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21. Oktober 2011

Entbindung im „Hebammenkreißsaal“

Bei der Wahl der Geburtsklinik sollte es in erster Linie darum gehen, dass Sie sich sicher und geborgen fühlen. Das neue Versorgungskonzept „Hebammenkreißsaal“ soll Ihnen genau das umfassend bieten. Hier werden überwiegend gesunde Frauen in der Schwangerschaft, während und nach der Geburt sowie im Wochenbett eigenverantwortlich und selbstständig durch Hebammen betreut. Der Hebammenkreißsaal ersetzt nicht den üblichen – ärztlich geleiteten – Kreißsaal, sondern stellt eine Erweiterung des geburtshilflichen Angebotes der Klinik dar. Beide Abteilungen arbeiten in enger Kooperation miteinander, so dass im Falle einer sich entwickelnden Komplikation vor, während oder nach der Geburt die Frau vom Hebammenkreißsaal in die ärztliche Betreuung des üblichen Kreißsaals weitergeleitet werden kann. Grundlage hierfür ist ein interdisziplinär erarbeiteter Kriterienkatalog.

Ziel des in Skandinavien, England und Österreich entstandenen Konzeptes ist es, eine möglichst interventionsarme Geburtshilfe zu bieten. Hierbei spielt vor allem die vertrauensvolle Beziehung zur eigenen Hebamme eine tragende Rolle, die durch regelmäßigen Kontakt – bereits vor der Geburt – gefestigt wird.

Die wesentlichen Unterschiede zum „normalen“ Kreißsaal bestehen darin, dass unter der Geburt eine „Eins-zu-Eins-Betreuung“ – Patientin-Hebamme, angestrebt wird. Daneben werden zur Geburtserleichterung ausschließlich naturheilkundliche Verfahren angewendet, sollten diese nicht ausreichen, wird die Gebärende im normalen Kreißsaal weiter betreut. Während der eigentlichen Geburt kommt eine zweite Hebamme unterstützend hinzu. Sollten allerdings Komplikationen oder Regelwidrigkeiten auftreten wird ein Arzt ohne Wechsel der Räumlichkeiten herangezogen. Auch die Wochenbettbetreuung erfolgt durch das Hebammenteam.

Die Vorteile des Hebammenkreißsaals sehen Schwangere, die dort entbunden haben, hauptsächlich in der Selbstbestimmung, der Kontinuität der Betreuung und der Sicherheit im Falle des Falles doch auf ärztliche Unterstützung zählen zu können.
Der Hebammenkreißsaal stellt in Deutschland bisher eine Innovation dar. Nachfolgend finden Sie die existierenden Hebammenkreißsäle in Deutschland.

Klinikum Bremerhaven Reinkenheide
Asklepios Klinik Hamburg-Harburg
Asklepios Klinik Hamburg-Barmbek
Klinikum Stuttgart, Krankenhaus Bad Cannstatt
Klinikum Niederberg, Velbert
Krankenhaus Nord-West, Frankfurt am Main
Martin-Luther-Krankenhaus Berlin
Klinikum Osnabrück
Klinikverbund Südwest, Krankenhaus Herrenberg
Universitätsklinikum Bonn

7. Oktober 2011

Zeit für Beikosteinführung!?

Dass Muttermilch die perfekte Nahrung für Ihr Neugeborenes ist, wissen Sie ja schon…aber etwa ab dem 6. Lebensmonat reicht Muttermilch alleine nicht mehr aus!

Aber wann genau kann bzw. soll man mit der Einführung von Beikost beginnen? Dazu sind Experten geteilter Meinung! So empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund das Anbieten von Beikost ab dem vollendeten 4. Lebensmonat. Die WHO empfiehlt jedoch die Einführung bei Beikost nach dem vollendeten 6. Lebensmonat. Um den tatsächlich richtigen Zeitpunkt der Einführung von Beikost zu ermitteln, der individuell unterschiedlich sein kann, ist die Beobachtung folgender Beikostreifezeichen unabdingbar:
+ der Zungenstreckreflex hat sich bereits verloren
+ aktive Sitzbereitschaft
+ aktives Interesse an Essbarem

Der Übergang von der Muttermilch zu normaler Kost sollte behutsam, Schritt für Schritt erfolgen. Beginnen Sie mit einem Löffelchen und stillen Sie ihr Kind weiter, so lange Sie und Ihr Kind das wollen. Zu Beginn der Beikosteinführung reichen kleine Mengen an fein pürierter Beikost (2-3 Teelöffel) aus, die nach und nach erhöht werden sollten. Bis zum Ende des 1. Lebensjahres sollte Ihr Baby im Familienrhythmus essen (Frühstück, Mittag, Abendbrot).

Mehr zum Thema Beikost finden Sie auch unter www.gesundinsleben.de

29. September 2011

Schon im Mutterleib erkennen Babys Geschmacksstoffe

Ab der 28. Schwangerschaftswoche kann der Fötus riechen, einen Monat später reagiert dieser bereits auf Geschmacksveränderungen!

Bereits während der Schwangerschaft – im Mutterleib – beginnt die Geschmacksprägung eines Kindes, gesteuert durch das Essen der Mutter. Das ist eine große Chance, die Basis für eine lebenslang gesunde Ernährung zu legen. Aber kaum jemand weiß davon…

Der menschliche Geschmackssinn entwickelt sich durch Training, der Geschmack selbst verändert sich ein Leben lang. Die grundlegende Ausrichtung wird jedoch in der Schwangerschaft gelegt. D.h. wer im Bauch der Mutter vielfältige Geschmackserlebnisse macht, lässt sich später leichter auf neue, ungewohnte Nahrungsmittel ein. Auch wer während der Schwangerschaft gesund ernährt wurde, greift später eher zu gesundem Essen.

Eine Versuchsreihe mit Ratten (London, 2007) bestätigt dieses. Eine andere Studie (2001) belegt, dass früheste Geschmackserlebnisse von Kindern nicht vergessen werden, denn Säuren, Bitterstoffe und Aromen hinterlassen Geschmacksspuren im Fruchtwasser.

Wer also schwanger ist, sollte doppelt so gut essen…aber nicht doppelt so viel! Doppelt so viel Obst und Gemüse, dafür noch halb so viel Schokolade. Denn das Ungeborene benötigt zum Wachsen ausgeogenes und gesundes Essen.

Alle Säuglinge eint eine genetisch angelegte Vorliebe für Süßes. Bitteres lehnen Säuglinge zunächst ab. Salzig und Sauer lernt ein Kind erst mit der Zeit kennen. (Quelle: Beilage Hamburger Abendblatt – Kinder – September 2011)

5. Mai 2011

Die Schwimmbad-Saison beginnt!

Dass moderater Sport in der Schwangerschaft gut ist, wissen sicherlich viele Schwangere. Und nicht nur in der Schwangerschaft – Sport im Allgemeinen erhöht das körperliche Wohlbefinden. Und von den durch die Bewegung entstehenden Glückshormonen profitiert nicht nur die Frau, sondern auch das Ungeborene.

Doch nicht jede Sportart ist für werdende Mütter geeignet. Schwimmen in der Schwangerschaft ist durchaus gesund. Körperhaltung und Beweglichkeit werden verbessert und die Muskulatur wird gestärkt. Außerdem ist beim Schwimmen die Verletzungsgefahr eher gering – so nicht bei Mannschaftssportarten (Volleyball, Handball etc.) oder Sportarten wo die Sturzgefahr hoch ist (Inline-Skaten, Abfahrt-Ski).

Aber beachten Sie:
+ Bevor Sie Schwimmen gehen, sollte sie mindestens 60 Minuten keine Nahrung mehr aufgenommen haben.
+ Passen Sie die sportlichen Betätigung der körperlichen Verfassung und dem Fortschritt der Schwangerschaft an. Hier ist weniger oft mehr!
+ Brust- und Rückenschwimmen sind weniger anstrengend, als Kraulen oder Schmetterlingsschwimmen. Bevorzugen Sie die einfacheren Varianten, um ein vorzeitige Erschöpfung zu vermeiden. Wechseln Sie auch zwischen Brust- und Rückenschwimmen, dann werden nämlich die unterschiedlichen Muskelpartien ausgewogen angesprochen und das Schwimmen wird weniger schnell monoton.
+ Machen Sie einige Aufwärmübungen bevor Sie ins Wasser steigen.
+ Und danach sind entsprechende Dehn- und Abwärmübungen zu empfehlen.
+ Achten Sie auf rutschfeste Schuhe!
+ Trinken Sie ausreichend (Wasser oder Obstsäfte).

Auch in Ihrem BabyCare-Handbuch erfahren Sie mehr zum wichtigen Thema Sport.