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12. Juni 2010

Herpes labialis und Schwangerschaft

Mit Herpes-Viren werden oft nur Herpes-simplex-Virus 1 und Herpes-simplex-Virus 2 gemeint, generell umfasst die Gruppe der Herpesviren aber acht verschiedene humanpathogene Herpesviren (HHV).

Herpes labialis ordnet man dem Herpes-simplex-Virus 1 (HSV-1) zu. Die Infektion zeigt sich meist durch schmerzhafte Bläschen am Mund; das Virus wird über den Bläscheninhalt und Speichel übertragen. Die Herpes-Viren sind hochinfektiös. Enger Hautkontakt, Küssen, Schmusen, gemeinsames Verwenden eines Glases oder Löffels oder Benutzen derselben Zahnbürste sowie Tröpfcheninfektion (z.B. beim Niesen) führen mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Ansteckung.

Nach der akuten Phase trocknen die Bläschen ein und heilen innerhalb von einigen Tagen ab, die Viren bleiben jedoch unbemerkt im Körper. Die meisten Menschen haben sich bereits in der Kindheit angesteckt und sind Träger dieses Herpes-simplex-Virus.

Sonnenbaden, Stress, Monatsblutungen und Verletzungen oder hormonelle Umstellung (Schwangerschaft) können die Abwehrkräfte des Körpers vermindern, das Virus wieder aktivieren und zum erneuten Ausbruch des Herpes labialis führen.

Der Lippenherpes ist während der Schwangerschaft unbedenklich. Hat die Mutter des Neugeborenen gerade einen frischen Schub von Lippenbläschen, muss ein Mundschutz getragen und auf konsequente Händedesinfektion geachtet werden – vor allem nach dem Auftragen von Salbe auf die Bläschen. Eine Behandlung ist umso erfolgreicher, je früher sie beginnt. Lippensalbe, die den Wirkstoff Aciclovir enthält, ist auch in der Schwangerschaft unbedenklich – während der Anwendung darf auch gestillt werden. Eine englische Studie fand jetzt heraus, dass auch Teebaumöl oder der Wirkstoff der Melisse (als Salbe aufgetragen) genauso wirkungsvoll sind.

Der zweite Typ des Virus wird über die Schleimhäute (Mund und Geschlechtsorgane) übertragen, ist damit also eine sexuell übertragbare Krankheit. Genitalherpes (Herpes genitalis) lässt sich an schmerzhaftem Ausschlag und Bläschen im Innen- und Außenbereich der Scheide erkennen und kann in der Schwangerschaft zu einer Fehlgeburt oder zu einer schweren Erkrankung des Neugeborenen führen.

Lesen Sie auf unserer BabyCare Internetseite mehr.

2. Juni 2010

Regelmäßige Anwendung des CarePlan®VpH -Messhandschuhs während der Schwangerschaft

Gerade in der Schwangerschaft treten vaginale Infektionen aufgrund des veränderten Hormonhaushalts besonders häufig auf und sind oft die Ursache einer Frühgeburt. Die Infektionen können sich bis in die Gebärmutter ausbreiten und zu Veränderungen des Muttermundes, zu vorzeitigen Wehen, zu einem vorzeitigen Blasensprung und schließlich zur Frühgeburt führen. Je früher eine solche Infektion bemerkt wird, umso leichter kann sie behandelt werden.

Die Bestimmung des Scheiden-pH-Wertes mittels CarePlan®VpH-Testhandschuh ist für betroffene Schwangere unablässig. Besonders Frauen, die übermäßig viele Vaginalinfektionen in ihrem Leben bzw. eine Infektion im letzten Jahr vor der Schwangerschaft hatten oder schon eine Frühgeburt erleiden mussten, wird von uns empfohlen, regelmäßig selber zu Hause den Scheidenwert zu messen. Eine Messung des vaginalen pH-Wertes sollte zweimal wöchentlich, vom Beginn der Schwangerschaft bis möglichst zur Entbindung erfolgen.

Erkennen Sie Vaginalinfektionen frühzeitig und beugen Sie aktiv Frühgeburten vor – BabyCare unterstützt Sie dabei!

26. Mai 2010

Zervixinsuffizienz und Schwangerschaft

Eine Zervixinsuffizienz erleiden ca. 3% aller Schwangeren vor der 37. Schwangerschaftswoche.

Der Gebärmutterhals (Zervix) hat normalerweise eine Länge von zwei Zentimetern und mündet zur Scheide hin in den Muttermund. Der Muttermund ist im Normalfall bis zur Geburt fest verschlossen. Im Verlauf der Schwangerschaft verlängert sich der Gebärmutterhals bis zu einer Länge von etwa vier Zentimetern.

Die Länge des Gebärmutterhalses kann durch vaginalen Tastbefund ermittelt werden. Normalerweise wird sie jedoch per Ultraschall gemessen. Verkürzt sich der Gebärmutterhals vorzeitig auf eine Länge von unter 2,5 Zentimetern, und geht dies mit einer Öffnung des Muttermundes einher, so droht eine Frühgeburt.

Eine Zervixinsuffizienz tritt am häufigsten zwischen dem 4. und dem 6. Schwangerschaftsmonat auf. Die Ursachen können verschieden sein. Manchmal ist sie eine Folge vorangegangener schwieriger Geburten, einer Gebärmutteroperation oder eines vorangegangenen Schwangerschaftsabbruchs. Ebenso können Infektionen eine Zervixinsuffizienz zur Folge haben. Auch bei Mehrlingsschwangerschaften kommt es oft zu einer Überdehnung des Gebärmutterhalses

Bei Zervixinsuffizienz sollte die Schwangere, je nach Stadium der Schwangerschaft, und je nach Länge der Zervix, bis zur Geburt strenge Bettruhe einhalten. Ist das Risiko einer Frühgeburt zu groß, kann eine Cerclage gelegt werden.

Sind Bindegewebsschwächen bekannt und gab es bereits in vorherigen Schwangerschaften Probleme mit dem Gebärmutterhals, sollte sich die Frau von Anfang an schonen. Es sollten keine schweren Gegenstände gehoben und keine anstrengenden Arbeiten verrichtet werden. Nur durch Schonung kann einer erneuten Gebärmutterhalsschwäche vorbeugt werden. Bei Mehrlingsschwangerschaften ist das Risiko erhöht, daher ist hier generell Schonung zu empfehlen.

Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt darüber. Mehr Informationen finden Sie in Ihrem BabyCare-Ratgeber.

19. Mai 2010

Volleyball in der Schwangerschaft

Sport ist in der Schwangerschaft nicht nur erlaubt, sondern tut auch gut, sofern es sich nicht um Hochleistungssport handelt. Die Gefahr von Thrombosen und Wassereinlagerungen ist bei sportlichen Schwangeren geringer. Trainierte Frauen haben bei der Entbindung weniger Schmerzen und benötigen seltener Schmerzmittel.

Frauen, die schon mehrere Fehlgeburten oder Komplikationen bei früheren Schwangerschaften hatten oder die unter bestimmten Krankheiten wie Infektionen, Bluthochdruck und Schilddrüsenstörungen leiden, müssen Sport allerdings ganz aus dem Programm streichen. Auch Frauen, die extremes Unter- oder Übergewicht haben, oft Schwindelanfälle bekommen oder in Atemnot geraten, sollten auf Sport verzichten. In jedem Fall muss aber die Ärztin entscheiden.

Normalerweise sollten Sportarten mit abrupten Bewegungsabläufen während der Schwangerschaft eher vermieden werden. Bei entsprechender Vorsicht ist Volleyball mit Freunden (kein Wettkampfvolleyball) möglich, dann sind die Gefahren wie Stürze und Zusammenstöße, die bei allen Mannschaftssportarten mit direktem Körperkontakt vorkommen, geringer.

Aber Achtung! Wenn Sie merken, dass es Ihnen zu viel wird, sollten Sie eine Pause einlegen.

30. April 2010

Heißhunger auf Rollmops und Co?

rollmops

Rollmöpse werden stark gesalzen und sind daurch aus hygienischer Sicht sicher.

Bei einem Bratrollmops handelt es sich um ein heiß gegartes Fischereierzeugnis, das Sie während der Schwangerschaft ohne Bedenken genießen können. Rollmops hingegen gehört zu den kalt gegarten Fischereierzeugnissen. Das bedeutet, er wird aus rohem Hering hergestellt. Da Rollmöpse jedoch stark gesalzen werden, sind sie aus hygienischer Sicht sicher und es spricht nichts gegen den Verzehr in der Schwangerschaft.

Der Verzehr so genannter kalt gegarter Fischereierzeugnisse, die stark gesalzen, gesäuert oder gezuckert sind, stellt kein Risiko für die Übertragung von Listerien dar. Zu dieser Gruppe gehören Matjesheringe, Bismarckhering, marinierter Hering, Rollmops oder Salzhering.

Auch heiß gegarte und industriell verpackte Fischereierzeugnisse sind wie andere erhitzte Lebensmittel unbedenklich, vorausgesetzt die Verpackungen sind frisch geöffnet. Aber auch in diesem Fall, empfehlen Experten, industriell hergestellte Erzeugnisse zu bevorzugen, denn Lebensmittelhersteller haben heute gute Qualitätssicherungsprogramme. In allen Fällen sollte eine geöffnete Verpackung in 2-3 Tagen aufgebraucht werden.

 

Bild-Copyright © Alpha / flickr (CC BY-SA 2.0)