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Zweite Schwangerschaft – neue Fragen?

In der zweiten Schwangerschaft stellen sich meist andere Fragen als in der ersten

In der zweiten Schwangerschaft stellen sich meist andere Fragen als in der ersten

Sie haben schon ein Kind? Dann stellen sich Ihnen schon während der Schwangerschaft sicher einige andere Fragen als Erstgebärenden. Schließlich haben Sie nun schon Erfahrung und leben unter anderen Bedingungen, sodass sich ganz praktische Fragen stellen wie: Darf ich mein erstes Kind noch auf dem Arm herumtragen, wenn ich mit meinem zweiten schwanger bin? Und muss ich mein erstes Kind jetzt abstillen? Ebenso wird es in der Zeit rund um die Geburt sein: Wird sie ähnlich verlaufen wie die vorherige? Was wird möglicherweise anders sein?

Auch ergeben sich weitere Fragen, sobald Sie mit der kleinen Erdenbürgerin oder dem kleinen Erdenbürger zu Hause eintreffen. Antworten auf diese speziellen Fragen möchten wir Ihnen im Folgenden beantworten.

Was ist in der zweiten Schwangerschaft anders als in der ersten?

Vieles wird Ihnen jetzt vertrauter sein als beim ersten Mal. Allerdings ist jede Schwangerschaft individuell. Deshalb kann es sein, dass Sie sich jetzt mit ganz anderen Themen beschäftigen als in Ihrer ersten Schwangerschaft. Manche Beschwerden, die Sie beim ersten Mal beeinträchtigt haben, tauchen jetzt möglicherweise gar nicht auf.

Auf jeden Fall gibt es ein Thema, das jetzt neu ist: Sie haben bereits ein Kind, das diese Veränderung – je nach Alter mehr oder weniger bewusst – schon miterlebt.

Besonders schön finden viele Frauen an der zweiten Schwangerschaft, dass sie jetzt alles noch intensiver und bewusster erleben können, als beim ersten Mal.

Darf ich während meiner Schwangerschaft mein erstes Kind weiter auf dem Arm tragen?

Während der Schwangerschaft sollten Sie möglichst nicht schwer heben und tragen. Natürlich ist das gerade kleinen Kindern schwer zu vermitteln. Versuchen Sie dennoch, mit Ihrem Kind zu reden: Erklären Sie ihm, dass ein kleines Geschwisterchen in Ihrem Bauch heranwächst, lassen Sie Ihr Kind an der Vorfreude teilhaben, wecken Sie Neugier und Interesse. Es gibt inzwischen auch viele gute Kinderbücher, die dieses Thema altersgerecht aufbereiten. Auch in Geschwisterkursen lernen die Kinder was mit Mama jetzt gerade passiert.

Finden Sie individuelle Wege, die Ihre Situation vereinfachen. Nehmen Sie zum Beispiel immer den Buggy mit: Falls Ihr Kind unterwegs nicht mehr laufen kann, kann es gefahren statt getragen werden. Damit es weiterhin ausreichend körperliche Nähe genießen kann, können Sie Ihr Kind jetzt öfter auf den Schoß nehmen, statt es herumzutragen. Setzen Sie sich dafür zuerst selbst hin, dann nehmen Sie Ihr Kind auf den Schoß. Oder Sie kuscheln einfach nebeneinander auf dem Sofa.

Schadet es meinem ungeborenen Kind, wenn ich mein erstes Kind während der Schwangerschaft weiter stille?

Sie können auch während einer Schwangerschaft weiter stillen. Es ist jedoch besonders wichtig, dass Sie auf eine gesunde Ernährung achten, damit Ihr Kind, das Ungeborene und Sie selbst gut mit Nährstoffen versorgt werden. Sie sollten durch das Stillen außerdem nicht weiter abnehmen oder zu wenig Gewicht zulegen. Stimmen Sie sich mit Ihrer Frauenärztin bzw. Ihrem Frauenarzt ab, ob Sie Ihre Ernährung gegebenenfalls noch optimieren können oder ob etwas gegen das Stillen spricht, wie beispielsweise ein erhöhtes Frühgeburtsrisiko. Denn das Stillen kann zu Gebärmutterkontraktionen führen. Deshalb sollte bei Schmerzen im Unterleib oder Blutungen mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt das Abstillen besprochen werden.

Denken Sie auch daran, dass nach der Geburt des weiteren Kindes dann beide Kinder gestillt werden wollen, was körperlich recht anstrengend für Sie werden und zu Eifersucht beim älteren Kind führen kann. Übrigens: Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Kind unter Umständen jetzt plötzlich das Interesse an der Muttermilch verliert, weil deren Geschmack sich durch die Hormonumstellung in der Schwangerschaft verändert. Ein Abstillen vor der nächsten Geburt kann auch durch das Nachlassen der Milchmenge oder die in der Schwangerschaft sehr empfindlichen Brustwarzen sinnvoll werden.

Bild-Copyright © bengrey/flickr

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