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Chronische Krankheiten in der Schwangerschaft – Erkrankungen der Schilddrüse

Funktionsstörungen der Schilddrüse machen während der Schwangerschaft eine ärztliche Behandlung unbedingt notwendig

Bei Krankheiten unterscheidet man zwischen akuten Erkrankungen, wie beispielsweise einem grippalen Infekt, atopischen Erkrankungen wie Asthma und chronischen Krankheiten, wie bspw. Diabetes. Akute Erkrankungen können in der Schwangerschaft häufiger auftreten. Das liegt daran, dass das Immunsystem während der Schwangerschaft stark beansprucht wird. Somit sollten Sie sich jetzt besonders gut schützen.

Insgesamt treten chronische Krankheiten bei Frauen im gebärfähigen Alter nicht so gehäuft aus. Für betroffene werdende Mütter  steht natürlich die Frage im Vordergrund, inwieweit ihre Erkrankung sich auf den Schwangerschaftsverlauf auswirken kann. Sie fragen sich auch, was sie beachten müssen, damit sich das Kind gesund entwickelt. Heute haben wir einige Fakten zum Thema Erkrankungen der Schilddrüse und Schwangerschaft zusammengestellt.

Erkrankungen der Schilddrüse

Ein veränderter Stoffwechselbedarf sowie hormonelle Veränderungen führen bei jeder Schwangeren zu einer physiologischen Anpassung der Schilddrüsenfunktion. Während der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Bedarf an Jod. Dieses wird sowohl von der mütterlichen Schilddrüse als auch von der Schilddrüse des ungeborenen Kindes für die Produktion von Hormonen benötigt.

Funktionsstörungen der Schilddrüse machen während der Schwangerschaft eine ärztliche Behandlung unbedingt notwendig. Ansonsten können verschiedene Risiken entstehen, z. B. eine verzögerte oder auch schlechtere geistige Entwicklung des ungeborenen Kindes. Eine Unterfunktion kann medikamentös reguliert werde und muss  genauer beobachtet werden. Unbehandelt kann sie zu Komplikationen bis hin zu Beeinträchtigungen des Kindes führen oder eine Fehlgeburt auslösen.

Während der Schwangerschaft ist es meist erforderlich, die Medikation einer Unter- und Überfunktionen der Schilddrüse, die vor der Schwangerschaft verordnet wurde, anzupassen. Schwangere, die unter einer Schilddrüsenfunktionsstörung leiden, sollten sich deshalb mit ihrer behandelnden Ärztin besprechen.

Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion. Wie hoch ist das Risiko, dass mein Kind geschädigt wird, weil ich regelmäßig Hormone einnehmen muss?

Glücklicherweise kann eine Unterfunktion absolut sicher mit Schilddrüsenhormonen behandelt werden, die richtig dosiert keine Nebenwirkungen haben und auch Ihrem Baby nicht schaden. Während der Schwangerschaft muss aber möglicherweise die Dosis erhöht werden.

Obwohl die Hormone für Ihre Schwangerschaft unbedenklich sind, sollten Sie mit Ihrer behandelnden Schilddrüsenärztin bzw. Ihrem Schilddrüsenarzt über Ihre Schwangerschaft oder mit Ihrer Frauenärztin/dem Frauenarzt über Ihre Schilddrüsenerkrankung bezüglich des Umgangs mit Jod sprechen. Denn je nach Krankheitsbild hat die Versorgung mit Jod einen besonderen Stellenwert.

So ist es bei einigen Schilddrüsenerkrankungen notwendig, viel Jod zu sich zu nehmen, bei anderen sollte auf Jod möglichst verzichtet werden. Da eine ausreichende Jodversorgung in der Schwangerschaft jedoch besonders wichtig ist, sollten Sie besprechen, wie in Ihrem Fall am besten vorzugehen ist, also ob und in welchem Umfang Sie während der Schwangerschaft Jod einnehmen sollen.

Photo by Tanja Heffner on Unsplash

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