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23. November 2018

Ohne Folsäure geht nichts! – Wieso Vitamin B9 in der Schwangerschaft so wichtig ist

Folsäure (Vitamin B9) spielt eine große Rolle bei der Zellbildung

Folsäure (Vitamin B9) spielt eine große Rolle bei der Zellbildung. Deshalb ist dieser Nährstoff für Sie als werdende Mutter besonders wichtig: In Ihrem Körper wird schließlich ein Mensch vollständig aufgebaut, der gesamte kleine Körper mit seinen vielen Millionen Zellen wird gebildet.

Folsäure ist wichtig, um Fehlbildungen des Kindes – zum Beispiel dem sogenannten offenen Rücken (Spina bifida) oder der Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte – sowie dem Risiko einer Frühgeburt vorzubeugen.

Welche Lebensmittel enthalten Folsäure?

Vitamin B9 ist in den meisten frischen grünen Gemüsen und Salaten, in Grünkohl, Rosenkohl und Eigelb sowie in Früchten enthalten. Auch Bohnen, Haferflocken, Pilze, Brokkoli, Rindfleisch, Feldsalat und Spargel sind reich an Folsäure.

Wie viel Folsäure brauche ich in der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft sollten Sie täglich 550 Mikrogramm Vitamin B9 zu sich nehmen. Selbst bei ausgewogener Ernährung fällt es schwer, diesen Bedarf zuverlässig zu decken. Der Nährstoff wird durch Hitzeeinwirkung rasch zerstört und ist überhaupt recht empfindlich. Deshalb ist eine zusätzliche Zufuhr von 400 Mikrogramm vor allem bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels notwendig.

Reicht es, wenn ich mich gesund ernähre?

Selbst bei einer gesunden Ernährungsweise können nicht alle Vitamine und Mineralstoffe ausreichend zur Verfügung gestellt werden. Auf ausreichende Zufuhr von Vitamin B9 sollten Sie übrigens auch schon achten, wenn Sie eine Schwangerschaft planen. Mit einer guten Folsäurebilanz ist Ihr Körper optimal auf die Schwangerschaft vorbereitet.

Besteht die Gefahr, dass ich zu viel Vitamin B9 aufnehme?

Eine Gefahr der Überdosierung besteht bei Folsäure nicht, denn das Vitamin ist wasserlöslich und die überschüssige Folsäure wird mit dem Urin wieder ausgeschieden.

Wie lange soll ich Folsäure einnehmen – auch noch nach dem dritten Schwangerschaftsmonat?

Besonders wichtig ist Vitamin B9, bevor die Schwangerschaft eingetreten ist und in den ersten Schwangerschaftswochen, der Zeit der Organbildung. Aber auch in der späteren Schwangerschaft und während der Stillzeit braucht der Körper mehr Folsäure als bisher. Sie können und sollten also die entsprechenden Präparate bis zum Ende der Stillzeit weiter einnehmen. Ihre Frauenärztin bzw., Ihr Frauenarzt wird Sie entsprechend beraten.

Was muss ich noch wissen?

Falls Sie krampflösende Medikamente einnehmen müssen (etwa als Epileptikerin), stimmen Sie sich mit Ihrer Frauenärztin bzw. Ihrem Frauenarzt ab, da hohe Dosen Vitamin B9 die Wirksamkeit der Medikamente beeinflussen können.

Achtung bei grünem Tee! Von diesem sollten Sie nicht mehr als drei Tassen am Tag zu sich nehmen – trotz seiner positiven gesundheitlichen Wirkungen (vor allem bindet er zellschädigende freie Radikale an sich). Denn neben seinem Teingehalt ist grüner Tee auch ein Folsäureantagonist, das heißt, er hemmt die Aufnahme dieses wichtigen Vitamins. Daher ist es in der Schwangerschaft empfehlenswert, grünen Tee in Maßen zu genießen.

Copy-Right © Jonathan Farber / Unsplash

29. Juli 2013

Schwanger und Pflanzen(fr)esser?

Vegetarierinnen sollten während der Schwangerschaft ganz besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten.

Vegetarierinnen sollten während der Schwangerschaft ganz besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten.

Der wichtigste Ernährungsgrundsatz für jede Schwangere lautet: nährstoffreich und energiearm. Und welche Lebensmittel haben die größte Nährstoffdichte? Richtig, pflanzliche. Es spricht also auf den ersten Blick nichts gegen eine vegetarische Ernährung während der Schwangerschaft (Achtung: Auf vegane Ernährung trifft diese Aussage nicht zu!). Dies ändert sich auch beim näheren Hinsehen nicht, was die American Dietic Association (ADA) übrigens genauso sieht. Sie sagt ausdrücklich, eine vegetarische Lebensweise sei für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft und Stillzeit. (more…)

1. Juli 2013

Kluge Köpfe für das Jodmangelland der Fischverächter

Was haben Jod und Omega-3-Fettsäuren gemeinsam? Richtig, beide Nährstoffe nehmen wir durch den Verzehr von Fisch auf. Doch es finden sich noch weitere Gemeinsamkeiten:

  • Sowohl Jod als auch Omega-3-Fettsäuren sind sogenannte essentielle Nährstoffe. Sie können nicht vom Körper selbst gebildet werden und müssen über die Nahrung aufgenommen werden.
  • Viele von uns weisen einen Mangel an Jod und Omega-3-Fettsäuren auf, da sie ihren Bedarf nicht allein über die Ernährung zu decken vermögen.
  • Beide sind für die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten des ungeborenen Kindes verantwortlich.

Letztere ist die vermutlich interessanteste Eigenschaft. (more…)

2. April 2013

Folsäure senkt die kindliche Tumorrate

Folsäure, ein wasserlösliches B-Vitamin, wirkt sich nicht nur positiv auf die Zellerneuerung und das Zellwachstum allgemein aus, sondern beugt bestimmten Erkrankungen vor. Wie in Studien aus den USA festgestellt wurde, kann eine ausreichende Versorgung mit Folsäure das Risiko für das Auftreten von bösartigen Nieren- und Hirntumoren in der Kindheit um 20 bis 40 Prozent senken. Ein Mangel an Folsäure kann außerdem zu einer kindlichen Fehlbildung im Bereich des Rückenmarks bzw. Gehirns, den sogenannten Neuralrohrdefekten – besser bekannt als „offener Rücken“ –, führen. (more…)