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Was der Vater in und nach der Schwangerschaft tun kann

Der Vater kann sich schon während der Schwangerschaft einbringen

Der Vater kann sich schon während der Schwangerschaft einbringen

Die Geburt eines Kindes ist einer der wohl intensivsten Momente, die man in seinem Leben erfährt. Durch ein eigenes Kind kommen aber auch Kompromisse mit den eigenen Bedürfnissen auf – für Mutter und auch für Vater.

Werdende Väter spielen während der Schwangerschaft meist nur eine sehr passive Rolle. Wohingegen ihre Partnerin einen runden Bauch bekommt, Stimmungsschwankungen und Hormonveränderungen durchlebt, können Männer meistens „einfach nur da sein“. Aufgrund ihrer Passivität können sich Väter überfordert fühlen.

Vater – der „Fels in der Brandung“

Eine Schwangere durchläuft während der Schwangerschaft verschiedene Phasen der Emotionalität. In den ersten Monaten der Schwangerschaft erlebt die Frau ein Gefühlschaos gemischt aus Freude, Zweifel und auch Zurückweisung. Für viele Männer sind manch aufkommende Gefühlszustände nicht nachvollziehbar. Trotzdem ist es wichtig, dass die Frau sich ernstgenommen und verstanden fühlt. Die werdenden Väter können oft nur versuchen der „Fels in der Brandung“ zu sein und ihrer Partnerin bei alltäglichen Aufgaben unter die Arme greifen. Wichtig ist auch, dass man(n) ein Gespür für das Kind im Bauch der Mutter bekommt und die Frau ihn bei dem Spüren der ersten Bewegungen des Kindes miteinbezieht. Ist die Schwangerschaft weiter fortgeschritten, kommen für die Frau zusätzlich körperliche Beschwerden und Einschränkungen durch den runden Bauch hinzu. Der Vater sollte daher Rücksicht nehmen und Verständnis haben, wenn seine Partnerin zeitweise überemotional und impulsiv reagiert.

Geburtsvorbereitungskurs

Eine Schwangerschaft ist keine Soloaufgabe! Daher können auch Männer Wissenswertes bei Vorbereitungskursen lernen. Wer gut Bescheid weiß, kann mit Situationen wie das Wechseln der Windeln, dem Baden des Kindes oder auch mit den Umständen während der Geburt besser umgehen. Denn für viele Männer ist der Zustand der Hilflosigkeit bei der Geburt, während die Partnerin Schmerzen erträgt, schwer zu verarbeiten. In den Vorbereitungskursen werden außerdem entspannende Massagetechniken und Schwangerschaftsgymnastik vorgestellt und erklärt. Der Mann zeigt somit nicht nur Interesse an seiner Partnerin und dem Kind, sondern kann durch erlernte Massagetechniken zur besseren Verarbeitung der Wehen während der Geburt beitragen.

Entbindung geschafft – und nun?

Besonders die Wochen nach der Geburt sind für die frischgebackene Mutter anstrengend. Am dritten Tag nach der Entbindung kommt es oft zum so genannten „Heultag“ aufgrund der Hormonumstellung des Körpers. Auch hier können Männer nicht viel ausrichten, sondern sollten ihrer Partnerin vielmehr einfach Zuwendung schenken.

Der Alltag zuhause wird durch das Neugeborene auf den Kopf gestellt! Währenddessen die Mutter einen ständigen Kampf zwischen Müdigkeit und Erschöpfung erlebt, sind nach ein paar Wochen manche Männer froh, sich durch ihren Job der anstrengenden häuslichen Situation entziehen zu können. Dabei kommt es nicht selten vor, dass sie deshalb von den Müttern beneidet werden. Dennoch ist dies für den Vater der richtige Zeitpunkt, um sich in die Bindung zwischen Mutter und Kind einzuklinken. Das Kind zu waschen, zu wickeln oder mit dem Kind spazieren zu fahren, fördert nicht nur die Vater-Kind-Bindung. Vielmehr wird auch das Verhältnis zur Partnerin, die sich einen Moment erholen kann, gefestigt. Wenn das Zusammenleben sich auf diese Weise einpendelt, besteht nicht nur ein Gleichgewicht die Kindesfürsorge betreffend. Der Vater erlernt auf diesem Weg einen eigenen Umgang mit dem Kind und schafft durch gemeinsame Erlebnisse einen guten Zusammenhalt in der jungen Familie.

Autorin: Lea Sentner

Copyright: © estebantroncosofoto0 /pixabay

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Info:
Was der Vater in und nach der Schwangerschaft tun kann ist Beitrag Nr. 4912
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BabyCare-Team am 16. Juni 2017 um 09:00
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