11. Oktober 2010
Zur optimalen Zahnpflege während der Schwangerschaft gehören neben der richtigen Putztechnik und den Hilfsmitteln (Zahnbürste, Zahnpasten, Zahnseide) auch folgende Grundregeln:
- regelmäßige Zahnreinigung = mindestens 2 x täglich Zähneputzen, optimal 3 x täglich
- Zähne drei Minuten lang putzen
- putzen Sie mit mäßigem Anpressdruck (nicht der feste Druck fördert die Reinigung, sondern Putztechnik und Dauer)
- Zähne putzen nach dem Frühstück (die Reinigung vor dem Frühstück hat keinen langen Reinigungseffekt), denn Verbleiben Essensreste länger als 10 Minuten nach dem Essen auf den Zähnen, wird die Kariesentstehung stark begünstigt.
- Zähne putzen abends nach der letzten Nahrungsaufnahme
- Nehmen Sie nicht über den Tag verteilt immer wieder kleinere Zuckermengen zu sich. Dies führt zu einer permanenten Säurebelastung Ihrer Zahnflächen. Genießen Sie lieber einmal täglich eine größere Portion Süßes und reinigen Sie danach Ihre Zähne.
- alle 6 bis 8 Wochen eine neue Zahnbürste kaufen
- Einsatz fluoridhaltiger Zahnpasta
- Reinigen Sie eventuell vorhandenen herausnehmbaren und festsitzenden Zahnersatz oder kieferorthopädische Geräte in dafür vorgesehener Art und Weise
Lassen Sie sich auch von Ihrem Zahnarzt die für Sie geeignete Putztechnik demonstrieren und vergessen Sie nicht die regelmäßigen Vorsorgetermine wahrzunehmen!
4. Oktober 2010
Schon zu Beginn der Schwangerschaft sollten Sie zum Zahnarzt gehen, damit dieser Ihre Zähne kontrollieren und eventuell vorhandene Karies entfernen kann. Er wird Sie auch über individuelle Risikofaktoren informieren und Sie über Vorbeugemaßnahmen beraten. Achten Sie auch auf eine ausreichende und gute Mundhygiene.
Das Sprichwort: Jedes Kind ein Zahn muss bei Ihnen nicht wahr werden.
Unter dem Einfluss des erhöhten Östrogenspiegels während der Schwangerschaft können Mundschleimhautentzündung (Schwangerschaftsgingivitis), Mundschleimhautwucherungen (Schwangerschaftsepulitiden) oder eine erhöhtes Kariesrisiko auftreten.
In Folge der hormonellen Veränderungen einer Schwangerschaft, kann eine verstärkte Speichelbildung auftreten und der Speichel ist meist auch säurehaltiger. Wenn Sie schon Probleme mit kariösen Zähnen haben, dann kann es durch den veränderten Speichel zu vermehrtem Auftreten von Karies kommen. Außerdem ist das Zahnfleisch während der Schwangerschaft in der Regel besser durchblutet, so dass es häufiger zu Zahnfleischbluten kommen kann. Auch Wucherungen des Zahnfleisches können auftreten, die durch lokale Faktoren, wie Zahnstein oder Kronenränder hervorgerufen werden. Sowohl die Schwellungen als auch die Wucherungen des Zahnfleisches können recht schmerzhaft sein und sie bluten leicht.
In der zweiten Schwangerschaftshälfte können Schwangere eine sogenannte Schwangerschafts-Gingivitis erleiden. Das Zahnfleisch ist dann gerötet und sehr schmerzhaft, außerdem können sich Ödeme bilden.
Es kann auch sein, dass Ihre Zahnhälse ein wenig empfindlicher geworden sind. Vielleicht ist auch ihr Zahnfleisch empfindlicher. Ein kleiner Tipp bei empfindlichen Zahnhälsen, probieren Sie einmal in der Woche Elmex Gelee, das bekommen Sie nur in der Apotheke. Fragen Sie ihren Zahnarzt!
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