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30. Juni 2017

Welche Gebärposition ist die richtige für mich?

Welche Gebärposition ist die richtige für mich?

Welche Gebärposition ist die richtige für mich?

Falls Sie schon einen Besichtigungstermin in einer Klinik wahrnehmen konnten, haben Sie vielleicht über die Ausstattung des Kreißsaales gestaunt: Es gibt viele verschiedene Geräte und „Möbel“, die verschiedene Positionen ermöglichen.

Wahl der geeigneten Gebärposition

  • Auf dem Rücken: Bei dieser Gebärposition liegt die Frau flach auf dem Rücken. Dabei braucht sie unverhältnismäßig viel Kraft, um ihren Oberkörper in der Pressphase anzuheben, außerdem kann in dieser Stellung die Schwerkraft nicht optimal ausgenutzt werden. Der Druck der Gebärmutter auf die Blutgefäße ruft bei manchen Gebärenden in dieser Position zudem Übelkeit hervor.
  • Halbsitzen/Halbliegen: Die Position des Halbsitzens/Halbliegens bietet viele Vorteile. (more…)
9. Juni 2017

Was passiert bei einer drohenden Frühgeburt?

Bei einer drohenden Frühgeburt ist es wichtig, die Anzeichen zu erkennen und entsprechend zu reagieren

Bei einer drohenden Frühgeburt ist es wichtig, die Anzeichen zu erkennen und entsprechend zu reagieren

Die Vorsorgeuntersuchungen dienen unter anderem auch dazu, Anzeichen einer drohenden Frühgeburt zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Falls eine Frühgeburt droht, hängt es vor allem von der Dauer der Schwangerschaft und dem Zustand des ungeborenen Kindes ab, welche Maßnahmen die Frauenärztin (more…)

10. September 2012

Auswahl der Klinik

Die Klinikwahl ist eine sehr wichtige Sache. Viele Schwangere bevorzugen Kliniken in der Nähe des Wohnortes oder kleine, überschaubare Kliniken. Meist ist die Wahl der Klinik auch richtig. Sollten bei einer Schwangerschaft aber Risiken aus der derzeitigen oder auch aus einer früheren Schwangerschaft (z.B. frühere Frühgeburt) bestehen, ist immer die Wahl einer großen Klinik mit angeschlossener Kinderklinik zu empfehlen. Klinken mit über 500 oder gar über 1000 Geburten pro Jahr haben natürlich mehr Erfahrung im Umgang mit Komplikationen in der späten Schwangerschaft oder während der Geburt.

Eine Vorstellung in der Entbindungsklinik ist außerdem immer zu empfehlen und sollte in der 36.-38. SSW stattfinden. Viele Kliniken bieten Informationsabende für Schwangere an, die auch eine Kreißsaalbesichtigung ermöglichen. Schauen Sie sich ruhig einige davon an, bevor Sie sich entscheiden.

Eine Liste der Geburtskliniken in Deutschland finden Sie im Internet unter: www.geburtstermin.de

Auch im BabyCare-Handbuch geben wir Ihnen weitere Informationen zur Klinikwahl an die Hand.

28. November 2011

Entbindung ambulant? Geht das?

Die ambulante Geburt ist eine fast vergessene Möglichkeit, ein Kind in Sicherheit zu gebären und trotzdem schnell wieder in die gewohnte, heimische Umgebung zurückzukehren. Es gibt mehrere Optionen von ambulanten Geburten. Die wahrscheinlich bekanntesten sind die Geburt im Geburtshaus und die Geburt zu Hause. Der unbekannteste und am seltensten genutzte Weg ist der, das Kind im Krankenhaus zur Welt zu bringen und die Klinik dann binnen weniger Stunden wieder zu verlassen.

Ambulant im medizinischen Sinne bedeutet, am Tag des Eingriffs wieder nach Hause zu gehen oder den Eingriff in den eigenen vier Wänden durchführen zu lassen. Nur sehr wenige Frauen, unter ihnen vorrangig Zweitgebärende, nutzen derzeit dieses Angebot zur Niederkunft.

Eine Erhebung des AQUA-Instituts zur Verweildauer in der Klinik nach der Geburt zeigt, dass 2009 nur 3,2% aller Gebärenden (20.282 von 638.826 Frauen) das Krankenhaus innerhalb von 24 Stunden verlassen haben. Im Geburtshaus oder zu Hause kommen pro Jahr rund 10.000 Kinder zur Welt, gibt die Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V. (QUAG) an. Dabei berichten die ambulant Gebärenden, dass sie es als äußerst positiv einschätzen, nach der Geburt schnell wieder im eigenen Heim zu sein. Die Geborgenheit, die die eigene Familie und alle persönlichen Dinge bzw. die gewohnte Umgebung den Müttern vermittelt, sei sehr wichtig, um gerade die kritische Wochenbettphase ohne Komplikationen zu überstehen. Darüber hinaus fühlten sich die Frauen den eigenen Angaben nach entspannter, sicherer und folgten ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen. Zudem eröffnen die verschiedenen Varianten ambulanter Entbindungen Frauen ganz individuelle Möglichkeiten des Gebärens, je nach Persönlichkeit, Vorgeschichte und Verlauf der Schwangerschaft.

Bei einer ambulanten Geburt wird die Schwangere vor, während und nach der Niederkunft von ihrer Hebamme umsorgt. Diese besucht die Frau – wie auch nach einer Klinikgeburt üblich – in den ersten zwei Wochen nach der Geburt täglich. Die Nachsorge in diesem Betreuungsrahmen ist entgegen der allgemeinen Annahme auch im Fall einer erfolgten PDA oder eines Dammrisses meist vollkommen ausreichend. Frauen, die bei einer Klinikgeburt die vertraute Hebamme an ihrer Seite wissen wollen, müssen dafür jemanden finden, der Beleggeburten im gewünschten Krankenhaus durchführen kann. Auch wenn das nicht überall möglich ist, haben viele Kliniken Verträge mit Beleghebammen. Die Kosten für Geburt und Nachsorge durch die Hebamme übernehmen die Krankenkassen, egal, wo entbunden wird. Hinzu kommt aber eine regional sehr unterschiedlich ausfallende Rufbereitschaftspauschale der Hebamme, die in der Regel privat zu finanzieren ist.

Bei der Wahl der Geburtsklinik muss man keine bindende Entscheidung fällen, ob die Geburt ambulant oder stationär ablaufen soll. Wichtig ist, grundsätzlich zu wissen, dass Sie mit der Abgabe Ihrer Unterschrift auf den Entlassungsdokumenten, jederzeit gehen dürfen – solange es ärztlich zu verantworten ist. Insofern bedeutet das auch im Umkehrschluss, dass Sie, falls vorher eine ambulante Geburt angestrebt wurde, länger im Krankenhaus bleiben können. Insbesondere wird die Überwachung in der Klinik bei einem Kaiserschnitt, starken Blutungen oder Anpassungsstörungen des Kindes erforderlich. In diesem Zuge sollten Sie sich auch darüber im Klaren sein, dass trotz einer normal verlaufenden Geburt und dem Anschein, dass es dem Neugeborenen gut ginge, das Risiko plötzlich auftretender Komplikationen zwar selten aber möglich ist. Es obliegt letztlich Ihrem individuellen Befinden, ihrem Gefühl und der Situation.

Wir empfehlen Ihnen, sich bei Kreissaalbesichtigungen gezielt über die ambulante Geburt informieren zu lassen, da die Klinken diese Möglichkeit üblicherweise nicht ansprechen.

Über diese und andere Entbindungsmöglichkeiten lesen Sie mehr im BabyCare-Buch.