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Mit Eisen einer Blutarmut in der Schwangerschaft vorbeugen

In der Schwangerschaft kann es schneller zu einer Blutarmut kommen

In der Schwangerschaft kann es schneller zu einer Blutarmut kommen

Der Begriff Blutarmut steht als Synonym für einen ausgeprägten Eisenmangel sowie eine Eisenmangelanämie (eine durch Eisenmangel bedingte Blutarmut). Ihr Körper benötigt in der Schwangerschaft viel mehr Eisen als sonst, weil beide – Mutter und Kind – versorgt werden müssen und für den Aufbau des werdenden Organismus sehr viel Eisen nötig ist. Dadurch kommt es gar nicht so selten im Lauf der Schwangerschaft zu Blutarmut, auch Schwangerschaftsanämie genannt. Wenn Sie sich sehr müde und abgeschlagen fühlen und sehr blass aussehen, können das Symptome dafür sein. Auch Herzklopfen, Atemnot, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und ein Gefühl der Herzenge treten manchmal auf.

Mit Lebensmitteln gegen Blutarmut?

Den höchsten Eisengehalt besitzen tierische Leberprodukte. Diese sollten jedoch aufgrund ihres ebenfalls sehr hohen Vitamin-A-Gehalts im ersten Schwangerschaftsdrittel NICHT verzehrt werden.

Aber auch andere, nicht nur tierische, Lebensmittel stellen eine gute Eisenquelle dar. Auf ihren Verzehr sollten Sie durch den in der Schwangerschaft erhöhten Bedarf von 30mg pro Tag besonderen Wert legen.

Gute tierische Eisenlieferanten sind (Gehalt pro 100g):

Blutwurst (17mg)

Miesmuscheln (4,5mg)

Gekochter Schinken (2,59mg)

Kalbfleisch (2,3mg)

Gute pflanzliche Eisenlieferanten sind (Gehalt pro 100g):

Hirse (9,0mg)

Weizenkeime (8,0mg)

Sonnenblumenkerne (6,3mg)

Haferflocken (4,6mg)

Zartbitterschokolade (4,6mg)

Haselnüsse (4,0mg)

Mandeln (4,0mg)

Aprikosen (getrocknet) (3,8mg)

Kichererbsen (3,0mg)

Roggenvollkornbrot (3,0mg)

Spinat (3,0mg)

Tofu (2,5mg)

Da Vitamin C die Aufnahme von Eisen verbessert, achten Sie auch auf Ihren Vitamin-C-Versorgung: Zitrusfrüchte, frisches, rohes Gemüse und Kartoffeln enthalten besonders viel davon.

Sollte ich während der Schwangerschaft ein Präparat mit Eisen einnehmen?

Eisen gehört zu den Nährstoffen, die der Körper während der Schwangerschaft verstärkt benötigt. Leider reicht eine eisenreiche Ernährung oft nicht aus, um einer Blutarmut entgegenzuwirken. Falls Sie den Verdacht haben, dass ein Eisenmangel entstanden ist, sprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin darüber und lassen Sie Ihre Eisenwerte überprüfen.

Um eine Blutarmut zu diagnostizieren, werden folgende Laborwerte herangezogen:

– Hämoglobingehalt im Blut (Hb-Wert)

– Serum-Ferritin (Eisenspeicher)

– Transferrin-Sättigung: Der Sättigungszustand des Transportproteins Transferrin durch Eisen

– C-reaktives Protein (CRP): Liegt eine Entzündung vor, produziert der Körper vermehrt CRP. Dieses blockiert die Abgabe von Eisen aus den Eisenspeichern. Liegt der CRP-Wert über 3mg/dl, kann ein Eisenmangel entstehen, obwohl die Eisenspeicher gefüllt sind (Serum-Ferritin-Wert in Ordnung).

Diagnostiziert Ihre Frauenärztin bzw. Ihr Frauenarzt einen Eisenmangel, werden sie Ihnen spezielle Eisenpräparate verschreiben, da der Eisengehalt in vielen Kombipräparaten für Schwangere zu gering ist, um einen wirklichen Eisenmangel auszugleichen.

Es gilt unbedingt zu beachten: Die Einnahme von Eisenpräparaten in der Schwangerschaft sollte nur nach Abklärung mit der Frauenärztin bzw. dem Frauenarzt erfolgen.

Bild-Copyright © Beni Rupp/flickr (CC BY 2.0)

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1 Kommentar

  1. Elisabeth

    Vielen Dank für diesen informativen Artikel. Das ist ein Thema, das leider mehr als ein Drittel aller Schwangeren betrifft. Auch ich hatte sehr stark mit diesem Problem zu kämpfen. Vor allem die extreme Müdigkeit, dieses Gefühl, ständig schlafen zu müssen, war für mich sehr anstrengend. An manchen Tagen im Büro habe ich manchmal einfach den Kopf auf den Tisch gelegt und die Augen geschlossen.
    Einige Frauenärzte empfehlen in diesem Fall auch „Kräuterblut“.
    Zusätzlich kann durch Homöopathie (z.B. Ferrum phos.) die Eisenaufnahme positiv beeinflusst werden.

    #1 Comment vom 23. Februar 2018 um 11:31

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