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15. Dezember 2017

Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit – Zimt mit Vorsicht genießen

Zimt in der Schwangerschaft? - mit Vorsicht zu genießen

Zimt in der Schwangerschaft? – mit Vorsicht zu genießen

Die Vorweihnachtszeit hat begonnen und die kulinarischen Verführungen locken nun allerorts mit feinen Düften und markanten Gewürzen, wie zum Beispiel Zimt, Kardamom, Anis und Nelken. Doch viele Gewürze schmecken und duften nicht nur toll, sondern können auch gesundheitliche Auswirkungen auf den Körper haben – positive wie auch negative.

Gewürze als natürliche Heilmittel

Die heilende Wirkung bestimmter Gewürze ist bereits seit der Antike bekannt, gerät jedoch im Bewusstsein der Menschen, aufgrund der Vielzahl an „modernen“ Medikamenten, immer weiter in Vergessenheit. Besonders Zimt ist in seiner Wirkung nicht zu unterschätzen, es regt den Stoffwechsel an, kann den Blutzuckerspiegel senken und wirkt antibakteriell. Ein Wundermittel für Jedermann könnte man jetzt denken, doch weit gefehlt. Besonders Schwangere sollten Zimt in nur sehr geringen Mengen genießen, da es unter anderem eine Wehen fördernde Wirkung hat. Um jedoch gezielt Wehen auszulösen, reichen übliche Mengen in Backwaren bei weitem nicht.

In Zimt enthaltenes Cumarin ist krebserregend

Zimt enthält den Pflanzenstoff Cumarin (Kumarin)  – dieser kommt bspw. auch in Datteln, Tonkabohne und Waldmeister vor. Cumarin besitzt einen charakteristischen, sehr angenehmen Geruch. Jedoch haben Tierversuche  ergeben, dass dieser Stoff nicht nur in hohen Dosen toxisch ist, sondern potentiell sogar krebserregend wirken kann. Daher ist die Verwendung von Cumarin (als natürlicher Bestandteil von Zimt) in Lebensmitteln nur eingeschränkt zulässig. Starke Kopfschmerzen und Schwindel, bis hin zu Erbrechen können durch größere Mengen Cumarin verursacht werden.

Zimt ist nicht gleich Zimt. Zimtcheck – Cassia vs. Ceylon

Die gute Nachricht lautet aber, dass es große Unterschiede verschiedener Zimtsorten hinsichtlich ihres Cumaringehaltes gibt. Der günstigere Cassiazimt (Zimtkassis, chinesischer Zimt) weist die höchste Cuminbelastung auf. In Deutschland ist jedoch neben dem chinesischen Zimt u.a. auch der ceylonesische gebräuchlich. Der Ceylonzimt ist übrigens der echte Zimt – er zeichnet sich durch hohe Qualität aus sowie eine vergleichsweise sehr geringe Belastung mit Cumarin. Übrigens ist es empfehlenswert, während einer Schwangerschaft auch auf ätherische Zimtöle zu verzichten – dies aufgrund der Tatsache, dass diese die Haut sehr reizen.

Wer nicht auf Zimt verzichten möchte, kann diese drei Tipps nutzen

Backen Sie ihr Zimtgebäck dieses Jahr doch einmal selber, vielleicht im Kreise von Freunden und Familie wird es zum besonderen Erlebnis in der Vorweihnachtszeit. Hierbei können Sie die Zutaten gezielt selber wählen und auf Qualität und Menge des verarbeiteten Zimtes achten. Gerade beim Kauf von Zimt gibt es ein großes Angebot, Zimt als Pulver oder Stangen, Cassia oder Ceylon. Wir empfehlen den Kauf von Zimt als Stange, hierbei ist die Unterscheidung beider Sorten wesentlich einfacher als beim Kauf der Pulvervariante, da nicht immer klar ist welche Zimtsorte dort verarbeitet wurde. Cassiazimt als Stange ist viel grober und besteht aus dicken Rinden. Ceylonzimt hingegen mutet filigraner an und besteht aus mehreren Lagen. Darüber hinaus sollten Sie Bio-Qualität bevorzugen, diese ist zwar teurer, aber meistens wird dort der hochwertige Ceylonzimt verarbeitet. So kann man unbeschwert in die Adventszeit starten.

In diesem Sinne wünschen wir allen werdenden Mamis eine leckere und gesunde Vorweihnachtszeit!

Autorin: Julia Weitlandt

Bild-Copyright © PublicDomainPictures/pixabay

8. Dezember 2017

Eisenmangel in der Schwangerschaft frühzeitig erkennen – BabyCare-App hilft!

Eisenmangel: Jede 3. werdende Mama ist betroffen

Eisenmangel: Jede 3. werdende Mama ist betroffen

Dass eine Schwangere keinesfalls für zwei essen muss, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Etwas mehr als sonst darf es dennoch sein: Ungefähr ab dem vierten Schwangerschaftsmonat steigt Ihr Kalorienbedarf um etwa 250 Kilokalorien pro Tag. Kalorien braucht Ihr Körper also nicht viel mehr als vor der Schwangerschaft, dafür braucht er aber ganz dringend mehr Nährstoffe.

Eisen und Vitamin C – eine gesunde Mischung

Am stärksten ist der Bedarf an Eisen erhöht, er hat sich jetzt von 15 auf 30 mg verdoppelt. Um einer Schwangerschaftsanämie vorzubeugen oder entgegenzuwirken, sollten Sie jetzt ausreichend Eisen zu sich nehmen. Nahrungsmittel mit einem hohen Eisengehalt sind (more…)

1. Dezember 2017

Grippe – Gefahr für Mutter und Baby

Allen Schwangeren wird empfohlen, sich gegen die Grippe impfen zu lassen

Allen Schwangeren wird empfohlen, sich gegen die Grippe impfen zu lassen

Die kalten Wintermonate sind da und schon beginnt wieder die Erkältungszeit. Aber auch die herannahende saisonale Grippe (Influenza) sorgt jetzt zunehmend für Unwohlsein und volle Wartezimmer. Gerade für Schwangere und ihre Ungeborenen kann diese, oftmals unterschätzte, Viruserkrankung schwerwiegende Folgen haben.

Der Grund dafür ist, dass der mütterliche Organismus und damit besonders das Immunsystem runterreguliert sind und damit für Infektionen anfälliger werden. Bedingt dadurch sind in diesen Fällen die Krankheitsverläufe schwerer als bei gleichaltrigen Nichtschwangeren. Ebenfalls können frühzeitige Wehentätigkeiten auftreten und das Risiko (more…)

24. November 2017

Safety First – Wunschkaiserschnitt als Allheilmittel?

Aus Angst vor den Schmerzen bevorzugen immer mehr Frauen einen Wunschkaiserschnitt.

Aus Angst vor den Schmerzen bevorzugen immer mehr Frauen einen Wunschkaiserschnitt.

Aus Angst vor den Schmerzen bevorzugen immer mehr Frauen einen Wunschkaiserschnitt, anstatt ihr Kind auf natürlichem Weg zur Welt zu bringen. Nicht selten ist es jedoch so, dass die Frauenärzte und Geburtshelfer diesem Wunsch zustimmen, ohne gründlich über die möglichen Risiken aufzuklären. Denn bei diesem Thema liegt die Angst auf beiden Seiten, sowohl bei der werdenden Mutter, als auch beim Arzt.

Wunschkaiserschnitt – nicht immer die einfachste Lösung

Das ist damit zu erklären, dass viele Eltern nach wie vor die Vorstellung haben, eine Geburt müsse unbedingt ohne Komplikationen verlaufen. Die Ärzte sehen sich also, aus berufsethischen Gründen, in der Verantwortung, jegliche Risiken zu minimieren. (more…)

17. November 2017

Starkes Übergewicht in der Schwangerschaft? – das können Sie tun

Mütterliches Übergewicht kann in der Schwangerschaft negative Folgen für Mutter und Kind haben,

Mütterliches Übergewicht kann in der Schwangerschaft negative Folgen für Mutter und Kind haben,

70 % der Schwangeren in Deutschland brauchen sich über ihr Gewicht in der Schwangerschaft keine Gedanken zu machen. 17 % haben Übergewicht und 9 % haben einen Body Mass Index (BMI) >=30 und sind damit stark übergewichtig bzw. adipös.

Nicht wenige Schwangere mit Übergewicht erfahren auch gerade im Gesundheitswesen Vorurteile und Abwertungen. Dabei ist das Übergewicht häufig nicht Folge von bloßer Überernährung oder mangelnder körperlicher Aktivität, es kann auch genetisch bedingt oder durch Stoffwechselerkrankungen verursacht sein. Auch blicken viele Übergewichtige auf zahlreiche, aber oft wenig erfolgreiche Diätprogramme zurück.

Wenn Sie ein starkes Übergewicht haben, werden Sie in der Vorsorge automatisch als sog. Risikoschwangere „geführt.“ Dies stößt oft auf Unverständnis. Dabei kann dies jedoch auch von Vorteil sein, denn die betreuenden Ärzte schauen dann intensiver nach. (more…)