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5. August 2009

Schwangerschaft und Alkohol

Der Alkoholkonsum der Mutter vor der Geburt gilt als häufigste Ursache für eine verzögerte geistige Entwicklung und körperliche Fehlentwicklung bei Kindern. Denn der Alkohol, den die werdende Mutter trinkt, gelangt direkt über den Mutterkuchen in den Blutkreislauf des Kindes. Dort hemmt Alkohol das Zellwachstum des Embryos und schädigt die Entwicklung von Organen, Nervensystem und Gehirn. Herz, Nieren oder Geschlechtsorgane können Missbildungen aufweisen. Welche Organe des Embryos geschädigt werden, hängt von der Entwicklungsstufe des Fötus bei der Aufnahme des Alkohols ab. Am gefährlichsten ist er in der Zeit, in der der Embryo die Organe entwickelt, also zwischen dem 15. und 60. Tag nach der Befruchtung. Zudem erhöht sich das Risiko für eine Fehlgeburt um das Zwei- bis Vierfache, wenn eine Schwangere in dieser Zeit Alkohol trinkt.

Also verzichten Sie in der Schwangerschaft möglichst ganz auf den Konsum von Alkohol. Trinken Sie in keinem Fall mehr als ein Glas Wein (0,125 Liter) oder ein Glas Bier (0,2 Liter).

Aber nur die Null-Promille-Grenze bietet absolute Sicherheit für das Kind.

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14. Juli 2009

Die Fehlgeburt – ein trauriges Ende einer Schwangerschaft

Unter einer Fehlgeburt, die von Medizinern auch Abort genannt wird, versteht man den Verlust eines Ungeborenen vor der 22. bis 24. Schwangerschaftswoche in der Regel mit einem Gewicht von unter 500 Gramm. Etwa 20 Prozent aller diagnostizierten Schwangerschaften enden auf diese Weise. Viele Schwangere wissen von diesen Zahlen nichts.

Die Häufigkeit von Fehlgeburten ist aber noch viel höher, wenn man die Schwangeren berücksichtigt, bei denen der Embryo unbemerkt abgeht, bevor die Schwangerschaft überhaupt festgestellt wurde.

Fehlgeburten treten meist in einem ganz frühen Stadium der Schwangerschaft auf. Im Zeitraum bis zur 9. Schwangerschaftswoche ereignen sich 43 Prozent der Fehlgeburten, weitere 37 Prozent bis zur 13. Schwangerschaftswoche. Ab der 14. Schwangerschaftswoche treten Fehlgeburten dann glücklicherweise nur noch selten auf.

Häufig bleibt die Ursache für eine Fehlgeburt leider unklar. Man nimmt aber an, dass in der überwiegenden Anzahl der Fälle Fehlgeburten eine „Selbsthilfemaßnahme der Natur“ sind. Sie verhindern, dass ein schwerkrankes oder nicht lebensfähiges Kind heranreift.

Bereits vor der Schwangerschaft kann das Risiko einer Fehlgeburt deutlich verringert werden, indem man täglich Obst und Gemüse zu sich nimmt. Vitamine und Mineralstoffe(vor allem Eisen und Folsäure) einnimmt und täglich zwei bis drei Stückchen Schokolade isst. Dies sollten Sie auch in der Schwangerschaft tun. Das Risiko für eine Fehlgeburt ist um bis zu 72 Prozent erhöht, wenn Schwangere untergewichtig sind. Daher sollten Sie, wenn Sie einen Body Maß Index unter 18,5 haben, die Ernährung umstellen, um annähernd Normalgewicht zu erreichen. Sie sollten aber eines vermeiden, wenn Sie diese Information gelesen haben: Hören Sie nicht täglich ängstlich in sich hinein. Vermeiden Sie Stress und ernähren Sie sich ausgewogen.