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Sommerzeit – Badezeit: So vermeiden Sie Vaginalinfektionen

Vaginalinfektionen gelten als die häufigste Ursache für Frühgeburten.

Vaginalinfektionen gelten als die häufigste Ursache für Frühgeburten.

Gerade weil der Sommer ins Wasser zu fallen schein – die bisher eher sparsam bemessenen sommerlich heißen Tage möchten umso intensiver genossen werden. Viele Schwangere fragen sich, ob sie bedenkenlos in öffentliche Bäder gehen dürfen. Hintergrund ist die Sorge um Vaginalinfektionen, die in der Schwangerschaft möglichst zu vermeiden sind. Vaginalinfektionen gelten als die häufigste Ursache für Frühgeburten. Die Infektionen können aufsteigen und einen vorzeitigen Blasensprung oder frühzeitige Wehen auslösen. Öffentliche Schwimmbäder sind gechlort. Dies tötet Keime ab. Wenn Sie aber das Gefühl haben, dass mit dem Wasser etwas nicht in Ordnung ist, gehen Sie lieber nicht hinein. Sowieso nicht benutzen sollten Sie in der Schwangerschaft öffentliche Whirlpools. Das warme Wasser und die Bewegungsstrudel machen sie zu wahren Bakterienschleudern.

Vaginalinfektionen – mit diesen Mitteln vorbeugen

Durch die Hormonumstellung sind Schwangere gerade in dieser Zeit aber anfälliger für Infektionen.

Was kann denn nun frau vorbeugend gegen Vaginalinfektionen (bakterielle Infektionen, aber auch Pilzinfektionen) machen:

  • Ein warm-feuchtes Klima unter Luftabschluss begünstigt das Wachstum von Hefepilzen (Candida). Tragen sie deshalb keine eng anliegende Kleidung und keine Slipeinlagen mit Kunststoff-Folie
  • Bevorzugen Sie Wäsche aus Naturfasern, am besten Baumwolle
  • Waschen Sie Ihre Unterwäsche bei mindestens 60 Grad
  • Tragen Sie keine String-Tangas. Durch sie können verstärkt Keime zwischen den Schamlippen verschleppt werden
  • Achten Sie auf eine gute Toilettenhygiene. Wischen Sie Ihren After immer von vorne nach hinten. Damit können Sie dem Eindringen von Darmkeimen in die Vagina vorbeugen
  • Verwenden Sie für die Reinigung des Intimbereichs keine Seife, warmes Wasser genügt
  • Führen Sie keine Scheidenspülungen durch und bringen Sie keine Substanzen (Spray, Gel usw.) in die Scheide ein, es sei denn, diese sind ärztlich verordnet
  • Wechseln Sie nach dem Baden und Schwimmen immer sofort Ihre nasse Badebekleidung

Bakterielle Scheideninfektionen lassen sich recht einfach früh erkennen, bevor sie richtig ausgebrochen sind.

Mit einem einfachen pH-Test lässt sich der Säuregrad der Vaginalschleimhaut messen und ist dieser erhöht (über pH 4,7), dann ist dies ein Anzeichen für eine Milieustörung. Ob wirklich eine bakterielle Infektion ausgebrochen ist, kann durch die Frauenärztin bzw. den Frauenarzt abgeklärt werden.

Bild-Copyright © Thomas Pompernigg/flickr (CC BY-SA 2.0)

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Info:
Sommerzeit – Badezeit: So vermeiden Sie Vaginalinfektionen ist Beitrag Nr. 5047
Author:
renate.kirschner am 4. August 2017 um 09:00
Category:
Allgemeine Informationen,Freizeit,Infektionen,Komplikationen,Sommer und Schwangerschaft
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