19. Dezember 2011
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1. November 2011
Die U-Untersuchungen = Kindervorsorgeuntersuchungen
Um sicherzustellen, dass Defekte und Erkrankungen die körperliche und geistige Entwicklung eines Kindes nicht gefährden bzw. möglichst schnell durch einen Kinder- und Jugendarzt erkannt werden, hat der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in den “Kinder-Richtlinien” die ärztlichen Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten bei Kindern bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres festgelegt.
Diese werden im gelbem Kinder-Untersuchungsheft „Gelbes Heft“ des Gemeinsamen Bundesausschusses vom Kinder- und Jugendarzt dokumentiert (Rechtsgrundlage ist § 26 SGB V). Alle Früherkennungsmaßnahmen für Säuglinge und Kleinkinder zählen seit 1971 zu den Pflichtleistungen der Krankenkassen.
Die U1 erfolgt kurz nach der Geburt (2. Bis 4. Lebensstunde) und soll Defekte vitaler Funktionen aufdecken, die sofortiges Handeln erfordern. Ein wichtiger Bestandteil ist der sogenannte APGAR-wert. Es wird 1 bis 5 Minuten nach der Geburt jeweils von 0 bis 2 Punkten für 5 Aspekte des Allgemeinzustandes des Neugeborenen vergeben: Atmung (A), Puls (P), die Reflexe beim Absaugen (G), die Farbe der Haut (A für engl. Appearance) sowie den Muskeltonus (R). Die Ergebnisse des Tests zeigen, wie das Baby die Geburt überstanden hat, wie gut es den Anpassungsprozess außerhalb des Mutterleibs bewältigt und ob es sich nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell erholt.
Ziel der U1 ist die Beurteilung des kindlichen Gesundheitszustandes mit allen Sinnen:
1. Inspektion (Betrachtung): Hautfarbe, Ödeme, Blutungen, Geburtsverletzungen, Angiome, Symmetrie und Beschaffenheit der Fontanellen, Augen, Ohren und des Mundes sowie der Extremitäten (Fußstellung, Faltenasymmetrien), Gelenke, Wirbelsäule
2. Auskultation (Abhören): Herz und Lunge (Fragestellung: Herzfehler, Atmungsanomalien)
3. Palpation (Abtasten): Abtasten des Bauches (Tumorsuche), Genitalien (Descensus des Hodens), Leistenpulse, Analregion
7. Oktober 2011
Dass Muttermilch die perfekte Nahrung für Ihr Neugeborenes ist, wissen Sie ja schon…aber etwa ab dem 6. Lebensmonat reicht Muttermilch alleine nicht mehr aus!
Aber wann genau kann bzw. soll man mit der Einführung von Beikost beginnen? Dazu sind Experten geteilter Meinung! So empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund das Anbieten von Beikost ab dem vollendeten 4. Lebensmonat. Die WHO empfiehlt jedoch die Einführung bei Beikost nach dem vollendeten 6. Lebensmonat. Um den tatsächlich richtigen Zeitpunkt der Einführung von Beikost zu ermitteln, der individuell unterschiedlich sein kann, ist die Beobachtung folgender Beikostreifezeichen unabdingbar:
+ der Zungenstreckreflex hat sich bereits verloren
+ aktive Sitzbereitschaft
+ aktives Interesse an Essbarem
Der Übergang von der Muttermilch zu normaler Kost sollte behutsam, Schritt für Schritt erfolgen. Beginnen Sie mit einem Löffelchen und stillen Sie ihr Kind weiter, so lange Sie und Ihr Kind das wollen. Zu Beginn der Beikosteinführung reichen kleine Mengen an fein pürierter Beikost (2-3 Teelöffel) aus, die nach und nach erhöht werden sollten. Bis zum Ende des 1. Lebensjahres sollte Ihr Baby im Familienrhythmus essen (Frühstück, Mittag, Abendbrot).
Mehr zum Thema Beikost finden Sie auch unter www.gesundinsleben.de
12. September 2011
Glücklicherweise müssen sich nicht alle Eltern mit diesem Problem auseinandersetzen, aber wenn Sie nach der Geburt Ihres gesunden Kindes bemerken, dass es
- 3 oder mehrere Stunden täglich, an
- 3 oder mehreren Tagen pro Woche, über
- 3 Wochen untröstlich weint
(„Drei-Monatskolik“) gerät wahrscheinlich jedes Elternpaar irgendwann an seine Grenzen.
Bevor Sie weitere Schritte einleiten ist es zunächst außerordentlich wichtig, körperliche Beschwerden des Kindes, wie zum Beispiel die Reflux-Krankheit (entzündliche Erkrankung der Speiseröhre) oder eine Milcheiweißallergie, durch ärztliche Untersuchungen auszuschließen.
Nachdem Sie sicher sein können, dass Ihr Kind keine behandelbaren Schmerzen oder Gebrechen aufweist, möchten wir Ihnen nun einige unterstützende Tipps und Hinweise geben, wie Sie mit dieser nervenaufreibenden Situation umgehen können.
Den verschiedenen Möglichkeiten geht eines voraus, strahlen Sie selbst Ruhe und Harmonie aus. Lassen Sie sich nicht verunsichern oder verfallen in Hektik, es würde sich auf Ihr Kind übertragen und negativ auswirken. Machen Sie sich bewusst wie Ihr Baby die Veränderung von dem Leib der Mutter hinaus in die Welt erlebt. Also sollte es das A und O sein, besonders durch Interaktion mit dem Kind, Entspannung zu vermitteln:
• Sprechen Sie in einem ruhigen und sanften Tonfall mit Ihrem Baby
• Körperkontakt: legen Sie Ihr Kind auf den nackten Oberkörper oder in den Schoß
• Wenn es sich mit steifem Rücken streckt, beugen Sie es wieder in eine gekrümmte Position
• monotone Klänge und Geräusche (Meeresrauschen, tickende Uhr, fließendes Wasser)
Der amerikanische Kinderarzt Dr. Harvey Karp („The happiest baby on the block“; dt. „Das glücklichste Baby der Welt“) hat eine besondere Methode etabliert und in einem Buch veröffentlicht. Die Technik der fünf „S“:
Straffwickeln (Anleitungen für diese spezielle Wickeltechnik finden Sie im Internet) Seiten-/Bauchlage
SchSch-sagen
Schaukeln und bewegen
Saugen
Genaue Beschreibungen zur Anwendung der fünf „S“ finden Sie im Internet oder in seinem Buch. Außerdem gibt es zahlreiche Plattformen und Foren die sich mit dem Thema „Schreibaby“ auseinandersetzen und Ihnen mit Rat zur Seite stehen.
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