Im Zweifelsfall sollten daher solche Reisen zu diesen Zeiten verschoben werden. Wird eine Reise in diese Gebiete dennoch notwendig, lassen Sie sich von einem Experten beraten. Dieses können Sie auch bei den Experten des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie Berlin tun (Beratungs-Telefon: 030 / 30308-111).
8. Juli 2010
Bei einem unkomplizierten Schwangerschaftsverlauf bestehen gegen nicht strapazenreiche Reisen keine Vorbehalte. Dennoch muss bei belastenden Fernreisen beachtet werden:
Bei Schwangeren ist das Herz-Kreislauf-System zusätzlich belastet, die Lungenfunktion kann beeinträchtigt sein (flachere Atmung), eine Blutungsgefahr kann nie völlig ausgeschlossen werden, bei der Beachtung von Gesundheitsrisiken kommt das Wohl des heranreifenden Kindes hinzu, die Möglichkeit einer vorzeitigen Entbindung muss einkalkuliert werden.
Vor allem lange Flugreisen können für Schwangere nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel zur Tortur werden. Durch enge Sitze und dem Druck der Gebärmutter auf die Venen der Beckenregion potenzieren die Gefahr von Blutstauungen in den Venen mit Thrombenbildung.
Machen Sie daher im Flugzeug möglichst intensive Beingymnastik, tragen Sie Kompressionsstrümpfe und sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Tipp: Vier Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin sollten keine anstrengenden Reisen angetreten werden. Bei Mehrlingsschwangerschaften raten Experten generell von Reisen ab. Bei drohender Fehlgeburt (Blutungen), anderen Störungen der Schwangerschaft (Blutdruckkrisen u.ä.), vorzeitiger Öffnung des Gebärmutterhalses (Zervixinsuffizienz), Blutarmut (Anämie) oder Komplikationen bei früheren Schwangerschaften sollte auf Reisen verzichtet werden.
Reiseimpfungen in der Schwangerschaft sollten stets sehr sorgsam abgewogen und mit Spezialisten erörtert werden. Tritt während der Schwangerschaft eine Malariainfektion auf, dann besteht für das heranwachsende Kind eine verstärkte Gefahr, wenn nicht ausreichend und rechtzeitig behandelt wird.
Bei Bus- und Autotouren gilt das, was zur Thrombosegefahr im Flugzeug gesagt wurde. Häufigere Pausen zum Füße vertreten vermindern das Thromboserisiko. Wichtig ist, dass die Sitzgurte richtig angelegt werden. Ansonsten sind – abgesehen von der Unfallgefahr – die Risiken für eine Schwangere nicht wesentlich erhöht. Von Abenteuerreisen per Auto in kaum bewohnte Regionen ist allerdings ebenfalls abzuraten.
Informieren Sie sich am Besten vor Ihrer Reise über die Gefahren in Ihrer Urlaubsregion (wenn außerhalb Deutschlands). Auch sollten Sie Ihren Frauenarzt über die Reise informieren und sich ggf. mit ihm/ihr beraten. Wenn Ihre Schwangerschaft komplikationslos verläuft und Sie sich fit fühlen, steht der Reise sicherlich nichts im Weg.
30. Juni 2010
Heute finden nur noch wenige Geburten zu Hause statt. Viele zukünftige Eltern scheuen sich, die Verantwortung für die Geburt voll und ganz zu übernehmen. Wenn allerdings die Schwangerschaft problemlos verlaufen ist, die Frau gesund ist und auch sonst keine Risiken bekannt sind, wenn die Hausgeburt von einer erfahrenen und versierten Hebamme geleitet werden kann, dann ist eine Hausgeburt nicht gefährlicher als eine medizinisch kontrollierte Geburt im Krankenhaus. Voraussetzung einer Hausgeburt ist allerdings, dass die Vorsorgeuntersuchungen gewissenhaft wahrgenommen wurden, um Abweichungen vom normalen Schwangerschaftsverlauf von vornherein auszuschließen.
Der Vorteil einer Hausgeburt ist zum einen, dass Sie in Ihrem bekannten Umfeld entbinden. Außerdem können Sie in dieser einzigartigen Stresssituation Ihren persönlichen und individuellen Bedürfnissen nachgehen und über den Geburtsverlauf frei mitentscheiden. Sie können im Kreise Ihrer Lieben entbinden. Denn oftmals sind im häuslichen Umfeld auch die Geschwister bei der Geburt des Kindes dabei. Falls es während einer Hausgeburt zu ernsten Problemen kommt, wird die Hebamme eine Einweisung ins Krankenhaus veranlassen.
Bei jeder Geburt können Komplikationen auftreten, die eine sofortige Operation oder andere invasive medizinische Maßnahmen notwendig machen. So können auch ohne Vorwarnungen schlechte Herzfrequenzmuster auftreten (z.B. durch Nabelschnurvorfall), die einen sofortigen Kaiserschnitt notwendig machen. Auch in der Nachgeburtsperiode können z.B. Blutungen auftreten, die sofort behandelt werden müssen. In solchen Situationen sind durch den Zeitverlust während des Transportes in das nächste Krankenhaus gesundheitliche Schäden für Mutter und Kind möglich.
Zu beachten ist aber, dass Hausgeburten nur für Frauen ohne vorhersehbare Geburtsrisiken wie z.B. schwangerschaftsbedingter Gesundheitsstörungen (EPH-Gestose, extrem niedriger Hb-Wert, Nierenschwäche), ungewöhnlicher Geburtslage (Querlage, ungünstige Art der Beckenendlage), zu tief liegender Plazenta (Placenta praevia) und anderer mit dem Arzt bzw. der Hebamme zu klärender Faktoren möglich sind.
Es gibt zahlreiche freiberufliche Hebammen, die Ihnen Ihr Arzt empfehlen kann. Setzen Sie sich frühzeitig mit der Hebamme in Verbindung. Viele Hebammen bieten Informationstreffen und Geburtsvorbereitungskurse an.
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