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Windpocken in der Schwangerschaft

Windpocken in der Schwangerschaft können schwerwiegende Entwicklungsstörungen beim Kind hervorrufen

Windpocken in der Schwangerschaft können schwerwiegende Entwicklungsstörungen beim Kind hervorrufen

Ist eine Frau während der Schwangerschaft gegen Windpocken nicht immun, kann eine Infektion gefährlich für das Ungeborene werden. Wenn Sie selbst bereits Windpocken hatten oder wenigstens drei Monate vor Beginn der Schwangerschaft dagegen geimpft wurden, sind Sie dagegen immun. Die Immunisierung erfolgt mit zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen. Wurde dies richtig durchgeführt, bedarf es keiner Auffrischimpfung.

Einmal Windpocken – lebenslang immun?

Alle Schwangeren, die gegen Windpocken immun sind, können sich zwar anstecken, werden daraufhin aber an Gürtelrose (Herpes Zoster) erkranken. Nach bisherigem Wissen geht von einer Gürtelrosenerkrankung der Schwangeren keine Gefahr für das ungeborene Kind aus. Jedoch ist eine medikamentöse Behandlung dieser unangenehmen Erkrankung während der Schwangerschaft nur bedingt möglich. Versuchen Sie also so gut es geht, den Kontakt mit dem Erreger zu vermeiden, vor allem indem Sie den Kontakt mit erkrankten Kindern umgehen. Die behandelnde Ärztin sollte zudem über die Schwangerschaft informiert werden.

Ansteckung in der Schwangerschaft

Erkrankt eine Frau, die gegen den Erreger nicht immun ist, in den ersten vier bis fünf Schwangerschaftsmonaten an Windpocken, kann dies Zell- oder Organschäden beim ungeborenen Kind oder ein niedriges Geburtsgewicht zur Folge haben. Auch eine Fehl- sowie Frühgeburt kann daraus resultieren. Das Risiko ist jedoch sehr gering. Zudem kann die Ärztin den Ausbruch der Krankheit mit Immunglobulinen stoppen oder den Verlauf erleichtern. Gefährlich ist eine Windpockeninfektion auch einige Tage vor und nach dem Geburtstermin, denn zu diesem Zeitpunkt kann sich das Neugeborene sehr leicht selbst infizieren. Dies kann in den ersten sechs Monaten nach der Geburt ohne Behandlung lebensbedrohlich für das Kind sein.

Falls Sie den Verdacht haben, dass Sie sich während der Schwangerschaft mit Windpocken angesteckt haben könnten, informieren Sie Ihre Frauenärztin. Sie wird den Immunstatus überprüfen und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen mit Ihnen besprechen.

Gegen Windpocken darf während einer Schwangerschaft nicht geimpft werden. Planen Sie eine Schwangerschaft und sind Sie noch nicht immun, lassen Sie die Impfung mindestens drei Monate vor der geplanten Zeugung durchführen.

Bild-Copyright © phalinn ooi/flickr (cc-by-2.0)

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Info:
Windpocken in der Schwangerschaft ist Beitrag Nr. 4735
Autor:
BabyCare-Team am 31. März 2017 um 09:00
Category:
Allgemeine Informationen,Baby,Impfung,Infektionen
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