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Nach der Geburt – Wie fühlt man sich in den ersten Tagen?

Nach der Geburt beginnt das wunderbare, nicht selten überwältigende Abenteuer

Bei der Vorbereitung für die Geburt und die erste Zeit danach müssen viele Themen berücksichtigt werden. Die Erstausstattung für das Baby muss da sein, die Kliniktasche gepackt, rechtliche Themen geklärt – aber auch die seelische Dimension darf nicht zu kurz kommen. Gerade in der ersten Schwangerschaft stellen sich der werdenden Mutter sehr viele Fragen die emotionale und körperliche Verfassung während und nach der Geburt betreffend. Kein Wunder, dass uns von BabyCare Teilnehmerinnen regelmäßig im Rahmen des BabyCare Fragebogens entsprechende Fragen gestellt werden.

Wie werde ich mich direkt nach der Geburt fühlen?

Zuerst einmal werden Sie sich sicher etwas erschöpft, aber auch sehr glücklich, beinahe euphorisch fühlen. Innerhalb der ersten drei Tage verändert sich die hormonelle Situation jedoch rasant: Der erhöhte Spiegel der Endorphine, welche der Körper während der Geburt vermehrt ausgeschüttet hat, um Angst und Schmerzen zu lindern, sinkt rapide – und zusätzlich zu den hormonellen Veränderungen spüren junge Mütter in dieser Situation oft schon, dass von allen Seiten Erwartungen auf sie zukommen. Natürlich braucht das Kind jetzt volle Aufmerksamkeit.

Was tun beim Gefühl der Überforderung nach der Geburt?

Oft ist die Mutter in den ersten Tagen überfordert, kann nicht sofort einschätzen, was ihr Kind braucht, hat Angst, etwas falsch zu machen, und vermisst vielleicht Unterstützung durch andere. Zudem erwarten manche Menschen in Ihrem Umfeld, dass alles „so weitergeht wie bisher“ – nur eben mit Kind. Oft erwarten das die Mütter auch von sich selbst. Dadurch entsteht unweigerlich eine Überforderungssituation.

Krisen nach der Geburt treten deshalb recht häufig auf. Es ist wichtig, dass Sie sich Hilfe holen, sobald Sie spüren, dass Sie bestimmte Situationen nicht allein bewältigen. Ihre Hebamme wird Ihnen in vielen Situationen helfen können. Scheuen Sie sich nicht, sie zu fragen. Auch Ihre Frauenärztin und Vertrauenspersonen aus der Familie oder dem Freundeskreis können jetzt helfen. Denken Sie auch daran, Ihren Partner in Ihre Gedanken und Gefühle einzubeziehen und seine Unterstützung anzunehmen.

Welche Hilfe kann ich in den ersten Tagen mit meinem Baby erhalten?

Eine ganz wesentliche praktische und beratende Unterstützung bietet Ihre Hebamme. Sie sollten auf keinen Fall auf die Hebammenhilfe verzichten. Auf diese Hilfe haben Sie bis zu zehn Tage nach der Geburt Anspruch, die Hebamme kommt also auch nach mehrtägigem Klinikaufenthalt noch einige Male zu Ihnen nach Hause. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

Sollten bereits Geschwisterkinder da sein und keine weitere Person im Haushalt, zum Beispiel weil der Partner fehlt oder den ganzen Tag außer Haus ist, können Sie auch eine Haushaltshilfe beantragen. Dies muss ärztlich verordnet und von der Krankenkasse, die die Kosten übernimmt, genehmigt werden.

Bei Stillproblemen können Sie die Hebammenhilfe noch länger nutzen. Auch bei verschiedenen anderen Beschwerden, die eine weitere Betreuung durch die Hebamme erforderlich machen, kann die Betreuung ausgeweitet werden. Insgesamt stehen Ihnen dann bis zu 16 zusätzliche Besuche innerhalb von acht Wochen zu. In diesem Fall sollten Sie mit Ihrer Krankenkasse darüber sprechen, ob und in welchem Rahmen die zusätzlichen Kosten übernommen werden.

Bild: smpratt90 / pixabay

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