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Grippe – Gefahr für Mutter und Baby

Allen Schwangeren wird empfohlen, sich gegen die Grippe impfen zu lassen

Allen Schwangeren wird empfohlen, sich gegen die Grippe impfen zu lassen

Die kalten Wintermonate sind da und schon beginnt wieder die Erkältungszeit. Aber auch die herannahende saisonale Grippe (Influenza) sorgt jetzt zunehmend für Unwohlsein und volle Wartezimmer. Gerade für Schwangere und ihre Ungeborenen kann diese, oftmals unterschätzte, Viruserkrankung schwerwiegende Folgen haben.

Der Grund dafür ist, dass der mütterliche Organismus und damit besonders das Immunsystem runterreguliert sind und damit für Infektionen anfälliger werden. Bedingt dadurch sind in diesen Fällen die Krankheitsverläufe schwerer als bei gleichaltrigen Nichtschwangeren. Ebenfalls können frühzeitige Wehentätigkeiten auftreten und das Risiko einer Früh- oder sogar einer Totgeburt ist stark erhöht.

Auch nach der Geburt, besonders in den ersten Wochen und Monaten, besteht für ein Neugeborenes eine erhöhte Infektionsgefahr, da sein eigenes Immunsystem noch nicht ausreichend ausgereift ist. Eine Influenzaerkrankung bei Frühgeborenen in diesem Zeitraum kann fatale gesundheitliche Auswirkungen wie zum Beispiel Lungenentzündungen, sehr hohes Fieber bis hin zu Gehirnschädigungen zur Folge haben.

Trotz Empfehlung wenig Impfbereitschaft bei Schwangeren

Seit 2010 wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) besonders Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch empfohlen, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Studien haben ergeben, dass jedoch lediglich 11 % der Schwangeren dies tatsächlich auch tun und somit sich selbst und ihr Baby schützen.

Viele werdende Eltern befürchten negative Auswirkungen für ihr ungeborenes Kind durch Impfstoffe oder haben eine allgemeine Ablehnung gegen Impfungen. Besonders im Fall der Influenzaimpfung ist dies jedoch völlig unbegründet, denn hierbei wird ein sogenannter Totimpfstoff verwendet, der nur noch aus Teilen der bereits getöteten Viren besteht, welche das Immunsystem anregen sollen, entsprechende Antikörper zu bilden. Eine Ansteckung Anderer oder gar eine Erkrankung an Grippe durch die Impfung ist also ausgeschlossen.

Eine Impfung – Doppelter Schutz!

Im Gegenteil – die Impfung bereits während der Schwangerschaft hat einen entscheidenden Vorteil, denn die gebildeten Antikörper der Mutter werden durch die Plazenta auf das Ungeborene übertragen und schützen so auch eine gewisse Zeit nach der Geburt das Baby vor einer Ansteckung mit dem gefährlichen Virus. Auch während der Stillzeit wird der Säugling dadurch indirekt geschützt.

Neue Grippe – Neue Impfung

Besonders an den bevorstehenden Feiertagen häufen sich die Ansteckungen mit Influenza und um den Jahreswechsel herum gibt es meistens die erste sogenannte Grippewelle.

Wer zu einer der Risikogruppen gehört, für die die Influenza­impfung empfohlen wird, sollte sich jedes Jahr wieder neu impfen lassen. Ersten wird die Impf­stoff­zusammen­setzung an die jeweils neuen Influenza­virus­typen angepasst. Zweitens hält die Schutz­wirkung der Impfung gegen die Grippe vermutlich nur eine Saison an, auch wenn sich die Zusammensetzung des Impfstoffes nicht verändert.

Es dauert ca. 10 bis 14 Tage, bis der Impf­schutz nach der Impfung vollständig aufgebaut ist, deshalb wird empfohlen, sich möglichst früh im Winter impfen zu lassen, um rechtzeitig geschützt zu sein.

 

Autorin: Julia Weitlandt

Bild-Copyright: © Dirk Vorderstraße/flickr (CC BY 2.0)

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