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11. Oktober 2019

Fehlgeburt – das traurige Ende einer Schwangerschaft

Das Risiko einer Fehlgeburt sinkt ab der 13. Schwangerschaftswoche

Für eine werdende Mutter steht das Wohl des Ungeborenen im Vordergrund – ein gesundes Baby zur Welt zu bringen wird mitunter zur höchsten Priorität. Verständlich, dass bei vielen Schwangeren die Sorge entsteht, das Kind zu verlieren. In den 19 Jahren BabyCare haben wir von vielen Teilnehmerinnen Fragen zu diesem Thema erhalten. Einige Informationen dazu haben wir heute zusammengefasst.

Gibt es Phasen in der Schwangerschaft, in denen das Risiko für eine Fehlgeburt besonders hoch ist?

Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Fehlgeburt kommt, nachdem Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt die Schwangerschaft diagnostiziert hat, liegt insgesamt bei etwa (more…)

7. Oktober 2016

Fehlgeburt – wie kommt es dazu?

Zu einer Fehlgeburt kommt es bei 15 bis 20 Prozent aller diagnostizierten Schwangerschaften

Zu einer Fehlgeburt kommt es bei 15 bis 20 Prozent aller diagnostizierten Schwangerschaften

Unter einer Fehlgeburt, medizinisch auch Abort genannt, versteht man den Verlust eines Ungeborenen meist mit einem Gewicht unter 500 Gramm vor der 22. bis 24. Schwangerschaftswoche.

Von einem frühen Abort spricht man, wenn die Fehlgeburt in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen eintritt. Als späten Abort bezeichnet man den Abgang ab der 20. Schwangerschaftswoche. Kinder, die nach der 24. Schwangerschaftswoche oder mit einem Gewicht über 500 Gramm geboren werden, bezeichnet man als Frühgeborene, wenn sie lebendig zur Welt kommen, und als Totgeburt, wenn sie im Mutterleib sterben. (more…)

17. Oktober 2013

Noch nicht geboren und schon unter dem Messer

Noch vor wenigen Jahren galten Diagnosen wie „offener Rücken“ oder „Zwerchfellhernie“ als Todesurteil für das ungeborene Kind. Doch seit der Entwicklung des sogenannten „Fetoskop“ können viele Fehlbildungen des Fetus bereits im Mutterleib minimal-invasiv operiert und behoben werden. (more…)

12. Juni 2010

Herpes labialis und Schwangerschaft

Mit Herpes-Viren werden oft nur Herpes-simplex-Virus 1 und Herpes-simplex-Virus 2 gemeint, generell umfasst die Gruppe der Herpesviren aber acht verschiedene humanpathogene Herpesviren (HHV).

Herpes labialis ordnet man dem Herpes-simplex-Virus 1 (HSV-1) zu. Die Infektion zeigt sich meist durch schmerzhafte Bläschen am Mund; das Virus wird über den Bläscheninhalt und Speichel übertragen. Die Herpes-Viren sind hochinfektiös. Enger Hautkontakt, Küssen, Schmusen, gemeinsames Verwenden eines Glases oder Löffels oder Benutzen derselben Zahnbürste sowie Tröpfcheninfektion (z.B. beim Niesen) führen mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Ansteckung.

Nach der akuten Phase trocknen die Bläschen ein und heilen innerhalb von einigen Tagen ab, die Viren bleiben jedoch unbemerkt im Körper. Die meisten Menschen haben sich bereits in der Kindheit angesteckt und sind Träger dieses Herpes-simplex-Virus.

Sonnenbaden, Stress, Monatsblutungen und Verletzungen oder hormonelle Umstellung (Schwangerschaft) können die Abwehrkräfte des Körpers vermindern, das Virus wieder aktivieren und zum erneuten Ausbruch des Herpes labialis führen.

Der Lippenherpes ist während der Schwangerschaft unbedenklich. Hat die Mutter des Neugeborenen gerade einen frischen Schub von Lippenbläschen, muss ein Mundschutz getragen und auf konsequente Händedesinfektion geachtet werden – vor allem nach dem Auftragen von Salbe auf die Bläschen. Eine Behandlung ist umso erfolgreicher, je früher sie beginnt. Lippensalbe, die den Wirkstoff Aciclovir enthält, ist auch in der Schwangerschaft unbedenklich – während der Anwendung darf auch gestillt werden. Eine englische Studie fand jetzt heraus, dass auch Teebaumöl oder der Wirkstoff der Melisse (als Salbe aufgetragen) genauso wirkungsvoll sind.

Der zweite Typ des Virus wird über die Schleimhäute (Mund und Geschlechtsorgane) übertragen, ist damit also eine sexuell übertragbare Krankheit. Genitalherpes (Herpes genitalis) lässt sich an schmerzhaftem Ausschlag und Bläschen im Innen- und Außenbereich der Scheide erkennen und kann in der Schwangerschaft zu einer Fehlgeburt oder zu einer schweren Erkrankung des Neugeborenen führen.

Lesen Sie auf unserer BabyCare Internetseite mehr.

26. Mai 2010

Zervixinsuffizienz und Schwangerschaft

Eine Zervixinsuffizienz erleiden ca. 3% aller Schwangeren vor der 37. Schwangerschaftswoche.

Der Gebärmutterhals (Zervix) hat normalerweise eine Länge von zwei Zentimetern und mündet zur Scheide hin in den Muttermund. Der Muttermund ist im Normalfall bis zur Geburt fest verschlossen. Im Verlauf der Schwangerschaft verlängert sich der Gebärmutterhals bis zu einer Länge von etwa vier Zentimetern.

Die Länge des Gebärmutterhalses kann durch vaginalen Tastbefund ermittelt werden. Normalerweise wird sie jedoch per Ultraschall gemessen. Verkürzt sich der Gebärmutterhals vorzeitig auf eine Länge von unter 2,5 Zentimetern, und geht dies mit einer Öffnung des Muttermundes einher, so droht eine Frühgeburt.

Eine Zervixinsuffizienz tritt am häufigsten zwischen dem 4. und dem 6. Schwangerschaftsmonat auf. Die Ursachen können verschieden sein. Manchmal ist sie eine Folge vorangegangener schwieriger Geburten, einer Gebärmutteroperation oder eines vorangegangenen Schwangerschaftsabbruchs. Ebenso können Infektionen eine Zervixinsuffizienz zur Folge haben. Auch bei Mehrlingsschwangerschaften kommt es oft zu einer Überdehnung des Gebärmutterhalses

Bei Zervixinsuffizienz sollte die Schwangere, je nach Stadium der Schwangerschaft, und je nach Länge der Zervix, bis zur Geburt strenge Bettruhe einhalten. Ist das Risiko einer Frühgeburt zu groß, kann eine Cerclage gelegt werden.

Sind Bindegewebsschwächen bekannt und gab es bereits in vorherigen Schwangerschaften Probleme mit dem Gebärmutterhals, sollte sich die Frau von Anfang an schonen. Es sollten keine schweren Gegenstände gehoben und keine anstrengenden Arbeiten verrichtet werden. Nur durch Schonung kann einer erneuten Gebärmutterhalsschwäche vorbeugt werden. Bei Mehrlingsschwangerschaften ist das Risiko erhöht, daher ist hier generell Schonung zu empfehlen.

Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt darüber. Mehr Informationen finden Sie in Ihrem BabyCare-Ratgeber.