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Kinderwagen und Autositz – was gilt es bei der Anschaffung zu beachten

Jogger: Kinderwagen für aktive Eltern

Jogger: Kinderwagen für aktive Eltern

Ist die Frau erst einmal schwanger, brauchen die werdenden Eltern natürlich auch die richtige Ausstattung. Kinderwagen und Autositz dürfen da nicht fehlen, um den Spross sicher von A nach B zu bringen. Doch die Auswahl ist riesig und nicht immer weiß man, was wichtig und notwendig für das Neugeborene ist.

Bei einem Nachmittag in Innenstädten, auf Spielplätzen und Plätzen wo sich junge Familien sammeln fallen sie naturgemäß auf: Kinderwägen. Ob Kinderwägen in klassischem Design, als Dreirad-Version oder zweckmäßiger Ausführung Kombi-Kinderwagen, wo man hinschaut, sieht man die unterschiedlichsten Varianten von Kinderwägen und wird sich der Markenvielfalt bewusst. Ähnliches gilt auch für die Autositze der Kleinsten. Doch in welchen Punkten unterscheiden sich die verschiedenen Typen?

Die Wahl eines Kinderwagens gleicht dem Autokauf

Spezialisierte Onlinehändler und Fachmärkte beweisen mit Ihrem Produktportfolio schnell, dass die Wahl und Anschaffung eines Kinderwagens parallelen zum Kauf eines Autos aufweist. Unzählige Marken werben mit noch mehr Modellen und innerhalb einer Baureihe wiederum mit verschiedenen Add-Ons und Designvarianten. Dazu kommt die Option sich auf den regelmäßig stattfindenden Second-Hand-Babybasaren umzusehen.

Klassische oder Kombi-Lösung

Nichts geht über den klassischen Kinderwagen. Ohne großen Schnickschnack liegt der Sprössling auf einer festen Liegefläche, die nur unwesentlich verstellbar ist. Dadurch und aufgrund seiner Breite und Größe lässt er sich jedoch sehr schwer transportieren und ist gerade in belebten Kaufhäusern eher sperrig. Zudem ist er wirklich nur für Säuglinge geeignet. Sobald das Kleine aufrecht sitzend die Welt erkunden möchte ist der Kinderwagen nicht mehr zu gebrauchen.

Erste große Anschaffung - der Kinderwagen

Erste große Anschaffung – der Kinderwagen

Dieses Problem hat der sog. Kombi-Kinderwagen nicht. Er ist der Renner auf dem Markt, da er sich mittels weniger Handgriffe vom Kinderwagen zum Buggy umfunktionieren lässt. Die Sitzfläche für ältere Kinder diente dabei bis zum Umbau als Aufsatz für die Trage in der das Neugeborene geschützt liegt. Entwickelt von den fränkischen Kinderwagen-Pionieren Gesslein adaptieren auch andere Produzenten wie Hartan, Hauck und Knorr Baby das geniale Prinzip Kombi-Kinderwagen.

Das Konzept wird manchen Herstellern zudem mit weiteren Funktionen versehen. Selbst die Blickrichtung des Kindes kann variiert werden. Gerade schwenkbare Vorderräder gehören mittlerweile fast zur Grundausstattung. Ein weiterer Vorteil des Kombi-Kinderwagens liegt darin, dass er durch seine zweifache Funktionalität zudem leicht zusammengeklappt werden kann und platzsparend im Kofferraum verstaut wird.

Buggy und Jogger – Wendige Begleiter für ältere Kleinkinder

Auch dem herkömmliche Klappbuggy wird durch die Kombi-Lösungen und den modernen sog. Sportwagen der Rang abgelaufen. Im Klappbuggy wird das Kleinkind zum aufrechten Sitzen gezwungen. Auch sitzt das Kind lediglich auf einem im Gestell gespannten Stoffsegel. Der Sportwagen bietet hier mehr Komfort, Stabilität und Sicherheit. Geeignet für alle Lebenslagen und besonders Ausflügen und Spaziergängen auf unbefestigtem Untergrund.

Eine interessante Transportmöglichkeit für sportliche und aktive Eltern sind der Babyjogger, Dreiräder oder das Trike. Sie sind ideal um die Kleinen beim Joggen, Wandern oder anderen Outdoor-Aktivitäten dabei zu haben. Sie sind äußerst stabil in der Bauweise und durch lediglich ein Schwenkrad vorne besonders wendig und laufruhig. Auch lassen sie sich platzsparend im Auto oder in der Garage verstauen.

Stecksysteme für Autositze

Zu guter Letzt in Sachen Kinderwagen fehlt noch die All-in-One-Lösung, nämlich die Reisesysteme. Der Kinderwagen besitzt meist einen abnehmbaren Aufsatz, der per Stecksystem auch als Autositz dient. Zwar haben diese Systeme ihren Preis, sind aber aufgrund ihrer Varietät eine ernsthafte Überlegung wert. Gerade Automobilhersteller bieten in neueren Modellen bereits ab Werk die sog. Isofix-Halterung auf dem Rücksitz an. Dennoch sollte man auch die Normen für Kindersitze im Auge haben, um den kleinen Liebling sicher zu transportieren. Denn nur die richtige Größe bietet adäquaten Schutz. Hier ist es ratsam, sich im Laden beraten zu lassen und das Befestigen vorab zu üben.

Die ECE-Norm legt fünf Gewichtsklassen fest, an denen man sich orientieren kann. Für die ersten neun Monate oder bis zu zehn Kilogramm gilt die Klasse 0. 0+ ist die zweite Stufe bis eineinhalb Jahre und 13 Kilogramm. Stufe I geht bis zur Vollendung des vierten Lebensjahres und 18 Kilogramm. Darauf folgt Klasse II, in der Kinder zwischen drei und sieben Jahre alt sind und bis zu 25 Kilogramm wiegen. Klasse III beschließt die fünf Stufen bis zum 12. Lebensjahr und 36 Kilogramm. Zusätzlich zu der ECE-Norm regelt auch die I-Size-Norm, die zusätzlich die Körpergröße berücksichtigt.

Im Auto sind die Babyschalen immer entgegen der Fahrtrichtung anzubringen, um dem Kind den größtmöglichen Schutz zu bieten. Zudem sollte der Spross auch immer auf dem Rücksitz transportiert werden. Der Beifahrersitz sollte nur in Ausnahmen in Frage kommen. Dann ist in jedem Fall vorab der Airbag zu deaktivieren.

Bild-Copyright:
1. blurAZ1/depositphotos
2. Reanas/depositphotos

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Info:
Kinderwagen und Autositz – was gilt es bei der Anschaffung zu beachten ist Beitrag Nr. 2416
Autor:
BabyCare-Team am 24. Oktober 2014 um 09:00
Category:
Allgemeine Informationen,Sicherheit,Transport,Trend
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3 Comments

  1. Sandra Melzer

    Ich kann an dieser Stelle nur einen Kombi-Kinderwagen empfehlen. Allerdings haben auf uns erst die Modelle im mittleren Preissegment einen guten und praktikablen Eindruck hinterlassen: Hauck, Gesslein und Hartan.
    Für die Benutzung im Buggymodus würde ich in jedem Fall auf einen Kinderwagen mit Schwenkrädern vorne setzen. Damit ist man einfach extrem wendig.
    Ein Tipp an die Redaktion: vielleicht wäre für Kindersitze auch das Thema “Reboarder” mal einen Beitrag wert. Ist neuerdings ja ein großes Thema, wenn dann auch erst ab 9 Monaten.

    #1 Comment vom 24. Oktober 2014 um 11:28

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