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16. Juni 2010

Elterngeld mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet!

Das Elterngeld beläuft sich auf 67% des Nettogehaltes des Elternteils (nur auf das laufende Nettoeinkommen, Sonderzahlungen werden nicht berücksichtigt), der nach der Geburt des Kindes zu Hause bleibt, für max. 12 Monate. Das Elterngeld beträgt mindestens 300,00 EUR/Monat, maximal 1800,00 EUR/Monat. Während der Elterngeldzeit ist Teilzeitbeschäftigung unter 30 Stunden wöchentlich möglich.
Das Elterngeld wird mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet! 
Viele Familien erhalten weniger Elterngeld als gedacht. Die zum 1. Januar eingeführte staatliche Leistung wird nämlich in den ersten zwei Monaten nach der Geburt mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet. Es lohne sich aber, den Antrag auf Elterngeld direkt zu stellen, da es auch anteilig ausgezahlt werde. Wer kein Mutterschaftsgeld erhält, bekommt von Anfang an Elterngeld. Das heißt: “Man kann nicht beide Leistungen in voller Höhe beziehen”. Arbeitnehmerinnen erhalten zumeist erst ab dem dritten Monat Elterngeld, da die Mutterschutzleistungen ihres Arbeitgebers und ihrer Krankenkasse in den ersten beiden Monaten nach der Geburt zumeist höher sind. Anschließend hätten sie nur noch höchstens zehn Monate Anspruch auf Elterngeld, zwei weitere Monate Elterngeld bekommt man, wenn der Partner zu Hause bleibt.
Bestellen Sie sich doch die Broschüre Elterngeld und Elternzeit des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dort stehen alle wichtigen Informationen drin. Bestellbar im Internet http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/root.html unter dem Link Elterngeld-Broschüre zum Elterngeld und Elternzeit.
Auf unserer BabyCare Homepage erhalten Sie weitere Informationen zum Thema

4. März 2010

Erbrechen und Schwangerschaft

Etwa jede zweite Frau leidet in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten an einer mehr oder weniger starken Übelkeit, teilweise mit Erbrechen. Häufig treten die Beschwerden morgens nach dem Aufstehen am stärksten auf. In der Regel kommt es im vierten Schwangerschaftsmonat zu einer spontanen Besserung. Nur in seltenen Fällen leiden schwangere Frauen unter sehr starkem Erbrechen mit hohen Flüssigkeitsverlusten und Gewichtsreduktion (Hyperemesis gravidarum). Hyperemesis gravidarum ist eine ernsthafte Erkrankung und muss stationär behandelt werden.

Die Ursache der Übelkeit sieht man in der veränderten Hormonsituation, dadurch wird das „Brechzentrum“ im Gehirn gereizt. Eine medikamentöse Therapie kommt in der Regel gerade in der frühen Schwangerschaft nicht in Frage.

Was man dagegen tun kann:

+ Morgens im Bett schon eine Kleinigkeit essen und trinken und noch eine Zeitlang liegen bleiben.

+ Viele kleine, leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt einnehmen.

+ Über den Tag verteilt kleine Mengen Saft, Wasser oder Kräutertee trinken.

+ In manchen Fällen helfen Präparate mit Vitamin B6.

Bitte sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt darüber, dieser kann feststellen, ob es sich um ein normales Schwangerschaftserbrechen handelt oder ob Sie im Krankenhaus behandelt werden müssen.

9. Dezember 2009

Übergewicht und Schwangerschaft

Starkes Übergewicht liegt vor, wenn die werdende Mutter zu Beginn der Schwangerschaft einen Körper-Massen-Index (Body-Mass-Index, BMI) von deutlich mehr als 30 kg/m² hat. Aus dem Übergewicht resultierend ergeben sich einige Risiken für Mutter und Kind:

+ eine erhöhte Rate von Fehlbildungen (Neuralrohrdefekte, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Fehlbildungen des Herzens, der Bauchwand und des Gehirns)
+ erhöhte Rate der Frühgeburten und der vorgeburtlichen Infektionen
+ Da die Kinder oft sehr groß sind, ist ihr Verletzungsrisiko bei der Geburt größer, auch ein Kaiserschnitt ist wahrscheinlicher.
+ stark übergewichtige Frauen bekommen in der Schwangerschaft öfter Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und starken Bluthochdruck

Genau kennt man die Ursachen der Probleme nicht. Aber deutlich erhöhtes Übergewicht ist gleichbedeutend mit schweren Ernährungsfehlern. Deshalb vermutet man Vitaminmangel und Stoffwechselprobleme, die sich auf das Kind und die Mutter auswirken.

Vor allem sollten Schwangere von Fastentagen und Diäten, die nicht medizinisch notwendig sind, absehen. Der Nahrungsentzug stört die Entwicklung des Babys und kann nicht vorhersehbare Schäden hervorrufen. Eine radikale Gewichtsabnahme durch Diäten während der Schwangerschaft wäre sogar gefährlich. Wichtig sind wirklich regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen, Tests auf Schwangerschafts-Diabetes und Neuralrohr-Defekte. Gegebenenfalls sollte man das werdende Kind von einem Ultraschall-Spezialisten auf Fehlbildungen untersuchen lassen. Ist eine Geburtskomplikation vorauszusehen, sollte die Frau in einem spezialisierten Perinatalzentrum entbinden, um das Neugeborene notfalls sofort intensivmedizinisch betreuen zu können.

11. November 2009

Lärm in der Schwangerschaft

Viele werdende Eltern machen sich Sorgen, dass laute Geräusche dem Gehör des Ungeborenen schaden könnten. Tatsächlich kann eine andauernde und extrem starke Lärmbelastung von mehr als 90dB während der Schwangerschaft beim Kind zu einem angeborenen Hörverlust im Hochfrequenzbereich führen. Zudem erhöht sich das Risiko einer Frühgeburt. Aus diesem Grund beziehen sich die Mutterschutzbestimmungen auch auf die Lärmbelastung am Arbeitsplatz. Schwangere dürfen auf keinen Fall mehr dort eingesetzt werden, wo während der Arbeit Gehörschutz vorgeschrieben ist.

Andererseits ist ein lauter Knall, z.B. eine zuschlagende Tür, Feuerwerk oder ein lauter Schrei, sicher nicht gefährlich für Ihr ungeborenes Kind. Auch ein lautes Pop-Konzert dürfen Sie während der Schwangerschaft ruhig noch genießen.

Lesen Sie mehr Wissenswertes rund um  die  Schwangerschaft

4. November 2009

Schwangerschaft und Kopfschmerzen

In der Schwangerschaft treten Kopfschmerzen besonders in der ersten Zeit bedingt durch die Hormonumstellung auf.

Gehen Sie bei Kopfschmerzen an die frische Luft oder legen Sie sich hin. Regelmäßige Bewegung, aber auch Entspannung und Ruhepausen sowie eine bewusste Körperhaltung können helfen. Eine kalte Kompresse oder Pfefferminzöl auf der Stirn wirkt oft Wunder. Und vermeiden Sie selbstverständlich die bekannten Auslöser von Kopfschmerzen wie Alkohol und Nikotin.

Zwar sollten Sie während der Schwangerschaft (außer in Notfällen) auf Medikamente so weit es geht verzichten, jedoch ist die Einnahme des Schmerzmittels Paracetamol entsprechend der Packungsbeilage (eine bis zwei Tabletten alle vier Stunden) aus ärztlicher Sicht unbedenklich. Als Mittel der zweiten Wahl ist Ibuprofen erlaubt, allerdings nicht mehr im letzten Schwangerschaftsdrittel. Diclofenac und Indometacin, beide sog. nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), führen nicht zu kindlichen Fehlbildungen, können aber möglicherweise eine Fehlgeburt auslösen. Acetylsalicylsäure (Aspirin, ASS) soll während der Schwangerschaft NICHT zur Behandlung von Kopfschmerzen, anderen Schmerzen oder Fieber angewendet werden.

Bitte sprechen Sie bei lang anhaltenden und starken Kopfschmerzen mit Ihrem Arzt darüber.