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Was sind die Heultage oder der sogenannte Babyblues?

Viele Frauen erleben nach der Geburt den sogenannten Babyblues.

Viele Frauen erleben nach der Geburt den sogenannten Babyblues.

Die meisten Frauen haben am dritten oder vierten Tag nach der Entbindung eine depressive Verstimmung, müssen plötzlich – scheinbar grundlos – weinen, fühlen sich sehr niedergeschlagen und deprimiert. Plötzlich ist die junge Mutter zu Tode betrübt, Kleinigkeiten lösen Tränenstürze aus. Oft kommt ein Gefühl der Überforderung hinzu, weil vieles so ganz anders ist, als man es sich vor der Entbindung vorgestellt hatte. Im Volksmund wird diese Zeit als Babyblues oder Heultage bezeichnet.

Hormonumstellung meist schuld

Das hat zum einen mit der plötzlichen Hormonumstellung nach der Entbindung zu tun.

Auch die beginnende Milchproduktion ist mit hormonellen Veränderungen verbunden. Daneben können auch verschiedene andere Ursachen eine Rolle spielen: Bewusste oder unbewusste Ängste vor der neuen Lebenssituation, ein Gefühl der Überforderung, die Tatsache, dass man sich in seinem Körper unwohl fühlt, der sich jetzt nach der Entbindung drastisch verändert hat, vielleicht noch schmerzhafte Nachwirkungen aufgrund der Geburtsverletzungen, Nachwehen und anderes.

So können Sie sich beim Babyblues helfen

All das ist in einem gewissen Maß völlig normal, Sie müssen sich also nicht unter Druck setzen, als schlechte Mutter oder anderweitig „schuldig“ fühlen. Lassen Sie die Tränen fließen. Bei den meisten Frauen geht diese Phase rasch wieder vorbei. Geben Sie sich Zeit und sorgen Sie für sich: Geben Sie einen Spaziergang lang die Verantwortung an Ihren Partner ab und versuchen Sie den Kopf frei zu bekommen. Setzen Sie sich bewusst Freiräume, um sich wenigstens kurz immer wieder auf sich selbst zu konzentrieren. Wenn es außerdem verständnisvolle Menschen in Ihrer Umgebung gibt, denen Sie sich anvertrauen können, werden Sie Stimmungstiefs erfolgreich hinter sich lassen. Und, ebenfalls wichtig: Lernen Sie, um Hilfe zu bitten und welche anzunehmen, wenn Ihnen alles zu viel wird. Je besser es Ihnen jetzt geht, umso besser geht es auch Ihrem Kind.

Bei anhaltenden Symptomen ärztlichen Rat einholen

Etwa jede vierte junge Mutter erlebt eine Wochenbett-Depression, die in den ersten drei Monaten nach der Entbindung auftreten und länger anhalten kann. Falls Sie merken, dass die Niedergeschlagenheit über mehrere Tage anhält, sprechen Sie unbedingt mit Ihrer Hebamme oder der Frauenärztin darüber und lassen Sie sich beraten. Je eher Sie Hilfe finden, umso besser kann eine Depression behandelt werden.

Bild-Copyright © LadyDragonflyCC/flickr (CC BY 2.0)

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Info:
Was sind die Heultage oder der sogenannte Babyblues? ist Beitrag Nr. 3246
Autor:
BabyCare-Team am 12. Juni 2015 um 09:00
Category:
Allgemeine Informationen,Baby,Geburt,Nach der Geburt
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